GASTBEITRAG: Gigaset GS290 Review

Heute gibt es als Gastbeitrag einen Testbericht zu dem Android-Smartphone Gigaset GS290.

In unregelmäßigen Abständen wollen wir euch, den Lesern und Partnern von homekits.de die Möglichkeit bieten, eigene Artikel zu veröffentlichen. Den Anfang macht heute ein Testbericht zu dem neuen Android-Smartphone Gigaset GS290. Dieses beherrscht zwar kein HomeKit, ein Blick über den Tellerrand kann ja aber bekanntlich nicht schaden. Doch kommen wir nun zum Testbericht von Michael D. aus G.

Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt ob ich nicht das neue Gigaset GS290 testen möchte. Da mein Handy ein paar Probleme machte sagte ich ja und Gigaset überließ mir das Handy für einen Test. Ich nutze das Gerät nun seit knapp drei Wochen im täglichen Gebrauch. Das Gerät selbst hat ein Android Pure 9 (Pie) installiert. Obwohl es dieses Jahr raus kam kein Android 10, was mich persönlich wundert. Ich selbst als Google Pixel Nutzer (Pixel 2XL) war von der Betriebssystem Variante etwas verunsichert. Das Gerät selbst läuft aber sehr flüssig und als Google Nutzer fehlen dann halt auch nur so ein paar kleine Gimmicks die der Pixel Reihe vorbehalten sind.

Was dieses Handy allerdings besonders macht ist nicht die verbaute Technik oder das Design, sondern das es in Deutschland – genauer gesagt in Bocholt (NRW) – produziert wird. Natürlich stammen die verbauten Komponenten aus Fernost, trotzdem ist Gigaset der einzige Hersteller, der sein Smartphone in Deutschland fertigt. Und das auf einer Produktionsstrecke, auf der teilweise mit Hand gearbeitet wird. Und das mit Sorgfalt: Denn obwohl das Gehäuse aus Kunststoff besteht, wirkt das Design optisch hochwertig.

Der Rücken ist an den Seiten abgerundet, der Gehäuserahmen ähnelt poliertem Edelstahl, die verbaute Dual-Kamera-Einheit sowie der Fingerabdrucksensor sind silber umrahmt. Wendet man das Gerät, blickt man auf das 6,3 Zoll große Display, das die Gehäusefront gut ausfüllt. Mit 2340×1080 Pixeln löst es hoch auf und zeigt Nutzern WhatsApp, Chrome & Co. an. Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine kleine Notch, darin eingebettet ist die Frontkamera. So weit, so schick. Weniger schick hebt sich jedoch der Bildschirm-Rand vom Gehäuse ab. Der holprige Übergang ist in der Hand spürbar und stört den hochwertigen Gesamteindruck. Zudem trägt das Gerät mit 10 Millimetern auch für ein Mittelklasse-Gerät etwas zu dick auf. Im Lieferumfang befindet sich eine ein Clear Silikon Hülle, die die Displaykante verschwinden lässt.

Ein MediaTek-Helio-P23-Octacore-SoC-Prozessor treibt das Gigaset GS290 mit einer maximalen Taktrate von 2,0 Gigahertz an, unterstützt von 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Selbst für die Mittelklasse ist die Leistung des Prozessors etwas schwach und auf Augenhöhe mit der des günstigeren Nokia 3.2. Denkpausen und Ladezeiten beim Starten und Bedienen von Apps sind hier vorprogrammiert, sollte man meinen. Pokemon Go lies sich aber ohne große Probleme spielen und auch Mario Kart stellte kein Problem in meinem Test da.

Die Frontkamera schießt Selfies mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Auf der Rückseite verbaut Gigaset eine Dual-Kamera mit 16 und 2 Megapixeln Auflösung. Letztere beschafft Tiefenschärfe-Informationen für Fotos mit hübschen Unschärfe-Effekten. Bei Tageslicht bot die Kamera noch detailreiche Fotos mit leichten Farbschwächen. Gemessen an der Preisklasse des Geräts geht die Qualität noch in Ordnung. Bei wenig Licht kommt es zu Bildrauschen, Details verschwimmen, Kanten wirken ausgefranst und verwackelt. Der Fokus arbeitet sehr langsam, sodass es einige Sekunden braucht, bis das Bild scharf gestellt wird. Die Kamera löst dann aber schnell aus – es sei denn, Sie verwenden den Modus für superklare Bildqualität. Mit dem beträgt die Auslösezeit zwischen drei und fünf Sekunden.

Der 64 Gigabyte große Flashspeicher lässt sich über einem MicroSD-Kartenslot erweitern. Das Gigaset GS290 bietet außerdem Dual-SIM-Unterstützung, Bluetooth 5.0, NFC und Dual-Band-WLAN. Der Akku des Smartphones fällt üppig aus: Satte 4.700 mAh fasst er, ein 18-Watt-Netzteil lädt ihn auf. So viel Energie, dass Sie am liebsten teilen wollen? Kein Problem: Per USB On the Go lassen sich mit dem GS290 auch andere Geräte aufladen. Das ganze kann auch per Wirless-Charge aufgeladen werden.

Fazit: Man muss bedenken, es ist ein Mittelklasse Gerät von unter 300€. Die Ausstattung ist dafür aber wirklich großartig. Vergleicht man es zum Beispiel mit meinem nun zwei Jahre alten Pixel 2XL, hat das Pixel nur das etwas höhere Betriebssystem, aber keinen Mehrwert. In dem Büro, wo ich meiner täglichen Arbeit nachgehe, habe ich in vielen Ecken wenig Empfang. Das hat sich mit dem GS290 wirklich verändert. Ich habe LTE-Empfang wo vorher nur Edge möglich war. Außerdem hält der Akku mit seiner enormen Größe auch Mal locker zwei Tage durch. Selbst bei intensiver Nutzung. Kamera ist okay, aber nicht wirklich das was der Markt aktuell bietet.

Dieser Beitrag wurde von Michael D. aus G. am 16. Dezember 2019 auf http://www.psykomichi.de veröffentlicht. Mit Erlaubnis wird der Beitrag hier auf homekits.de geteilt. Wenn auch ihr gerne einmal einen Testbericht auf homekits.de veröffentlichen möchtet, dann meldet euch gerne bei uns über unseren Facebook-, Twitter– oder Instagram-Account. Alternativ erreicht ihr uns auch per Email an homekits@icloud.com.

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