REVIEW: eufy Video Doorbell Slim – akkubetriebene Videotürklingel mit Empfänger

Auch wenn sie nicht offiziell mit HomeKit kompatibel ist, möchte ich euch heute die eufy Video Doorbell Slim mit Empfänger inklusive Türglocke vorstellen.

Türklingeln mit HomeKit-, geschweige denn HomeKit Secure Video-Support sind bisher noch rar gesät und teils recht schwer erhältlich. Am ehesten kommt ihr sicherlich an die Netatmo Video Türklingel (Amazon-Link), die aufgrund der anscheinend recht hohen Nachfrage aktuell aber zu Preisen über der UVP von 299,99 angeboten wird. Das es aber nicht unbedingt eine HomeKit-Videotürklingel sein muss, beweist zum Beispiel das heute vorgestellte Modell der eufy Video Doorbell Slim (129,99 Euro; Amazon-Link), die sich perfekt für alle Nutzer eignet, die nicht gerne extra Verkabelungen vornehmen und eine einfache Videotürklingel mit Empfänger suchen. Warum die Videotürklingel trotz (offiziell) fehlendem HomeKit-Support einen Blick wert ist, möchte ich euch nachfolgend kurz mitteilen.

Beginnen wir wie immer beim Lieferumfang. Zu diesem gehören neben der eigentlichen Videotürklingel (die es in schwarz oder weiß gibt) außerdem noch der Empfänger mit integrierter Türglocke, eine Halterungen mit Schraubenset zur Montage an der Wand, eine 15° Klemme (falls die Videotürklingel schräg angebracht werden soll, wobei 15° meiner Meinung nach ein bisschen wenig sind), ein Sicherheits-Pin (mit dem die Videotürklingel aus der Halterung entfernt werden kann, was zum Beispiel zum Aufladen wichtig ist), ein Ladekabel, ein EU- und US-Stecker sowie der übliche Papierkram.

Die Einrichtung der Videotürklingel läuft wie folgt ab: Nachdem ihr den integrierten Akku, der für eine Akkuleistung von bis zu 120 Tagen (also knapp 4 Monaten) ausreichen soll, aufgeladen und die Videotürklingel montiert habt, müsst ihr den Empfänger mit der integrierten Türglocke in eine Steckdose stecken und die eufy Security-App starten, die ihr kostenlos im AppStore downloaden könnt. In dieser muss ein Account angelegt werden und anschließend kann über das Hinzufügen einer neuer Videotürklingel und ders Empfängers (beides muss separat hinzugefügt werden) eine Schritt für Schritt-Anleitung gestartet werden, die euch durch die Einrichtung und die Verbindung führt.

Einmal eingerichtet habt ihr dann über die eufy-App die Möglichkeit, euch das 1080p Live-Kamerabild im 4:3 Format mit 1600×1200 Pixeln anzusehen, die zwei Wege Kommunikation zu nutzen und weitere Einstellungen vorzunehmen. Zu Letzterem gehört unter anderem die Benachrichtigungseinstellung beim Klingeln (ob per App, Station oder beidem), der Klingelton, die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung und ein Bewegungsradius für die Erkennung von Personen und Gesichtern.

Wer die Videotürklingel nicht nur live nutzen möchte, sondern die Aufnahmen eventuell auch aufzeichnen will, der kann dies komplett ohne Cloud-Anbindung machen, indem er eine MicroSD-Karte in die Station einsetzt. Auf dieser lassen sich alle Aufnahmen lokal speichern. Solltet ihr eine Cloud-Anbindung benötigen, könnt ihr diese optionale in der App aktivieren und eure Aufnahmen in der eufy-Cloud speichern.

Wer es noch ein wenig smarter haben möchte, kann die Videotürklingel außerdem auch mit Alexa oder Google Home verbinden. Für Bastler, die auch eine Homebridge im Einsatz haben, steht übrigens ein auch ein Homebridge-Plugin zur HomeKit-Integration zur Verfügung. Mit diesem lassen sich die Videotürklingeln von eufy, die ja offiziell keinen HomeKit-Support erhalten werden, wenigstens inoffiziell in HomeKit einbinden. Da ich persönlich jedoch nicht auf HomeBridge setze, habe ich dies auch nicht ausprobiert.

Insgesamt kann ich sagen, dass die eufy Video Doorbell Slim (Amazon-Link) wirklich sehr gut und ordentlich funktioniert und auch ohne HomeKit-Support einen Blick wert ist. Bewegungen werden innerhalb des Bewegungsradius zuverlässig erkannt und Benachrichtigungen erscheinen ohne Verzögerung auf dem iPhone-Display. Leider ist die Akkulaufzeit bei voller Bewegungserkennung jedoch leider nicht ganz so gut wie angegeben und liegt wohl eher so bei 60-70 Tagen je Akkuladung.

Dank der Station, die man quasi überall im eigenen Zuhause anbringen kann, lässt sich außerdem bei ausreichender WLAN-Verbindung jeder gewünschte Raum mit einer Station ausstatten. Das man die Videotürklingel obendrein nicht einmal verkabeln muss, sondern auch parallel zur eigenen Türklingel nutzen kann, ist wie ich finde ebenfalls ein Pluspunkt. Es bedarf also keinerlei großer Aufwendungen um die Videotürklingel einzusetzen. Von daher sehe ich hier ein sehr gelungenes Produkt.

Zum Schluss dann noch ein kurzer Rückblick auf meine Kindheit, denn als ich jünger war hatte ich zum Beispiel ein ähnlich funktionierendes Modell. Damals zwar noch ohne Videofunktion oder smarte Features, aber mit einer eigenen Station, die letztendlich dafür gesorgt hat, dass meine Eltern nicht immer die Tür öffnen mussten wenn Freunde vorbeikamen und zu mir wollten. Diese konnten dann direkt bei mir klingeln, vielleicht ist das also auch eine praktische Idee wenn ihr Kinder habt. Vergesst aber nicht, dass diese heutzutage dann alles sehen können was vor der Tür passiert.

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