REVIEW: Apple MagSafe – Das Einzel- und Duo-Ladegerät

Nachdem ich nun endlich das offizielle MagSafe Duo Ladegerät von Apple erhalten habe, möchte ich euch dieses sowie das einfach MagSafe Ladegerät einmal ausführlich vorstellen.

Seit dem Start der neuesten iPhone Generation möchte alle Welt (also zumindest die Käufer der neuen Geräte) neue Ladegeräte haben. Der Grund dafür heißt MagSafe, denn in den neuen iPhone 12-Modellen kommt die „neue“ MagSafe-Ladetechnik zum Einsatz. Dabei reden wir nicht über die in älteren MacBook eingesetzte MagSafe-Technik, sondern über eine neue, aber irgendwie doch ähnliche Technik zum Laden kompatibler iPhones. Dank dieser lassen sich die iPhones kabellos nicht nur deutlich schneller aufladen als bisher, sondern das ganze funktioniert auch noch magnetisch. Das heißt, die MagSafe-Ladegeräte haften wie von Zauberhand an der Rückseite des iPhones.

Apple selber war es natürlich, die die ersten MagSafe-Ladegeräte vorgestellt haben und auf den Markt brachten. Bei den Ladegeräten handelt es sich um das einfache MagSafe Ladegerät (Amazon-Link) und das MagSafe Duo Ladegerät (Amazon-Link). Letzteres bietet neben der MagSafe-Ladefläche noch eine zusätzliche Lademöglich für die Apple Watch. Beide Geräte habe ich mittlerweile im Einsatz und möchte sie euch daher nachfolgend einmal ausführlich vorstellen.

Beginnen wir den Test wie immer beim Lieferumfang und kommen als erstes zum einzelnen MagSafe Ladegerät. Dieses befindet sich in einer sehr passgenauen und üblichen Apple-Verpackung für Kleinteile und kommt ohne weiteres Zubehör (außer dem üblichen Papierkram) daher. Das auf USB-C endende Ladekabel ist direkt am MagSafe Ladegerät befestigt und muss nicht zusammengesteckt werden. Das Kabel ist insgesamt einen Meter lang.

Das MagSafe Duo Ladegerät besitzt kein integriertes Ladekabel und kommt mit einem ein Meter langen Lightning auf USB-C-Kabel, wobei der Lightning-Anschluss in das Ladegerät gehört und das USB-C-Ende in ein passendes Netzteil. Letztes ist im Übrigen weder beim einzelnen, noch beim MagSafe Duo Ladegerät dabei und muss zusätzlich erworben werden. Dabei gilt es aber auch, auf bestimmte Details zu achten, dazu jedoch später mehr. Schließen wir erst einmal den Lieferumfang ab, zu dem sonst aber auch nur der übliche Papierkram und die hochwertige Verpackung gehört. Letztere ist quasi mit der iPhone oder iPad-Verpackungen zu vergleichen.

Hat man beide Geräte erst einmal ausgepackt, erkennt man sofort die Apple-typische und sehr hochwertige Verarbeitung. Hier gibt es nichts zu meckern. Einziger Kritikpunkt könnten vielleicht die Ladekabel sein, die bei dem ein oder anderen Nutzern ja doch schonmal kaputt gehen. Hier gibt es auf dem Markt meiner Meinung nach bessere Kabel von Drittanbietern als von Apple, aber da man dies ja bereits weiß und auch andere Apple-Geräte keine anderen Kabel beinhalten, kann man nichts beanstanden. Wer außerdem immer gut mit seinen Geräten umgeht, sollte auch keine Probleme mit Kabelbruch oder ähnlichem haben.

Beim Gewicht und den Abmessungen der Geräte denkt Apple dann wirklich kompakt und praktisch. Das runde MagSafe Ladegerät misst im Durchmesser gerade einmal 5,5 cm und ist nur 0,5cm hoch. Das Gewicht liegt bei circa 39 Gramm. Heftet man sich dieses also magnetisch ans iPhone, fällt es fast gar nicht auf.

Das MagSafe Duo Ladegerät ist im Gegensatz zum einzelnen MagSafe Ladegerät dann schon fast wieder riesig. Vergleicht man es aber mit anderen Ladegeräten für zwei Produkte gleichzeitig, dann ist es ebenfalls sehr platzsparend gestaltet und obendrein kann es praktischerweise auch noch zusammengeklappt und ganz einfach transportiert werden. Bei den Abmessungen kommt das MagSafe Duo im zusammengeklappten Zustand auf 8 x 7,5 x 1,4 cm. Ausgeklappt bedeutet dies 16 x 7,5 x 0,7 cm. Das Gewicht liegt bei 134g.

Schaut man sich das MagSafe Duo Ladegerät im Übrigen genauer an, erkannt man, dass sich dort quasi eins zu eins das einzelne MagSafe-Ladegerät im Inneren befindet. Im Prinzip ist um dieses also nur eine schöne, hochwertige und zusammenklappbare Hülle angebracht, die auf der anderen Seite eben auch noch eine Apple Watch Lademöglichkeit bietet. Letztere lässt sich, um die Apple Watch auch im Nightstand-Modus zu benutzen, natürlich ausklappen. Insgesamt könnte man sagen, beim MagSafe Duo handelt es sich bei der einen Hälfte um ein stationsähnliches MagSafe Ladegerät und bei der Anderen um eine kompaktere Form des magnetischen Ladedocks für die Apple Watch (Amazon-Link).

Komme wir zur Nutzung. Sowohl das MagSafe Ladegerät wie auch das MagSafe Duo benötigen zum Einsatz ein passendes Netzteil. Dabei stellt Apple jedoch bestimmte Voraussetzung, um die maximal mögliche Ladegeschwindigkeit, die bei der MagSafe-Ladetechnik bei 15W liegt, aus den Geräten herauszuholen. Beim einfachen MagSafe Ladegerät ist dafür ein Netzteil notwendig, welches mindestens die folgende Voraussetzungen erfüllt: USB-C Netzteil mit Unterstützung für 9V bei 2,22A, 9V bei 2,56A oder höher.

Als ideal geeignet sind hier unter anderem der originale 20W Power Adapter von Apple, das Anker PowerPort III Nano (Testbericht, Amazon-Link) oder auch das Spigen PowerArc Pro (Testbericht, Amazon-Link) zu nennen.

Beim MagSafe Duo sieht die Sache dann wieder ein wenig anders aus. Hier muss erst einmal erwähnt werden, dass das MagSafe Duo über die MagSafe-Ladefläche nur eine maximale Ausgangsleistung von 14W bietet und damit kompatible Geräte etwas weniger schnell auflädt, wie das einzelne MagSafe-Ladegerät. Damit man die 14W erreicht, benötigt man ein mindestens 27W starkes USB-C Netzteil mit Unterstützung für 9V bei 3A. Wer ein 20W Netzteil mit den vorgegebenen Eigenschaften für das einzelne MagSafe-Ladegerät verwendet, erhält beim MagSafe Duo nur eine maximale Ausgangsleistung von 11W.

Für die Ladegeschwindigkeit der Apple Watch spielt das Netzteil beim MagSafe Duo übrigens keine Rolle. Hier stehen immer 5W zur Verfügung.

Zu guter Letzt sei zum Laden dann auch noch angemerkt, dass ihr sowohl mit dem MagSafe Ladegerät wie auch dem MagSafe Duo nicht nur MagSafe kompatible Geräte laden könnt, sondern auch QI-kompatible Geräte. Das bedeutet, es lassen sich unter anderem alle iPhones ab dem iPhone 8 (Plus) oder auch die AirPods (mit kabellosem Ladecase bzw. Pro) mit den Geräten aufladen. Hier stehen dann aber jeweils nur 7,5W (iPhone) bzw. 5W (AirPods) als Ausgangsleistung zur Verfügung. Die Apple Watch Lademöglichkeit beim MagSafe Duo bleibt der Apple Watch vorbehalten.

Was bleibt am Ende festzuhalten? Das MagSafe Ladegerät und das MagSafe Duo sind schon wirklich zwei erstklassige Produkte, die sich Apple aber auch sehr gut bezahlen lässt. Mit offiziell 45 Euro (MagSafe Ladegerät) bzw. 149 Euro (MagSafe Duo) sind die beiden Geräte nicht gerade preiswert. Aber betrachten wir sie mal einzeln.

Das MagSafe Ladegerät (bei Amazon für 43,85 Euro erhältlich; Amazon-Link) ist zumindest bei der Ladegeschwindigkeit in seiner Form derzeit noch einzigartig. Zwar stellen immer mehr Hersteller wie zum Beispiel Satechi oder Anker ebenfalls magnetische Ladegeräte vor, diese setzen aber auf die QI-Ladetechnik und bieten damit zwar die magnetische Haftung, aber nicht die Schnellladefunktion mit 15W. Preislich liegen sie bei der Hälfte bzw. etwas darüber. Qualitativ brauch man sich auch dort wohl keine Gedanken zu machen (anders sieht es bei manchem Billig-Anbieter von magnetischen Ladegeräten aus). Als einziger Nachteil gegenüber dem Original steht daher nur die Ladegeschwindigkeit und vielleicht auch ein wenig die Dicke der Geräte im Vordergrund, denn zumindest auf den Bildern wirken das magnetische Ladegerät von Satechi wie auch das Modell von Anker deutlich dicker als das Apple MagSafe Ladegerät.

Da Satechi und Anker ihre magnetischen Ladegeräte hierzulande bisher nicht anbieten und ich nicht unbedingt auf eine Nachbildung eines unbekannten China-Herstellers setzen würde, ist der Griff zum MagSafe Ladegerät daher schon nicht verkehrt. Sollten dann einmal hochwertige alternative magnetische Ladegeräte erhältlich sein, geht es wohl vorrangig nur noch um die Ladegeschwindigkeit, und da muss jeder für sich selber abwiegen, ob er für die doppelte Geschwindigkeit bereit ist, auch quasi den doppelten Preis zu bezahlen.

Beim MagSafe Duo (bei Amazon aktuell nicht verfügbar; Amazon-Link) sieht die Sache für mich persönlich wie folgt aus. Aktuell gibt es kein erhältliches Ladegerät, welches das gleichzeitige Laden vom iPhone (per MagSafe) und von der Apple Watch ermöglicht. Aber auch hier kündigen sich demnächst erste Produkte an, die dann auch wirklich per MagSafe und nicht nur per QI Ladetechnik aufladen und dementsprechend eine identische Leistung bieten sollten. Die meisten der Geräte, wie zum Beispiel diese 2-in-1 MagSafe Ladestation von Belkin, sind aber natürlich nicht so schön kompakt gestaltet wie das MagSafe Duo, dafür kommen sie teils zu deutlich niedrigeren Preisen und erfüllen auch irgendwie einen anderen Zweck, denn das MagSafe Duo ist wohl vorrangig für unterwegs gedacht und nicht unbedingt als feste Station für Zuhause. In der heutigen Zeit dürfte es aber wohl öfter als diese genutzt werden.

Für Zuhause darf es bei mir in Zukunft dann aber auch gerne eine schöne Station mit MagSafe-Ladetechnik sein. Dennoch finde ich auch das MagSafe Duo sehr gut und wer ein Ladegerät für iPhone und Apple Watch sucht, welches er perfekt transportieren und auf die nächste Reise (wenn denn mal wieder eine möglich ist) mitnehmen kann, der wird hier fündig. Preislich darf man aber auf jeden Fall darüber streiten, ob der wirklich hohe Preis von 149 Euro (bzw. um die 123 Euro bei verschiedenen Anbietern) gerechtfertigt ist. Wenn es einzig um die Lademöglichkeit geht, denke ich nicht, dass sich der Preis rechtfertig. Betrachtet man aber das ganze Gerät als wirklich cooles Gadget bzw. Zubehörprodukt, kann man den Preis schon als passend ansehen. Außerdem ist ja das Apple-Logo auf dem Gerät, daher wird’s in der Regel halt meistens eh etwas teurer als bei der Konkurrenz.

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