REVIEW: Apple Pencil 2 – Original und Kopien

Heute habe ich mal noch einen kleinen Test bzw. eher einen Vergleich vom Apple Pencil 2 und zwei Kopien aus Fernost für euch.

Wie ich euch bereits bei Twitter mitgeteilt hatte, nutze ich seit längerem verschiedene Apple Pencil Nachbildungen an meinem 2020er iPad Pro Modell. Nun habe ich mir vor kurzem den originalen Apple Pencil der zweiten Generation bestellt und möchte diesen heute mal ein wenig mit den Alternativen vergleichen. Um es Vorweg zu nehmen, das Original bietet nur wenig was die Kopien nicht haben, ist dafür aber umso teurer.

Beginnen wir jedoch erst einmal bei den Modellen, die ich im heutigen Test verwendet habe. Diese habe ich euch nachfolgend einmal aufgelistet:

Der Lieferumfang der jeweiligen Pencil zeigt das folgende Bild:

Wie auf dem Foto zu sehen ist kommen alle Stifte in einer sehr ähnlichen Verpackung mit entsprechender Gebrauchsanweisung. Bei den Kopien, die jeweils über ihren USB-C-Anschluss aufgeladen werden müssen, ist darüber hinaus noch ein USB-C auf USB-A Ladekabel und jeweils eine Ersatzmine dabei.

Wie ihr nun sicherlich gemerkt habt, gibt es hier den ersten Unterschied zwischen dem Original und den Kopien. Während der Apple Pencil 2 kabellos am iPad aufgeladen wird, müssen die Kopien zum Laden über den integrierten USB-C-Anschluss verbunden werden. Leider liegt dazu nur ein USB-C auf USB-A-Kabel bei, was ich ein wenig unpraktisch finde und daher meist ein kurzes USB-C auf USB-C Kabel genutzt habe, denn dieses kann man direkt mit dem iPad Pro verbinden. Wer das nicht besitzt, muss es sich aber wieder zusätzlich kaufen, wodurch der Preis für die Kopie quasi etwas steigt.

Was durch den USB-C-Anschluss ebenfalls anders ist, ist die Verarbeitung. Während der Apple Pencil wie aus einem Stück (abgesehen von der Spitze) daher kommt, finden sich in den Kopien die USB-C-Steckplätze und auch ein Schalter zum aktivieren. Wobei dies beim Andana Modell per Touch auf das hintere Ende des Stifts funktioniert.

Wobei alle Stifte dann aber wieder gleich sind, ist die austauschbare Spitze. Diese unterscheiden sich aber ein wenig voneinander, obwohl ihre Beschaffenheit sehr ähnlich ist und ihr Einsatz sowohl beim Original wie auch bei den Kopien zu keinem Schaden des iPads führen sollte. Der Unterschied liegt lediglich in der Form, die beim Uogic-Modell etwas spitzer ist und beim Andana-Modell nur aus dem kleinsten vorderen Punkt besteht. Sie nimmt hier also nicht die komplette Stiftspitze ein.

Die Einrichtung bzw. Kopplung mit dem iPad funktioniert wie folgt: Beim Apple Pencil 2 haftet ihr diesen einfach magnetisch an das iPad und er wird sofort vom iPad als Apple Pencil erkannt. Bei den Kopien schaltet ihr diese ein und berührt mit ihnen das Display des iPads und auch sie werden dann sofort als „Apple Pencil“ erkannt. Das bedeutet wiederum, das anschließend alle Funktionen genau gleich sind. Ihr könnt alles, was ihr mit dem Apple Pencil 2 auf eurem iPad machen könnt, auch mit den Kopien machen. Die Striche sind gleich, die Reaktionszeit ist gleich, alles ist einfach identisch. Das Einzige, was der Apple Pencil 2 den Kopien bei der Anwendung voraus hat, ist das er durch doppeltes Antippen zum Beispiel zwischen einem Stift und dem Radiergummi wechseln kann.

Ebenfalls identisch ist meiner Meinung nach auch das Schreibgefühl und die ganze Handhabe, denn sowohl beim Gewicht wie auch bei der Länge und Dicke unterscheiden sich die Modelle nur minimal.

Zu guter Letzt sei außerdem noch angemerkt, dass auch die Kopien magnetisch am iPad Pro haften. Sogar nicht nur am iPad Pro, auch bei dem 10,2″ iPad der 8.Generation haften sie magnetisch. Hier bieten sie also gegenüber dem Apple Pencil der ersten Generation (der Apple Pencil 2 ist nicht mit den „normalen“ iPads kompatibel), einen klaren Vorteil.

Ok, halten wir also nochmal alles Wichtige fest. Alle Stifte haften magnetisch am iPad Pro und bieten quasi die selben Funktionen und ein persönlich gesehen identisches Schreibgefühl. Die Unterschiede liegen lediglich in der Verarbeitung, die beim Apple Pencil aufgrund eines durchgängigen Designs ohne Anschluss einfach etwas besser ist, und in der Art den Stift aufzuladen, was beim Apple Pencil 2 kabellos funktioniert und bei den Kopien über den USB-C-Anschluss erledigt werden muss. Ganz nett ist außerdem die Tipp-Funktion des Apple Pencil 2 zum Wechseln der Stiftart, welche die Kopien nicht bieten. Ob einem das jetzt aber den mehr als dreifachen Preis wert ist, muss dann jeder für sich selber entscheiden.

Ich persönlich sehe gerade für Gelegenheitsnutzer nicht unbedingt einen Sinn darin, sich den Apple Pencil 2 zu kaufen. Von daher würde ich auf jeden Fall erst einmal empfehlen, eine gute Kopie zu nutzen, denn diese stehen dem Original wie gesehen nur in wenigen Dingen nach, sind aber ansprechend preiswerter. Und zu guter Letzt sind da ja auch noch die Ersatz-Minen, von denen zumindest den Kopien jeweils eine beiliegt. Beim Apple Pencil muss man die originalen Ersatzspitzen im Viererpack für 24,99 Euro (Amazon-Link) erwerben (wobei es auch hier wieder preiswertere Nachbildungen gibt). Ihr habt also die Wahl.

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