Lieber Hans Wurst (*Name geändert)….

Aus gegebenem Anlass möchte ich hier nochmal kurz auf meine (schon wieder aufgehobene) Twitter-Sperrung eingehen und mich direkt an die dafür verantwortliche Person richten.

HINWEIS ZU BEGINN: Ich habe den Artikel kurz nach der Sperrung geschrieben und ihn unverändert gelassen. Auch wenn jetzt hier gesagt wird es gab eine Störung und es lag daran, entspricht das nicht der Wahrheit, denn auch außerhalb der Zeit war mein Account nicht zu erreichen. Als ich heute morgen aufstand, konnte ich ihn aber wieder nutzen. Dennoch finde ich, dass diese Info durchaus interessant sein könnte und habe mich dazu entschieden, sie trotzdem zu veröffentlichen. Da fast alle Tweets (bis auf die 2 wo er sich positiv gegenüber Frauen äußert) vom Verfasser gelöscht wurden, habe ich leider nur einen Teil den ich mir vorher schon per Screenshot gespeichert hatte. Ich denke der Wahrheitsgehalt ergibt sich aber auch dadurch und sowieso, warum sollte ich sowas erfinden?

Lieber Hans Wurst (*Name geändert),

Ich nehme an du weißt wer gemeint ist. Du bist nun also die erste nicht bekannte Person der ich hier auf meinem „kleinen Hobby-Blog“ einen eigenen Artikel widme. Auch wenn ich dies in einer Hose und nicht wie du wohl gerne hättest, im Rock mache, möchte ich für alle die es interessiert nochmal Revue passieren lassen, was letzte Nacht vorgefallen ist.

Alles Begann mit einem Post von Hans Wurst, in dem er erwähnte, „NIEMALS mehr für eine Frau arbeiten“ zu wollen. Da er dies einmal gemacht hätte und es ihn vielleicht in seiner Männlichkeit gekränkt hat das eine Frau mehr zu sagen hat als er, würde es für ihn auf keinen Fall nochmal in Frage kommen. Außerdem seien fast alle Frauen ja entweder „dumme Modepüppchen, Mütter die kein anderes Thema auf der Arbeit haben als ihre Blagen & ständig Labernde“. Irgendwie fand ich diese Aussage, naja, sagen wir an dieser Stelle erst noch einmal unpassend. Daher hatte ich ihm gesagt das dies ja ganz schön pauschal wäre und er doch nicht alle Frauen über einen Kamm scheren kann.

Nach einer längeren Diskussion, in der er unter anderem erst versuchte darauf hinzuweisen, dass er die Aussage ja nur auf sich bezogen hätte und er nunmal nie wieder unter einer Frau arbeiten werde (da er wohl bald einen neuen Job antritt und dort bis zu seiner Rente verweilen wird und unter einem Mann arbeitet), ruderte er kurz danach wieder zurück und schrieb, dass er „nicht mehr willens“ sei unter einer Frau zu arbeiten. Gleichzeitig erwähnte er aber noch, dass seine Frau (die als eine der wenigen Ausnahmen im Übrigen „intelligent und ruhig“ ist, ich stelle mir sie in etwa wie eine Art Supermodel mit Einstein IQ vor, die aber nur den Mund aufmacht, wenn er es erlaubt), bald in einer Führungsposition mit einer eigenen Abteilung für den Konzernchef eines Multimilliardenkonzern (dessen Namen er aber nicht verraten wollte) arbeiten wird. Ich sagte ihm darauf, dass ich für seine Frau hoffe, dass sie nicht solche Mitarbeiter hat wie ihn, die dann kündigen wenn sie unter einer Frau arbeiten müssten.

Naja, nach langem hin und her, in der er mir ein paar mal eine gute Nacht gewünscht hat und dann doch wieder etwas schrieb und sich meiner Meinung nach mit seinen Aussagen keinen Gefallen tat, war ich ein wenig genervt und hatte ihm geschrieben, dass die Aussage einfach „dumm und sexistisch“ ist. Dazu hatte ich aber auch erwähnt, dass dies nicht automatisch für ihn gilt, sondern auch schlaue Menschen ab und an dumme Sachen sagen und tun. Er nahm es aber auf jeden Fall persönlich und fühlte sich dann von mir angegriffen, obwohl er gleichzeitig noch erwähnte, dass ihm die Meinungen anderer egal sind, besonders auf Twitter.

Anscheinend war ihm meine Meinung dann aber doch nicht so egal und er fuhr damit fort, wie ich überhaupt auf die Idee kommen könnte da etwas zu zu schreiben. Ich bin ja keine Frau und mich habe auch keine Frau darum gebeten unnötig Partei zu ergreifen, außerdem sei keine Frau beleidigt worden. Der Grund warum ich etwas gesagt habe, war wie gesagt die meiner Meinung nach unpassende Aussage und das über einen Kamm scheren von allen Frauen, bei dem ich finde das damit jede Frau beleidigt wurde. Natürlich hätte ich nichts dazu sagen müssen, aber das ist genauso wie wenn jemand andere, ich sag mal Gruppen von Menschen irgendwie diskreditiert. Ich muss nicht zu dieser Gruppe gehören um mich dafür einzusetzen, oder ist etwa jeder der etwas für die Rechte der LGBT-Community getan, gleichzeitig ein Teil davon? Ich denke nicht, von daher finde ich das man auch als nicht betroffener nicht nur was dazu sagen kann, sondern eigentlich auch sagen sollte um Vorurteile, Hass oder andere negative Dinge anzugehen.

Naja, letztendlich meinte Hans Wurst dann, dass ich mir doch einen Rock anziehen und mich um meinen kleinen Hobby-Blog kümmern solle. Anschließend wurde ich geblockt, danach wurden alle Tweets gelöscht (zum Glück hatte ich zumindest ein paar Screenshots) und dann wurde ich bei Twitter gemeldet, so das mein Account aktuell gesperrt ist. Ich gehe mal nicht davon aus, dass dies lange anhalten wird, ansonsten wäre es schon ein starkes Stück von Twitter jemanden dafür zu sperren, dass er sagt negative Aussagen über ALLE Frauen als Chefin sind dumm und sexistisch.

Lange Rede kurzer Sinn, aktuell kann ich euch aufgrund der Sperrung durch das Melden von Hans Wurst nicht über die Neuigkeiten, Reviews und Co. bei Twitter informieren. Wie gesagt hoffe ich das sich das schnell erledigt hat, bis dahin würde ich mich aber freuen, wenn ihr anstatt bei Twitter auf die Posts zu klicken einfach direkt auf dem Blog vorbeischaut. Auf Facebook und Instagram gibt es derweil noch keine Probleme, aber wer weiß wie solche Leuten ticken und was als nächstes kommt.

Kleines Update am 18. April 2021: Das Gespräch ging im Anschluss daran weiter und wurde von der einen Seite mit Behauptungen, Beleidigungen und Drohungen geführt, und von mir mit Argumenten und Belegen. Mehr möchte ich dazu dann auch nicht mehr sagen und verweise einfach auf meinen Twitter-Kanal.

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