Apple AirTag – Ein paar weitere Fakten

Bevor ich euch demnächst einen ausführlichen Testbericht zu den neuen Apple AirTags liefern werde, gibt es heute nochmal ein paar weitere Infos zu den kleinen Bluetooth-Trackern.

Kurz nach dem Start der Apple AirTags hatte ich euch schon die wichtigsten Infos in einem Frage-Antwort-Artikel mitgeteilt. Seit vergangenen Freitag sind die AirTags (bzw. der AirTag, denn ich habe nur einen einzigen bestellt) auch bei mir angekommen und seitdem „im Einsatz“. Im Einsatz heißt, er liegt rum und ich habe ihn einmal zum ausprobieren mit einer Freundin (sie wusste Bescheid) auf die Reise geschickt. Dazu dann aber mehr im Testbericht.

Heute möchte ich euch nochmal ein paar weitere Fakten zu den AirTags mit auf den Weg geben. Wie nämlich unter anderem bekannt wurde, lassen sich insgesamt „nur“ 16 AirTags einrichten. Solltet ihr also sehr vergesslich sein und diverse Sachen regelmäßig verlegen, dann ist die Anzahl ein wenig begrenzt, besonders wenn man die AirTags in der Familie nutzen möchte. Letzteres ist aber auch gar nicht so einfach möglich, denn über die „Wo ist?“ App können zum Beispiel Familienmitglieder verlorene iPhones & Co finden, mit den AirTags ist das aber (noch) nicht möglich.

Ein weiteres Detail betrifft das Bemerkbar-machen von fremden AirTags. Dies geschieht nicht unterwegs, man muss sich also keine Gedanken darüber machen das man in Bus und Bahn andauernd auf fremde AirTags hingewiesen wird. Die Mittteilungen darüber, dass sich ein fremder AirTag mit einem bewegt, setzen frühesten an den von Apple automatisch im iPhone hinterlegten wichtigen Orten ein. Vorausgesetzt, ihr habt auch ein iPhone. Android Nutzer erhalten die Info erst nach drei Tagen durch akustische Signale der AirTags. Das birgt natürlich dann doch ein paar Risiken in Sachen Stalking, wie zum Beispiel auch Corbin Streett, Experte für technologische Sicherheit beim amerikanischen National Network to End Domestic Violence (kurz NNEDV) in einem Interview kritisiert. Außerdem ist es für die „verfolgten“ Personen auch doch nicht so einfach nachzuvollziehen, wer sie gerade trackt, denn die im AirTag hinterlegten Daten lassen sich nur auslesen, wenn der Besitzer die AirTags als verloren markiert hat.

Zu guter Letzt dann noch der Hinweis, dass die AirTags als Diebstahlschutz ebenfalls nicht sonderlich hilfreich sind, vorausgesetzt der Dieb wird schnell auf sie aufmerksam und weiß, wie man diese deaktiviert bzw. die Batterie entfernt. Anschließend lassen sich die AirTags natürlich nicht mehr vom Besitzer orten und werden zu Elektroschrott, sprich ein Dieb würde sie wohl einfach wegwerfen. Dementsprechend ist der AirTag also wirklich mehr eine Suchhilfe als ein Schutz vor Diebstahl. Vielleicht ist er im Gegensatz sogar ein Grund für einen Diebstahl, denn wer einen AirTag offen an seinen Sachen anbringt, zeigt in der Regel ja das diese wertvoll sind.

Naja, trotz einiger negativer Punkte hat sich der AirTag (Apple-Link / Amazon-Link) sowie das diverse Zubehör (Apple-Link / Amazon-Link) bereits zu einem Verkaufshit entwickelt und es kommt einem so vor, als würde jeder Apple-Nutzer nun mindestens einen von den kleinen Bluetooth-Trackern besitzen. Ob sie einem durch die natürlich auch vorhandenen positiven Aspekte jetzt aber wirklich das Leben erleichtern, möchte ich erstmal noch offen lassen. Persönlich bin ich aber wie ihr wisst immer noch kein großer Fan der Tracker und auch nach einem Wochenende habe ich jetzt nicht unbedingt einen Mehrwert für mich entdeckt (ich verlege aber auch selten Sachen bzw. werde bestohlen). Außerdem finde ich es ein wenig schade, dass alle Welt nun über die AirTags spricht und diese auf ein kleines Podest hebt, während andere Unternehmen wie Tile, die seit Jahren genau das Selbe machen, bisher von vielen nicht beachtet wurden und nun durch Apple quasi an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt werden. Außer, sie lassen sich auf die Apple Spielregeln ein, binden ihre Tracker in das „Wo ist?“-Netzwerk ein, verzichten auf eigene Software und zahlen natürlich entsprechende Lizenz-Gebühren an Apple. So oder so ist Apple dank seiner Marktmacht und vielen „Fans“ bei der ganzen Sache also auf jeden Fall der große Gewinner und macht mal wieder unabhängige Unternehmen fast wertlos. Hierzu gibt es dann zum Ende auch nochmal ein interessantes Video von Marques Brownlee, der sich nicht nur mit Tile, sondern auch mit anderen Unternehmen oder Produkten befasst hat, die Apple durch die Übernahme der Idee und der Integration ins eigene System fast komplett vom Markt genommen hat.

Ein Kommentar zu „Apple AirTag – Ein paar weitere Fakten

  1. wenn man sich nur auf verlorenen Schlüssel begrenzt oder checken will, ob die Geldbörse noch im Office liegt, gibt es rein gar nichts zu kritisieren.
    Zu Tile: Das Finden von Trackern über das iPhone Netzwerk ist einfach zu krass überlegen ggü. dem Tilenetzwerk. Daher ist es für die Kunden ein richtiger Mehrwert. Tile hat ja die Möglichkeit bessere Hardware für das Wo Ist Netzwerk anzubieten. Der Abozwang für das Tilenetzwerk fand ich nicht ok da man es einfach zu wenig braucht um dafür regelmäßig zu zahlen.

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