Meine ersten Tage mit dem neuen 2021er 12,9″ iPad Pro

Seit letzten Freitag habe ich das neue 12,9″ iPad Pro mit dem neuen Magic Keyboard. Was mir daran in den ersten Tagen aufgefallen ist, möchte ich euch heute einmal erzählen.

Obwohl ich zuerst nicht mit dem Gedanken gespielt hatte, mir einmal das große 12,9″ iPad Pro zu kaufen, habe ich dies nun doch gemacht und am letzten Freitag ist das neue 2021er iPad Pro (Space Grau, 128GB, WiFi) mit dem M1-Prozessor bei mir eingetroffen. Übers Wochenende und den Feiertag habe ich dieses natürlich ausprobiert und mir nun einen ersten Eindruck verschafft. Was mir dabei so aufgefallen ist, möchte ich euch nachfolgend einmal näher bringen.

Da es sich hier um einen „Ersteindruck“ (oder wie auch immer ihr es nennen wollt) handelt und die meisten Dinge rund ums iPad ja bekannt sein dürften, gehe ich jetzt mal nicht auf den typischen Lieferumfang (Netzteil, Kabel), die Verarbeitung oder Qualität und was ihr damit alles machen könnt ein, denn hier hat sich wenig geändert und das iPad ist und bleibt ein hervorragendes Produkt was euch allerlei Möglichkeiten bieten.

Vergleichen wir das neue 12,9″ iPad Pro dann mit dem Vorgängermodell (bzw. dem 11″ Modell aus dem vergangenen Jahr, welches ich bisher genutzt habe), fällt leistungstechnisch auf, dass wenig auffällt. Fast alles was ihr mit dem neuen iPad Pro machen könnt, funktioniert auch mit dem alten iPad Pro. Eine Ausnahme wäre hier die HDR-Content Videobearbeitung, denn bei dieser könnt ihr das Video dank des neuen Displays (im 12,9″ Modell, nicht im 11″ Modell) direkt auf dem Display sehen. Bei den anderen Modellen benötigt ihr einen externen Monitor zur Ausgabe. Das sind aber wohl Dinge, die nicht jeder von uns benötigt. Ansonsten ist das iPad Pro aus diesem Jahr genauso wie das aus dem letzten Jahr einfach „overpowered“, denn es fehlt an Software, die die Leistung ausreizen kann. Ob sich die Apps nun nochmal einige Millisekunden (in einigen Fällen) schneller öffnen usw. ist wohl eher egal, denn so schnell sind wir als Nutzer sowieso nicht in der Lage zu reagieren.

Wo wir gerade beim Thema Leistung sind. Ich habe mir da mal etwas herausgesucht, um die Leistung der beiden iPad Pro Modelle aus diesem und dem letzten Jahr auch wirklich einmal zu vergleichen. Und zwar gibt es seit kurzer Zeit das Game Divinity Original Sin 2 im AppStore, das ihr euch für 27,99 Euro kaufen könnt. Bei dem Game handelt es sich um ein bereits auf PC, PlayStation und Xbox veröffentlichtes RPG, welches durchweg mit erstklassigen Bewertungen ausgezeichnet wurde. Die iPad Version ist nun ein 1zu1 Port der PC-Version (mit höchsten Grafikeinstellungen), in der es keinerlei InGame-Käufe und Co. gibt. Mehr als die 27,99 Euro wird euch das Game also nicht kosten.

Doch genug zum Game an sich, viel interessanter ist die Möglichkeit, das Game zu zweit an einem iPad mit Controller (z.B. PlayStation oder Xbox) zu zocken und es gleichzeitig auf dem Fernseher wiederzugeben. Das wirklich aufwendige daran ist, dass das Game so konzipiert ist, dass man im Koop-Modus so weit auf der Karte von einander weglaufen kann, dass das Spiel den Bildschirm trennt und dann quasi zweimal gleichzeitig läuft um auf beiden Hälften ein perfektes Bild wiederzugeben.

Lange Rede kurzer Sinn, das ist wirklich cool und aufwendig und zeigt das nicht nur die Switch hervorragende Koop-Games für unterwegs bietet. Es zeigt aber auch, dass es leistungstechnisch keine Unterschiede zwischen den iPad Pro Modellen gibt, denn sowohl auf dem 12,9″ iPad Pro aus diesem Jahr wie auch auf dem 11″ iPad Pro Modell aus dem vergangenen Jahr läuft es wunderbar und einwandfrei, ohne zu Ruckeln oder sonst etwas. Eine starke Leistung und es bleibt zu hoffen, dass mehr solcher Games erscheinen, bestenfalls direkt innerhalb von Apple Arcade.

Bezüglich des neuen Displays geht es mir zudem etwas ähnlich wie bei der Leistung. Einen großen Unterscheid merke ich nicht, denn wie Apple auch bestätigt, ist dieser nur bei entsprechendem Content zu sehen. Aber wenn ich ehrlich bin, fällt der Unterschied auch bei entsprechendem Content nicht groß auf. Ich habe das mit 4K 60fps HDR Videos getestet, die jetzt auf dem neuen 12,9″ Display nicht wirklich erkennbar besser aussahen als auf dem 11″ Modell des Vorgängers. Vielleicht sieht man kleine Unterschiede bei Lichteinstrahlungen und auch Schwarztönen, aber auch diese sind nicht sonderlich groß wie ich finde. Ein Grund für ein Update ist das Display also nicht wirklich, denn auch das „alte“ iPad Pro bzw. das 2021er 11″ iPad Pro hat weiterhin ein hervorragendes Display.

In Sachen Magic Keyboard (und ja, ich habe mir wirklich das neue Modell für die 5. Generation gekauft, ich Vollidiot, denn wie sich herausgestellt hat, war Apple übervorsichtig und das neue iPad Pro lässt sich ohne die geringsten Probleme und wunderbar mit dem alten Modell nutzen), bleibt zu sagen, das es zusammen dem iPad Pro wirklich genial ist. Was mich beim kleinen Modell für das 11″ iPad Pro immer ein wenig gestört hat, waren die teils kleineren Tasten. Beim großen Modell ist das natürlich nicht so und dieses hat die normale MacBook Tastaturgröße. Ich persönlich finde, dass macht es wirklich angenehmer zu schreiben, auch wenn man sich an das kleinere Modell gewöhnen kann.

Da ich nicht das Magic Keyboard aus dem vergangen Jahr für das 12,9″ Modell besitze, kann ich jetzt keinen direkten Vergleich zum neuen Modell aufstellen können. Im Gegensatz zum 11″ Modell aus dem Vorjahr kann ich aber sagen, dass sich das neue 12,9″ Modell ein wenig stärker biegen lässt und das iPad dementsprechend schräger ausgerichtet werden kann.

Was bleibt als mein erster Eindruck hängen? Das neue 12,9″ iPad Pro (Apple-Link / Amazon-Link) ist wirklich gut, eigentlich zu gut, denn das 2020er iPad Pro ist schon wirklich gut und erledigt alles was das iPad bisher zu bieten hat. Von daher fehlt es an entsprechender Software. Da ich jetzt auf das 12,9″ Modell umgestiegen bin, ist der Hauptunterschied für mich eigentlich die Größe und das Gewicht und die haben es meiner Meinung nach in sich. Mit dem 12,9″ Modell als „Couch-iPad“ kann ich mich persönlich nicht anfreunden. Ansonsten tu ich mich aber auch etwas schwer, denn einerseits denke ich mir manchmal das 12,9″ Display ist schon wirklich cool und praktisch, andererseits hab ich dann auch die Momente wo ich denke „wofür, das kleine macht genau das Gleiche und ist nochmal mobiler“.

Abschließend kann ich also noch nicht sagen, ob ich wirklich beim 12,9″ Modell bleiben werde oder was mit meinem 11″ Modell aus dem Vorjahr passiert. Ich brauche wohl noch ein paar Tage mehr, um herauszufinden, ob das neue 12,9″ M1 iPad Pro das Richtige für mich ist.

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