Sonos legt sich mit Apple & Co. an

Im Rahmen einer kartellrechtlichen Anhörung hat sich Sonos kritisch zur Marktmacht von Apple und Co. geäußert.

Bei einer kartellrechtlichen Anhörung in den USA hat man unter anderem den Audiospezialisten Sonos zu Wort kommen lassen. Dabei hat Sonos allen voran gegen Google ausgesagt, Apple aber gleichzeitig mit in die Ziellinie genommen.

Wie Sonos in Person von Eddie Lazarus, dem Chief Legal Officer bei Sonos, unter anderem mitteilt, würde Google es dem Unternehmen verbieten, neben dem Google Assistenten gleichzeitig auch noch einen weiteren Assistenten parallel laufen zu lassen. Sonos bietet zwar die Möglichkeit, den Google Assistenten und auch Alexa auf ihren Geräten zu nutzen, jedoch muss sich der Käufer für einen Assistenten entscheiden. Für Sonos wäre es aber im Prinzip kein Problem, beide Assistenten gleichzeitig laufen zu lassen und dem Nutzer so bei Bedarf eine größere Wahlmöglichkeit zu bieten.

Neben Google macht aber auch Apple dem Unternehmen einige Vorschriften. Besonders das streng kontrollierte Ökosystem ist Sonos dabei ein Dorn im Auge, aber auch die Verfügbarkeit von Siri für Drittanbieter wurde angesprochen. Eine Lizenz zur Nutzung von Siri (vor kurzem gab Apple bekannt, dass Siri auch auf Drittanbieter Geräten laufen wird), wird nur ausgegeben, wenn die jeweiligen Hersteller auf den HomePod als zentralen Hub setzen. Dementsprechend müsste Sonos quasi mit dazu beitragen, dass sich der HomePod besser verkauft, denn ohne diesen lässt sich Siri nicht auf einem Sonos-Laustprecher nutzen. Aber eigentlich möchte Sonos ja viel lieber eine gute Alternative zu den Apple Lautsprechern bieten.

Meiner Meinung nach sind das schon nachvollziehbare Argumente und ich kann Sonos in dieser Hinsicht verstehen. Wenn man es besser kann (zum Beispiel zwei Sprachassistenten gleichzeitig nutzbar machen oder Siri ohne Umwege in die eigenen Lautsprecher integrieren), dann ist es natürlich schade, dass man von den Unternehmen dazu gezwungen wird, so und so vorzugehen und keine für den Käufer vielleicht praktischen Funktionen anzubieten. Andererseits sehe ich teilweise auch Vorteile in den geschlossenen Systemen, von daher darf man wohl nicht alles lockern, bei einigen Punkten sollte man es aber eigentlich längst gemacht werden.

Es ist also schwierig, hier eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich finde, dass wirklich jeder Punkt einzeln betrachtet werden muss und man nicht alles komplett öffnen muss. Wie seht ihr das? Wo wünscht ihr euch mehr Öffnungen durch Apple und wo seid ihr mit den Begrenzungen zufrieden?

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