REVIEW: Thinka for Z-Wave HomeKit-Bridge ausprobiert

Seit einigen Wochen habe ich die neue Thinka for Z-Wave Bridge im Einsatz und möchte euch heute einmal darüber informieren, was diese so zu bieten hat.

Anfang September hatte das niederländische Unternehmen Thinka seine „Thinka for Z-Wave“ Bridge auf den Markt gebracht. Mit der Bridge, die offiziell von Apple zertifiziert wurde und dementsprechend offiziellen HomeKit-Support bietet, lassen sich mehr als 3.300 Z-Wave-Geräte herstellerunabhängig in euer HomeKit-System einbinden. Freundlicherweise hat mir Thinka die Bridge inklusive zweiter Z-Wave Geräte für einen Test zur Verfügung gestellt. Von daher möchte ich euch heute einmal darüber informieren, was ihr von der aktuell 429 Euro teuren Thinka for Z-Wave Bridge so erwarten könnt.

Beginnen wir den Test wie üblich beim Lieferumfang. Neben der 11 x 11 x 3 cm großen und in weiß gehaltenen Bridge befinden sich noch eine Wandhalterung, ein Ethernetkabel, ein Netzteil mit fest verbautem USB-C Kabel, ein EU- und UK-Stecker fürs Netzteil sowie eine Schnellstart-Anleitung im Paket. Damit ist dann auch alles dabei, was ihr zum Einsatz der Bridge benötigt. Die beiden Z-Wave Geräte, die ich freundlicherweise von Thinka erhalten habe, gehören nicht zum Lieferumfang und müssten bei Interesse zusätzlich erworben werden.

Die Einbindung der Thinka Z-Wave Bridge erfolgt dann ein wenig anders, als man es von diversen HomeKit-Hubs anderer Hersteller (zum Beispiel der Hue Bridge oder den Aqara Hubs) gewohnt ist. Nach dem Anschließen an den Strom und euren Router müsst ihr einen QR-Code scannen, der sich in der Schnellstart-Anleitung befindet. Dieser führt euch zur Webseite Setup.thinka.eu, wo ihr über die Eingabe der Seriennummer (und anschließend eines selbst gewählten Passworts) eine Web-Oberfläche öffnet. Auf dieser sehr ihr dann alle Informationen bezüglich der Bridge (wie zum Beispiel den aktuellen Status) und könnt außerdem eure Z-Wave Geräte hinzufügen.

Um die Bridge in euer HomeKit-System hinzuzufügen, ist dann die Thinka Companion-App notwendig. Habt ihr diese geladen und geöffnet, sollte euch eure Thinak Bridge inklusive der Möglichkeit zum Hinzufügen zu eurem HomeKit-System automatisch angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, könnt ihr eure HomeKit-Einstellungen über die Weboberfläche ganz einfach zurücksetzen und müsstet die Bridge dann beim erneuten Öffnen der App angezeigt bekommen.

Ist die Bridge erst einmal in eurem HomeKit-System, kann mit der Einrichtung der Z-Wave Geräte begonnen werden. Dies geht je nach Gerät auf unterschiedlichen Wegen.

Zum Teil ist es notwendig, auf den über die Weboberfläche hinzugefügten Z-Wave Geräten einen Button zu drücken (der die Geräte in den Kopllungsmodus versetzt), zum Teil lassen sie sich aber auch über einen QR-Code ganz einfach über die Thinka Companion-App zu eurem System hinzufügen. Im Falle meiner Testgeräte, der Fibaro Wall Plug Steckdose und dem Aeotec TriSensor, funktioniert es jeweils über den Button am Gerät. Bei der Fibaro Wall Plug musste dieser kurz gehalten werden und beim Aeotec TriSensor musste der Button (der sich im Inneren zusammen mit der Batterie befindet) mehrmals gedrückt werden. Anschließend wurden beide Geräte auch sofort gefunden und ins System integriert. Praktisch war dabei, dass sie auch automatisch in der Home-App auftauchten, wenn als Raumbezeichnung beim Hinzufügen der Name eures HomeKit-Zuhauses eingegeben wird.

Die Steuerung der Geräte erfolgt dann wahlweise über die Home-App oder die Thinka Weboberfläche, wobei die Home-App wie üblich in ihren Möglichkeiten ein wenig begrenzt ist. Als Beispiel möchte ich hier einmal auf den Aeotec TriSensor eingehen, bei dem es sich um einen dreifachen Sensor (erkennt Bewegungen, Lichteinfälle und Temperaturen) handelt.

Innerhalb von HomeKit bietet dieser die Möglichkeit, den Namen und Raum anzupassen, den Akkustand einzusehen, die Temperatur anzuzeigen, euch bei bestimmten Werten oder der Erkennung von Bewegungen und Lichteinfällen zu informieren und sich mit anderen HomeKit-Geräten automatisieren zu lassen.

Innerhalb der Web-Oberfläche von Thinka stehen euch darüber hinaus noch ein paar mehr Möglichkeiten zur Verfügung. So könnt ihr hier zum Beispiel die Sensibilität und Dauer der Bewegungserkennung, die Farben der LEDs und noch viele weitere Dinge einstellen. Leider steht die Weboberfläche aktuell aber nur auf englisch zur Verfügung. Dennoch sind die Möglichkeiten hier recht umfangreich, besonders wenn man sie mit den Funktionen der Home-App vergleicht. Hier sollte Apple wirklich mal etwas tun, denn es wäre letztendlich schon sehr vorteilhaft, wenn man alle Funktionen aller Geräte über nur eine App nutzen könnte. Ob das aber jemals passiert, bleibt fraglich.

Mein Fazit nach mehrwöchiger Nutzung der Thinka for Z-Wave Bridge fällt auf jeden Fall sehr positiv aus. Sowohl die Einrichtung der Bridge wie auch die anschließende Einbindung der Z-Wave Geräte in mein HomeKit-System funtkionierten einwandfrei. Probleme sind seitdem auch nicht einmal aufgetreten. Von daher ist die Thinka for Z-Wave Bridge ihren doch recht hohen Preis schon wert. Immerhin bekommt man hiermit die Möglichkeit, herstellerunabhängig mehr als 3.300 Z-Wave Geräte in sein HomeKit-System einzubinden. Und es wäre doch gelacht, wenn darunter nicht das ein oder andere Produkt ist, für das sich die Bridge schon fast alleine lohnen würde.

Leider habe ich mich mit letzterem aber noch nicht so ganz befasst und muss mir erst noch einmal einen Überblick verschaffen, welche interessanten oder vielleicht außergewöhnlichen Z-Wave Produkte der Markt so bietet (wenn ihr welche kennt, dann lasst mal hören). Von daher schließe ich den Testbericht mit zwei letztendlich für mich wichtigen Punkte. Erstens, ist die Thinka for Z-Wave Bridge wirklich gut und bietet die Möglichkeit, eine riesige Menge bisher nicht HomeKit-komaptibler Geräte doch in HomeKit einzubinden. Zweitens, sollte man aber wissen, welche Geräte für einen wichtig sind. Findet man hier auch zuverlässige native HomeKit-Produkte zu guten Preisen (wobei HomeKit-Geräte in er Regel etwa 25 bis 40 Prozent teurer sind als nicht HomeKit-Geräte)? Dann ist die Bridge wohl überflüssig. Findet man diese jedoch nicht, dann ist die Bridge auf jeden Fall einen Blick wert.

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