REVIEW: Gigaset Alarm System S ausprobiert

Wenn es nicht zwingend ein HomeKit-Gerät sein muss, dann bietet sich zur Überwachung des eigenen Zuhauses zum Beispiel auch das Alarm System von Gigaset an. Was dieses bietet, erfahrt ihr hier.

Wer in der Vergangenheit öfter mal hier auf dem Blog vorbeigeschaut hat, der weiß, dass ich schon das ein oder andere Gerät des deutschen Herstellers Gigaset vorgestellt habe. Dieser ist mit seinem Firmensitz in Bocholt nur wenige Kilometer von mir entfernt und bietet als ehemaliges Tochterunternehmen von Siemens eine ganze Reihe an Technik-Produkten an. Mit dabei sind unter anderem Android-Smartphones (auch spezielle Modelle für Senioren) und Smart Home Geräte. Letztere unterstützen bisher zwar kein HomeKit (hin und wieder gibt es jedoch Gerüchte dazu, dass HomeKit-Support kommen könnte), dennoch sind die Geräte nicht uninteressant. Aus diesem Grund möchte ich euch heute einmal das Gigaset Alarm System S vorstellen.

Zum Gigaset Alarm System S (auch in den Modellen „M“ und „L“ mit noch umfangreicherem Lieferumfang und höherem Preis erhältlich, unter anderem auch bei Amazon (Affiliate-Link)) gehören insgesamt vier Geräte (Basisstation, Türsensor, Bewegungsmelder, Alarmsirene) inklusive der notwendigen Batterien (2x 3 Volt CR123A Lizthium-Batterie), Kabel (Ethernetkabel, Stromkabel) und Befestigungsmöglichkeiten (8 Klebestreifen, 1 Standfuß, 2 Wandhalterungen). Obendrauf gibt es wie üblich noch die Gebrauchsanweisung.

Qualitativ machen die Gigaset Geräte allesamt einen sehr guten Eindruck. Auch das Design überzeugt und so sind die Sensoren optisch teilweise schon schöner als viele der HomeKit-Pendants, dafür aber auch teilweise relativ groß.

Die Einrichtung des Gigaset Systems beginnt mit dem Verbinden der Basisstation und eurem Router über das beiliegende Ethernetkabel. Anschließend benötigt ihr die kostenlose Gigaset Elements-App, in der ihr euch wie auch schon beim Testbericht der Gigaset Camera 2.0 erwähnt, erst einmal einen Account anlegen müsst (wenn es sich um euer erstes Gigaset Gerät handelt). Ist dieser angelegt, erfolgt die Einrichtung anschließend relativ schnell und zuverlässig. Ihr wählt einfach die Basisstation in der App aus und durchlauft den folgenden Einrichtungsprozess. Danach können auf die gleiche Art und Weise die einzelnen Geräte hinzugefügt werden. Das klappte auch alles ohne Probleme und so war das System entsprechend schnell eingerichtet und startklar.

Übrigens, Gigaset setzt zur Verbindung auf DECT ULE, was ansonsten außer bei den Smart Home Geräten von AVM eher seltener zum Einsatz kommt. Dementsprechend eingeschränkt ist aber auch die Konnektivität mit anderen Systemen, wobei sich das Gigaset System unter anderem mit Alexa oder dem Google Assistenten steuern lässt und auch mit Philips Hue, Conrad Connect und den smarten Türschlössern von Nuki kompatibel ist. Auf HomeKit-und dementsprechend auch Siri-Support muss aber wie erwähnt (noch) verzichtet werden.

Funktionstechnisch beschränken sich die Möglichkeiten für uns HomeKit-Nutzer daher komplett auf die Funktionen innerhalb der Gigaset Elements-App, die je nach Gerät natürlich etwas unterschiedlich ausfallen. Nachfolgend habe ich die wichtigsten Infos zu den Funktionen der einzelnen Geräte einmal zusammengefasst:

  • Basisstation: Dient zur Verbindung der einzelnen Geräte, insgesamt lassen sich bis zu 48 Geräte über eine Basisstation hinzufügen.
  • Bewegungsmelder: Infrarot Bewegungsmelder, erkennt Bewegungen und informiert per App über diese. Bei Haustieren von (laut Gigaset) bis zu 25kg werden keine Benachrichtigungen bei einer Bewegung verschickt. Stromversorgung über Batterie
  • Türsensor: Erkennt Bewegungen einer Tür und informiert per App über diese. Funktioniert nicht wie ein Kontaktsensor, sondern wie ein Beschleunigungssensor. Kann dementsprechend ein reguläres von einem gewaltsamen Öffnen unterscheiden. Stromversorgung ebenfalls per Batterie.
  • Alarmsirene: Informiert per App und die integrierte Sirene mit einer Lautstärke von 85 Dezibel über einen möglichen Einbruch. Kann per App deaktiviert werden. Wird zur Stromversorgung direkt in eine Steckdose gesteckt.

Die verschiedenen Sensoren lassen sich zudem mit weiteren Geräten wie der Gigaset Camera 2.0 verbinden. Sprich, die Kamera kann aktiviert werden wenn eine Bewegung erkannt wird oder eine Tür geöffnet wird. Im Prinzip bietet das System bzw. die App also die gängigen Funktionen, die man heutzutage von einem Smart Home System erwarten kann. Das ganze wird meiner Meinung nach auch noch gut übersichtlich und optisch ansprechend präsentiert.

Insgesamt funktionierte das gesamte Gigaset Alarm System S bei mir letztendlich sehr zufriedenstellend. Die Benachrichtigungen kamen schnell und zuverlässig bei mir an und auch die Bewegungserkennung, die bei kleinen Haustieren ja keine Reaktion zeigen soll, hat genau wie versprochen funktioniert. Zum Test waren befreundete Hundebesitzer mit ihren Haustieren bei mir. Ein Mops wurde dabei zum Beispiel vom Bewegungsmelder nicht wahrgenommen bzw. ich wurde nicht über die Bewegung informiert.

Leider habe ich am Ende aber noch ein Aber, denn dem System fehlt für mich einfach der HomeKit-Support. Es funktioniert wunderbar und die Produkte machen optisch auch mehr her als manches HomeKit-Produkt, von daher wäre es für uns HomeKit-Nutzer sehr schön, wenn Gigaset die Basisstation von Apple zertifizieren lassen würde. In dem Fall würde ich fast davon ausgehen, dass der ein oder andere Nutzer doch gerne zu einem HomeKit-Gerät von Gigaset greifen würde, anstatt ein vielleicht etwas preiswerteres Gerät aus Fernost zu bestellen. Eve Systems oder Tado zeigen ja, dass man auch als deutsches Unternehmen mit teils höheren Preisen als bei der asiatischen Konkurrenz auf dem Markt überleben und sogar angesagt sein kann.

Von daher richte ich mich am Ende einfach direkt an Gigaset und bitte darum, sich über HomeKit-Support doch noch einmal Gedanken zu machen. Dann sind die 199,99 Euro, die für das Alarm System S anfallen, auch nicht zu hoch und ich würde jedem Leser empfehlen, sich die Geräte einmal anzuschauen. So sind sie jedoch leider nur für Nutzer interessant, die ausschließlich auf Gigaset Smart Home Geräte setzen bzw. nur die wenigen Geräte der genannten Partner im Einsatz haben. Schade

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