REVIEW: eufy RoboVac X8 Hybrid ausprobiert

Heute hab ich noch einen Testbericht für euch, und zwar zum eufy RoboVac X8 Hybrid Saug- und Wischroboter. Was dieser bietet, erfahrt ihr hier.

Erst vor Kurzem hatte ich euch mit dem Dreame Bot L10 Pro einen meiner Meinung nach sehr guten Saugroboter zu einem akzeptablen Preis vorgestellt. Heute möchte ich euch über den eufy RoboVac X8 Hybrid (Amazon-Link) informieren, der preislich mit 549,99 Euro nochmal eine ganze Ecke teurer ist. Ob sich das rentiert, erfahrt ihr folgend.

Zuerst einmal schauen wir uns den Lieferumfang an. Hier bekommt ihr neben dem im Durchmesser 34,5 cm großen und 9,78 cm hohen Saugroboter (inklusive Laserturm) noch die dazugehörige Ladestation (in der „überschüssiges“ Kabel praktischerweise aufgewickelt werden kann) und das Netzteil. Obendrauf gibt es dann noch zwei Seitenbürsten (Eine als Ersatz), einen Ersatzfilter, Reinigungswerkzeug, den austauschbaren Wassertank, fünf Einweg-Wischtücher, fünf Kabelbinder und den üblichen Papierkram (nicht im Bild).

Bezüglich der Verarbeitung und des Designs gibt es nichts zu meckern. Alles sieht sehr gut aus und fühlt sich auch hochwertig an. Persönlich mag ich das einfarbige Design des Dreame L10 Pro zwar etwas lieber, das ist aber bekanntlich Geschmacksache und der ein oder andere wird mit den Streifen und der nicht komplett schwarzen Oberseite mehr zufrieden sein.

Ansonsten ist über den eufy RoboVac X8 Hybrid zu sagen, dass er mit einem Laserturm inklusive LiDAR-Sensor daher kommt und Hindernisse wie Schuhe oder Kinder-Spielzeug erkennt und umfährt. Er besitzt einen 400 ml großen Staubbehälter (der sich seitlich entnehmen lässt) sowie einen 250ml Wassertank (der optional angebracht werden kann). Zum Wischen setzt er auf ein Mikrofasertuch. Dementsprechend kann zur Wischleistung schon gesagt werden, dass diese eher für die oberflächliche Reinigung gedacht ist und hartnäckige Flecken nicht entfernt. Außerdem sollte die Wischfunktion auch ohne Reinigungsmittel und ausschließlich mit Wasser erfolgen.

In Sachen Saugleistung sieht es dann schon besser aus. Hier bietet der RoboVac X8 Hybrid eine Twin-Turbo-Düse mit 2x 2.000 Pa. Damit ist er aktuell ganz gut dabei und entfernt mit seiner Kombibürste (mit weichen Borsten und Gummilamellen) auch wirklich den meisten Staub oder Dreck. Dies schafft er laut eufy bis zu 180 Minuten am Stück (bzw. bis zu 140 Minuten Wischen), wobei dies für die geringste Saugleistung gilt. Bei einer höheren Leistung sinkt die Laufzeit entsprechend. Ich kam im Durchschnitt aber schon auf rund 150 Minuten, was ich sehr gut finde. Sollte er in der Zeit übrigens nicht mit der kompletten Reinigung fertig sein, lässt sich über die App einstellen, dass er die Reinigung nach dem Aufladen (was in etwa 4 bis 5 Stunden dauert) fortsetzt.

Kommen wir zur Einrichtung, die über die eufy Home-App erfolgt (HomeKit-Support gibt es wie bei jedem Saug- und Wischroboter bisher nicht, das Apple dies noch nicht ermöglicht). Das finde ich um es direkt vorweg zu sagen ein wenig schade, da die HomeKit-Kameras von eufy über die eufy Security-App laufen. Eine App für alle Geräte wäre einfacher. Immerhin könnt ihr euch aber mit der selben Email anmelden oder müsst euch, falls ihr es noch nicht habt, einen Account anlegen. Anschließend fügt ihr ein neues Gerät hinzu, wählt die Kategorie Sauroboter und bekommt dort auch schon den RoboVac X8 Hybrid angezeigt. Danach heißt es nur noch WLAN-Daten eingeben und schon wird der RoboVac eurem Zuhause hinzugefügt.

Während des ersten Reinigungsvorgang wird dann die virtuelle Karte erstellt. In dieser könnt ihr anschließend die Räume benennen (um ihn bei Bedarf auch nur in bestimmten Räumen saugen/wischen zu lassen) sowie No-Go und Nicht-Wischen Zonen einrichten.

Ansonsten habt ihr in der App noch die Möglichkeit, die Sprache auszuwählen (damit der Roboter seine Ansagen auch auf deutsch macht), die Reinigungsstärke einzustellen (in 4 Stufen), einen Boost-Modus bei Erkennung eines Teppichs zu aktivieren, Zeitpläne zu erstellen, den Reinigungsverlauf einzusehen, das Fortsetzen der Reinigung nach dem Aufladen ein bzw. auszuschalten, eine virtuelle Fernbedienung für die manuelle Steuerung aufzurufen, den Abnutzungsgrad der einzelnen Teile wie Filter oder Bürsten einzusehen und zu guter Letzt natürlich auch Firmware-Updates zu laden.

Wie immer könnt ihr die Steuerung aber auch wieder direkt am Gerät vornehmen. Hier bietet er drei Tasten, um den Reinigungsvorgang zu starten/zu beenden, eine quadratische Fläche um sich herum zu reinigen und um zur Station zurück zu kehren. Außerdem könnt ihr durch drücken aller Tasten (10 Sekunden) auch das WLAN-Signal Ein- oder Ausschalten.

Die Reinigung (die euch in der App durch weiße Linien in der Karte angezeigt wird) erledigt der RoboVac X8 Hybrid meiner Meinung nach sehr gut (mal abgesehen von der durchschnittlichen Wischfunktion, mit der aber fast jeder nicht speziell aufs Wischen ausgelegte Roboter Probleme hat). Zuerst fährt er dabei die Ränder ab und teilt den Raum anschließend in verschiedene Zonen ein, die er danach in Bahnen abfährt. Auch die Navigation (dank Laser-Navigation sowohl im Hellen wie auch im Dunkeln) gefiel mir gut und er hat sich nirgendwo festgefahren.

Prinzipiell gibt es also von meiner Seite her nichts zu meckern, wäre da nicht der Preis. Wie eingangs erwähnt, hatte ich euch ja vor Kurzem den Dreame Bot L10 Pro vorgestellt. Dieser bietet fast identisch Eigenschaften und Funktionen, ist preislich aber eine ganze Ecke günstiger. Von daher würde ich zur UVP von 549,99 Euro nicht beim eufy RoboVac X8 Hybrid (Amazon-Link) zugreifen. Anders sieht es aber aktuell aus, wo ihr zum Beispiel bei Amazon einen 100 Euro Rabattgutschein aktivieren könnt und dann mit 449,99 Euro nicht mehr ganz so viel zahlt. Das kann man dann schon wieder machen, denn man bekommt ihr nicht das Maß der Dinge in Sachen Saugroboter, aber man bekommt ein sehr gutes Modell mit sehr guter Navigation, Saugleistung, App und der optionalen Wischfunktion. Wer auf letztre verzichten kann, für den gibt es übrigens auch den „einfachen“ RoboVac X8 (Amazon-Link), der auf den Wischzusatz verzichtet und mit 50 Euro nochmal eine Ecke preiswerter ist. Vielleicht ist dieser am Ende sogar insgesamt der bessere Deal.

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