REVIEW: Die Eve Cam HomeKit Secure Video-Kamera

Ich hab mir mal die Eve Cam mit HomeKit Secure Video-Support etwas genauer angesehen. Alles wissenswerte findet ihr hier.

In Sachen HomeKit Indoor-Kameras ist die Auswahl mittlerweile ja recht groß geworden und von preiswerten Modellen wie der 39,99 Euro teuren eufy Indoor Cam 2K bis hin zu sehr teuren Modellen wie der 349 Euro teuren Zorachka Homam ist von allem etwas dabei. Ich hab mir jetzt mal die von Eve Systems angebotene Eve Cam (Amazon-Link) angesehen, die meiner Meinung nach mit einem klaren Vorteil gegenüber den meisten Modellen daher kommt, doch wie immer der Reihe nach.

Zuerst gehts mal wieder um den Lieferumfang, der aus der in schwarz gehaltenen Eve Cam, einem Netzteil mit USB-A-Anschluss, einem 2,20m USB-A auf Micro-USB-Kabel (USB-C wäre schöner gewesen) einer Metallplatte zum magnetischen befestigen der Eve Cam (der Fuß der Kamera ist magnetisch) und dem üblichen Papierkram besteht.

Optisch macht die Eve Cam verglichen mit der eufy Indoor Cam 2K schon etwas mehr her, wirklich besonders ist sie jetzt aber auch nicht. Außerdem kann die aus Kunststoff gefertigte Kamera auch nur per Hand im Winkel und in der Richtung angepasst werden. Das ist für den doch gehobenen Preis ein bisschen wenig.

Bei der Einbindung setzt man bei Eve auf das 2,4 GHz wie auch 5 GHz-Netz. Außerdem unterstützt man ausschließlich Apple HomeKit bzw. HomeKit Secure Video (iCloud-Abo notwendig). Letzteres hat zum Beispiel den Vorteil, dass man sich keinen eigenen Account anlegen muss oder es zur Speicherung der Videos keine eigene Cloud gibt. Man setzt hier also komplett auf Apple, dementsprechend sollte aber auch eine Steuerzentrale (bestenfalls HomePod oder Apple TV) vorhanden sein.

Das bedeutet auch, dass es bei der Einrichtung egal ist, ob ihr zur Home-App von Apple oder der kostenlosen Eve-App greift. In beiden Fällen öffnet sich das übliche Menü zur Einbindung eines HomeKit-Geräts. Danach heißt es lediglich Code scannen, der Kamera einen Namen geben, ihr einen Raum zuweisen und zu guter Letzt die Streaming-Einstellungen vornehmen. Danach ist sie auch schon einsatzbereit.

Zu den Streaming-Einstellungsmöglichkeit bei HomeKit Secure Video sei nochmal erwähnt, dass ihr hier zwischen den vier Modi „Aus“, „Aktivität entdecken“, „Stream“ und „Stream & Aufnahme erlauben“ wählen könnt. Über die Unterschiede hatte ich in der Vergangenheit schon informiert, nachfolgend gibt es aber nochmal den Screenshot mit den Details. Die Modi bei „Wenn zu Hause“ (also wenn ihr euch mit eurem iPhone zuhause befindet) und „Wenn abwesend“ sind die Selben.

Innerhalb der Home-App von Apple könnt ihr die HomeKit Secure Video Einstellungen dann ganz nach Belieben anpassen. Zudem habt ihr hier die Möglichkeit, euch den Live-Stream (1080p, 150° Sichtfeld) anzuzeigen, auf eure Aufnahmen zuzugreifen, per Zwei-Wege-Kommunikation mit Personen vor der Kamera zu kommunizieren, die Gesichtserkennung zu aktivieren, Aktivitätszonen einzurichten und die Beleuchtung an der Kamera (Statuslichter und Nachtsichtbeleuchtung) ein- bzw. auszuschalten. Außerdem lässt sich die Kamera sowie der integrierte Bewegungsmelder für Automationen und Co. nutzen.

Die Eve-App bietet euch darüber hinaus noch die Möglichkeit, die Empfindlichkeit des Bewegungsmelders, die Dauer oder auch die Ausrichtung der Kamera einzustellen. Wer sie zum Beispiel kopfüber anbringt, kann hier dann dafür sorgen dass das Bild trotzdem korrekt angezeigt wird.

Funktionstechnisch kann ich mich bisher nicht über die Eve Cam (Amazon-Link) beklagen und sie läuft jetzt schon seit mehreren Monaten einwandfrei und ohne Probleme. Mich persönlich hat sie also überzeugt, besonders weil sie auch ausschließlich auf Apple HomeKit bzw. HomeKit Secure Video setzt. Dadurch erspare ich mir den Account bei anderen Anbietern.

Einen kleinen Haken hat die Sache aber trotzdem, denn der aktuelle von Preis von 119,95 Euro ist für das gebotene dann doch wieder recht hoch. Die eufy Indoor Cam 2K (Amazon-Link) kostet gerade mal ein Drittel und das Pan & Tilt Modell (Amazon-Link), welches sich per App ausrichten lässt, ist ebenfalls für weniger als die Hälfte zu haben. Andere Kameras in einem ähnlichen Preissegment bieten dann zum Beispiel noch einen integrierten Zigbee Hub und Gestenerkennung, wie die Aqara G3 (Amazon-Link). Alles in allem also eine Frage der eigenen Nutzung und der Größe des Sparschweins, welches Modell man sich zulegen sollte. Schlecht ist die Eve Cam auf keinen Fall und über die Vor- und Nachteile wisst ihr jetzt Bescheid, ob ich sie mir aber nochmal kaufen würde (ich hab sie selber gekauft, es gab hier keine Produktstellung), weiß ich nicht.

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