REVIEW: Die SwitchBot Smarthome-Geräte ausprobiert

Ich habe mir mal mehrere der Smart Home-Geräte von SwitchBot angesehen und möchte euch heute noch kurz verraten, was diese so bieten.

Vor einigen Wochen kam SwitchBot auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, ein paar der angebotenen Smart Home-Geräte auszuprobieren. Auch wenn diese (offiziell) nicht HomeKit-kompatibel sind, habe ich dies einmal gemacht und nachdem die Geräte nun schon längere Zeit bei mir sind möchte ich euch heute einmal erzählen, was ihr von diesen erwarten könnt.

Beginnen wir erst einmal bei der Übersicht, welche Produkte ich mit freundlicher Unterstützung von SwitchBot testen durfte. Dazu gehören:

  • SwitchBot Hub Mini (dient als Bridge für alle Geräte, um diese zum Beispiel auch aus der Ferne steuern zu können und um Automationen, Kurzbefehle und Co. einzurichten. 35,00 Euro, Amazon-Link)
  • SwitchBot Bot (Kippschalter, der physische Tasten auslösen kann. 29,99 Euro, Amazon-Link)
  • SwitchBot Motion Sensor (Bewegungsmelder. 29,99 Euro, Amazon-Link)
  • SwitchBot Contact Sensor (Kontaktsensor. 29,99 Euro, Amazon-Link)
  • SwitchBot Thermo-Hygromter (Temperatur- und Luftfeuchtigkeit-Sensor. 19,00 Euro, Amazon-Link)

Auch wenn sich die Geräte wie zum Beispiel der Kippschalter dank Bluetooth-Support komplett ohne den Hub nutzen lassen, ist die Anschaffung von Letzterem von Vorteil. Ohne diesen ist zum Beispiel die Steuerung aus der Ferne, die Nutzung von Sprachassistenten (Alexa, Google und Siri über die Kurzbefehle-App) und auch die Einrichtung von Automationen nicht möglich. Von daher hat auch die Einrichtung bei mir mit dem Hub Mini begonnen.

Der Hub mini muss dazu einfach mit dem beiliegenden Mikro-USB auf USB-A-Kabel mit dem Strom verbunden werden. Anschließend lässt er sich über die SwitchBot-App nach einem fast üblichen Einrichtungsprozess (Plus-Symbol anklicken, Hub mini auswählen, WLAN (2,4 GHz) freigeben) hinzufügen. Danach ist er quasi schon einsatzbereit und bietet neben der Verbindung der SwitchBot-Geräte außerdem auch die Möglichkeit, Fernbedienungen per Infrarot zu verbinden um so zum Beispiel den eigenen Fernseher per App zu steuern.

Nach und nach habe ich dann im Anschluss die weiteren Geräte hinzugefügt. Besonderheiten gab es dabei keine und ich denke, beim Bewegungsmelder, Kontaktmelder und Thermo-Hygrometer muss ich auch nicht mehr groß auf die Funktionsweise eingehen. Deswegen kurz Zusammengefasst: Der Bewegungsmelder erkennt Bewegungen (und Lichtwechsel), der aus zwei Teilen bestehende Kontaktsensor informiert über den „Offen“ oder „Geschlossen“ Zustand (zum Beispiel von Türen, Fenstern, Schränken & Co) und das Thermo-Hygrometer liefert die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit (mit Display). Abweichungen beim Thermo-Hygrometer zu meinen anderen HomeKit-Temperatur- und Luftfeuchtigkeit-Sensoren, wie zum Beispiel dem QingPing Air Monitor Lite, gab es dabei nur minimal.

Ein wenig interessanter wird das Set dann beim SwitchBot Bot, sprich dem Kippschalter. Dieser ist – zumindest soweit ich weiß – bisher in seiner Art einzigartig.

Beim Kippschalter handelt es sich um ein smartes Gerät, welches dank eines eingebauten Hakens physische Schalter umlegen kann. Es lässt sich zum Beispiel an einen Lichtschalter klemmen und kann diesen dann mit dem Haken auslösen. Dank eines kleinen Klebepads ist es auch möglich, den Lichtschalter wieder auszuschalten, in dem man das Klebepad am Schalter und in dem kleinen Loch des Haken vom Kippschalter befestigt und ihn beim Ausschalten daran ziehen lässt. In der App lässt sich der entsprechende Modus auswählen.

Schade ist lediglich, dass keines der Geräte (auch nicht der Hub) über HomeKit-Support verfügen. Statt aber wie manch andere Smarthome-Geräte Hersteller unter iOS lediglich auf eine App zu setzen und nur Alexa und den Google Assistenten zu unterstützten, hat man bei SwitchBot eine einfache Möglichkeit integriert, die Geräte über Kurzbefehle per Siri zu steuern und zu automatisieren. Das läuft dann wie folgt:

  1. Ihr wählt das Geräte in der App aus
  2. Öffnet die Einstellungen
  3. Wählt Kurzbefehle festlegen
  4. Sucht euch aus was ihr machen wollt
  5. Erstellt euren eigenen Sprachbefehl (entweder per Texteingabe oder durch Einsprechen)

Bei den Geräten stehen die folgenden Sprachbefehle zur Verfügung:

  • Kontaktsensor: Offen / Geschlossen abfragen
  • Bewegungsmelder: Erkannte Bewegung abfragen
  • Thermo-Hygromter: Temperatur und Luftfeuchtigkeit abfragen
  • SwitchBot: ein- und ausschalten

Darüber hinaus liefert die App neben ein paar weiteren Einstellungsmöglichkeiten und den Firmware-Updates noch eine Historie, in der die gemessen Daten, die Auslösungen usw. eingesehen werden können.

Festzuhalten bleibt am Ende, dass alle Geräte sehr gut funktionieren und teilweise auch noch verhältnismäßig preiswert sind, wenn man sie mit manchen HomeKit-Geräten vergleicht. Hier liegt aber auch der Haken, denn HomeKit-Support gibt es nicht und eine Automation mit anderen HomeKit-Geräten ist nur über den Umweg mit der Kurzbefehle-App möglich. Auch eine Sprachsteuerung per Siri funktioniert nur mit Hilfe der Kurzbefehle. Immerhin ist das aber ziemlich einfach einzustellen und aufgrund des Kippschalters (den es so nicht als HomeKit-Gerät gibt) sowie des guten Hubs (der nicht nur als Hub dient, sondern auch euren Fernseher per Infrarot steuern kann), gibt es auch Argumente, die für einen Kauf sprechen.

Letztendlich müsst ihr euch daher überlegen, ob ihr mit dem Kippschalter und Hub etwas anfangen könnt. Für die anderen Produkte gibt es zwar etwas teureren, aber dafür mindestens gleichwertigen Ersatz mit direktem HomeKit-Support. Sie lohnen sich also meiner Meinung nach nur, wenn ihr komplett auf die SwitchBot-Produkte setzen wollt. Letzteres wäre übrigens in einem großen Umfang möglich, denn neben den von mir vorgestellten Produkten hat SwitchBot zum Beispiel auch noch eine eigene Kamera und Geräte wie einen Luftreiniger oder einem Vorhang-Motor im Programm. Alle Produkte findet ihr unter anderem direkt bei SwitchBot oder im SwitchBot-Shop bei Amazon (Amazon-Link).

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