REVIEW: Dreame Z10 Pro Saugroboter mit Absaugstation

Seit einiger Zeit hab ich den Dreame Z10 Pro inklusive der Absaugstation bei mir Zuhause. Wenn es euch interessiert, erfahrt ihr hier was ich davon halte.

Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich euch vor ein paar Monaten den Dreame L10 Pro Saug- und Wischroboter in einem Testbericht vorgestellt hatte. Von diesem war ich so angetan, dass ich ihn auch zu meinem regelmäßig eingesetzten Saugroboter gemacht habe. Dann kam Dreame mit dem Vorschlag auf mich zu, auch einmal das Z10 Pro Modell (Amazon-Link) zu testen. Um es vorweg zu nehmen, mittlerweile ist dieser mein Haupt-Saug- und Wischroboter. Doch der Reihe nach.

Zum Lieferumfang des Dreame Z10 Pro gehört neben dem Saugroboter (inklusive Seitenbürste, Wischaufsatz und Wischtüchern) außerdem noch die Absaugstation inklusive zweier passender Müllbeutel und die Gebrauchsanweisung. Das war es dann auch schon.

Die Einrichtung des Roboters erfolgt über die Xiaomi-App (Dreame ist ein Unternehmen aus dem Xiaomi-Netzwerk). Die Vorgehensweise ist hier genau die Selbe, wie ich sie auch schon im Testbericht vom Dreame L10 Pro beschrieben habe. Von daher möchte ich mich heute selber zitieren, denn damals schrieb ich: „Die Einrichtung ist schnell erledigt. Ihr ladet euch zuerst die Xiaomi Home-App aus dem AppStore herunter und legt dort einen Account an (wenn ihr es noch nicht habt). Anschließend stellt ihr den Saugroboter auf die Ladestation (die bestenfalls 0,5m freie Fläche nach links und recht sowie 1,5m nach vorne bieten sollte) und fügt in der App über den Plus-Button ein neues Gerät (Roboter-Staubsauger -> Dreame Bot L10 Pro) hinzu. Nachdem ihr dann noch eure WLAN-Zugangsdaten hinterlegt habt, ist die Einrichtung auch schon erledigt.“ Ersetzt einfach L10 durch Z10 und die Ladestation durch die Absaugstation und schon wisst ihr, wie der Dreame Z10 Pro eingerichtet wird.

In Sachen Features und Funktionen kann ich euch dann quasi auch wieder meinen Text vom Testbericht des L10 Pro kopieren, denn beim Saugroboter selber handelt es fast um das selbe Modell wie beim L10 Pro. Die Unterschiede liegen lediglich in der Farbe, den zwei kleinen Löchern im Boden des Z10 Pro (über den der Inhalt des Staubbehälters in die Absaugstation gesogen wird) sowie in dem etwas kleineren Staub- und Wasserbehälter des Z10 Pro (Staubbehälter 400ml gegenüber 570ml beim L10 Pro, Wasserbehälter 150ml gegenüber 270ml beim L10 Pro). Damit kann man aber leben, denn beim Z10 Pro gibt es ja die Absaugstation. Dank dieser muss man sich dann dennoch seltener um das Entsorgen des Staubs kümmern.

Im Prinzip bedeutet das aber, ihr bekommt beim Z10 Pro einen 3,2 kg schweren Saugroboter mit 35cm Durchmesser und einer Höhe von 9,7cm inkl. Turm mit dem LIDAR-Sensor, der zusammen mit den weiteren Sensoren zur Navigation dient und eine 3D-Hindernisserkennung ermöglicht. Zu letzterer sei kurz gesagt, dass der Dreame Z10 Pro seine Umgebung in einem Radius von 8 Metern scannt und dabei unter anderem auch Schuhe und Stromkabel dreidimensional erfasst. Das klappt in der Regel auch sehr gut, aber nicht immer perfekt.

Was hingegen immer sehr gut klappt, ist die Navigation, denn dank des LIDAR-Sensors eckt der Roboter so gut wie gar nicht an, reinigt jeden Bereich und ihm sind auch die Lichtverhältnisse egal. Dank des LIDAR-Sensors weiß er immer genau wo er ist.

Über die Xiaomi-App lässt sich der Z10 Pro dann perfekt einrichten. Ihr könnt hier zum Beispiel für mehrere Etagen Karten anlegen und in diesen Räume markieren (um ihn bei Bedarf nur dort saugen oder wischen zu lassen) oder virtuelle Wände, No-Go-Zonen und Nicht-Wischen-Bereiche eintragen.

Darüber hinaus könnt ihr in der App eine deutsche Sprachdatei laden (damit der Dreame Z10 Pro seine Ansagen auf deutsch macht), die Saugleistung und Wasserdurchflussraten einstellen (in mehreren Stufen), einen Teppich-Boost aktivieren (dieser erhöht die Saugkraft auf die maximale Leistung, wenn der Dreame Z10 Pro über einen Teppich fährt), Zeitpläne erstellen (für jeden Raum einzeln), das Fortsetzen der Reinigung nach dem Aufladen ein- bzw. ausschalten, eine virtuelle Fernbedienung aufrufen (zur manuellen Steuerung) und zu guter Letzt auch Firmware-Updates laden (dazu muss der Dreame Z10 Pro in der Absaugstation stehen). Außerdem gibt es noch eine Übersicht der einzelnen Teile wie Filter, Seitenbürste, Hauptbürste usw., in der die ungefähre Abnutzung angezeigt wird. Dadurch wisst ihr in etwa, wann ihr die Teile austauschen oder reinigen solltet.

Bezüglich der Absaugstation, die im übrigen 4L(1gal) Staubbeutel benötigt (werden ganz einfach festgeklemmt und können schnell entnommen werden, 10er Pack für 29,98 Euro; Amazon-Link), könnt ihr in der App noch einstellen, ob diese nach einem, zwei oder drei Saugvorgängen den Staub und Dreck aus dem Roboter heraus saugen soll. Wenn sie den Dreck absaugt, ist sie für einen kurzen Moment sehr laut. In der Nacht würde ich also drauf verzichten und auch am Tag, könnte es euer Nachbar hören (bei Wohnungen nebeneinander auf jeden Fall). Zum Glück dauert das Absaugen aber auch wirklich nicht lange und war in der Regel in unter einer Minute erledigt.

Wer sein iPhone gerade mal nicht zur Hand hat, der kann den Dreame LZ0 Pro natürlich auch wieder direkt am Gerät steuern. Dazu besitzt er drei Tasten (Viereck, Power, Haus) auf der Oberseite. Über den Viereck-Button reinigt der Roboter gezielt einen 1,5 x 1,5m großen Bereich um sich herum. Der Power-Button dient dem ein und ausschalten bzw. starten und stoppen und über einen Druck auf das Haus-Symbol fährt er zu seiner Ladestation zurück. Wer den Dreame Z10 Pro mal auf Werkseinstellungen zurücksetzen muss, der macht das außerdem durch einen gleichzeitigen Druck auf die Power- und Haus-Taste.

Insgesamt unterscheidet sich der Dreame Z10 Pro also nicht groß vom L10 Pro Modell, wäre da nicht die Absaugstation. Und ich muss sagen, diese hat es mir angetan. Bisher hatte ich noch keinen Saugroboter mit Absaugstation, möchte letztere nach einem Test aber nicht mehr missen, denn sie sorgt am Ende dafür, dass man noch weniger Arbeit hat. Genau so soll es bei smarten Geräten ja sein und je mehr Arbeit die Geräte übernehmen, desto besser für den Nutzer.

In Sachen Saugleistung (bis zu 4.000 Pascal), Laufzeit (bis zu 150 Minuten) und Navigation war ich ja bereits vom L10 Pro begeistert, von daher gibt es auch hier nichts zu meckern denn alles funktioniert genau so gut. Die Wischleistung ist jedoch wie bei allen Robotern die auf ein Wischtuch setzen und dieses einfach nur über den Boden ziehen, nicht die Beste. Wer darauf mehr Wert legt, sollte vielleicht lieber zum Dreame W10 Pro (Amazon-Link) greifen.

Letztendlich würde ich bei den Saugrobotern aber sagen, wenn es möglich ist, legt ein bisschen mehr Geld auf den Tisch und kauft euch den Z10 Pro (aktuell im Angebot für 449,99 Euro; UVP: 529,99 Euro; Amazon-Link) anstelle des L10 Pro (389,99 Euro, Amazon-Link), denn der Saugroboter an sich ist für seinen verhältnismäßigen niedrigen Preis schon wirklich sehr gut und kann es teils locker mit teureren Modellen auf. Von daher ist es egal welches Dreame-Modell ihr gut findet, beide Modelle sind eine gute Wahl. Die Absaugstation ist aber nochmal ein kleines Highlight, welches den höheren Preis auch rechtfertigt. Von daher würde ich den Aufpreis zahlen, denn aktuell sind es ja auch nur 60 Euro. Außerdem bekommt ihr beim Z10 Pro auch wieder Support für Siri-Kurzbefehle und könnt ihn trotz fehlendem HomeKit-Support (den es bei Saugrobotern bis heute dank Apple nicht gibt), immerhin die Möglichkeit ihn auch per Siri zu steuern. Die notwendigen Kurzbefehle lassen sich schnell und einfach einrichten. Wie das geht, hab ich euch hier aufgeschrieben.

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