REVIEW: Der Sensibo Pure HomeKit-Luftreiniger

Lange habe ich drauf gewartet, jetzt konnte ich mit dem Sensibo Pure endlich mal einen Luftreiniger mit HomeKit-Support ausprobieren. Was dieser bietet, erfahrt ihr hier.

Auch wenn es mittlerweile sehr viele Produktkategorien innerhalb von HomeKit gibt, sind mit HomeKit-kompatible Luftreiniger eher noch selten. Dabei ist die Luftreinigung gerade in geschlossenen Räumen, wo Schmutzpartikel in der Luft nicht durch Regen oder andere natürliche Ereignisse beseitigt werden, wirklich nützlich. Aus diesem Grund möchte ich euch heute den Sensibo Pure (189 Euro; Amazon-Link) Luftreiniger vorstellen, der eben nicht nur eure Luft reinigt, sondern auch über smarte Funktionen und HomeKit-Support verfügt.

Bevor wir zur Einrichtung und den Funktionen kommen, schauen wir uns aber wie üblich erst einmal den Lieferumfang an. Neben dem 38,8 cm großen und im Durchmesser 19,5 cm dicken Luftreiniger, der aus drei Teilen besteht (Boden, Filter, Deckel), liegt dem Paket noch ein Netzteil mit direkt angebrachtem Stromkabel und die Gebrauchsanweisung bei.

Das Design des zylinderförmigen Luftreinigers, der aus weißem Kunststoff mit einer leicht zu reinigenden matten Oberfläche besteht, wirkt auf mich ziemlich modern und ansprechend.

Auch die Details sind stimmig und so fallen die rundum angebrachten kreisförmigen Löcher, die zum Ansaugen der verschmutzen Luft dienen, optisch nicht negativ auf. Hier kurz aber auch ein Hinweis, denn da die Ansauglöcher rundum angebracht sind, sollte man den Luftreiniger während der Anwendung bestenfalls so aufstellen, dass er von allen Seiten Luft ansaugen kann. Ihn direkt vor einer Wand zu platzieren, ist also nicht unbedingt sinnvoll.

Zu guter Letzt fällt äußerlich dann noch das gräuliche und dreigeteilte Lüftungsgitter auf der Oberseite auf, über das die gereinigte Luft relativ gleichmäßig im Raum verteilt wird.

Gesteuert werden kann der Sensibo Pure über die am Luftreiniger befindlichen Tasten oder per App bzw. HomeKit. Bevor ich zu letzterem komme kurz eine Info bezüglich der Tasten am Gerät. Hier könnt ihr den Luftreiniger ein-/ausschalten, die Reinigungsleistung bzw. Lüftergeschwindigkeit in drei Stufen einstellen (Niedrig, hoch, automatisch – letztere passt die Leistung an die gemessene Luftqualität an) und einen Timer (4 bzw. 8 Stunden) aktivieren. Außerdem gibt es hier auch noch einen LED-Leuchtstreifen, der sich unterhalb der Tasten befindet und seine Farbe von blau (gut) bis rot (schlecht) anpasst, je nachdem welche Werte der integrierte Sensor zur Luftqualität misst.

Wer auf alle Features des Sensibo Pure zurückgreifen möchte, der sollte diesen in die Sensibo-App einbinden. Dafür ladet ihr euch erst einmal die kostenlose App aus dem AppStore herunter und legt euch wie üblich einen Account an. Anschließend fügt ihr auf der Startseite ein neues Gerät hinzu, wählt den Sensibo Pure (der direkt per Bluetooth gefunden werden sollte) aus der Liste aus und befolgt die kurze Anleitung, bei dem ihr ihn unter anderem mit dem WLAN verbindet. Wichtig zu wissen: Die App bietet zwar verschiedenen Sprachoptionen (englisch, italienisch, niederländisch, spanisch, französisch, dänisch usw.), deutsch ist jedoch nicht darunter.

Ist der Sensibo Pure hinzugefügt, werden euch anschließend direkt ein paar Einstellungsmöglichkeiten offeriert, die ihr aber auch später innerhalb der App vornehmen könnt. Letztere ist dabei recht einfach aufgebaut, wobei man sich kurz an die Aufteilungen und Übersicht gewöhnen muss. Ihr habt in der App eine Startseite, auf der euch der Sensibo Pure und die aktuelle Luftqualität angezeigt wird. Dort könnt ihr ihn auch direkt aktivieren. Klickt ihr auf das Gerät, öffnet sich eine Detailseite, wo ihr ebenfalls auf die Steuerung zugreifen könnt (Gerät einschalten, Modus wählen und Licht einschalten/dimmen). Darüber hinaus könnt ihr hier auch Grafiken zur Nutzung einsehen (jedoch nur das Nutzungsverhalten des Tages, wer auf wöchentliche oder monatliche Infos zurückgreifen möchte wird zum Abschluss eines Abos für 4,99€/Monat bzw. 2,49€/Monat bei einem 12-Monats-Abo gebeten) und schauen, in welchem Zustand der Filter ist (wird in Prozent angegeben).

Weiterhin könnt ihr bei den Gerätedetails nochmal ein Einstellungsmenü aufrufen, in welchem sich zum Beispiel die Einstellungen der „Pure Boost“-Funktion vornehmen lassen. Mit dieser könnt ihr die Sensitivität des Luftreinigers einstellen und die auch per Tastendruck automatisch Leistungsanspassung je nach Luftqualität aktivieren. Außerdem könnt ihr hier auch eine Geolokalisierung aktivieren, dank der die Luftreinigung abhängig von eurem Standort erfolgt, oder ein Gerät zur Klimaanlagensteuerung, wie zum Beispiel den Sensibo AC Controller, mit dem Luftreiniger verbinden.

Zu guter Letzt findet ihr in den Einstellungen dann auch noch die Möglichkeit, den Luftreiniger in euer HomeKit-System zu integrieren. Öffnet ihr das entsprechende Menü, wird euch ein Code zum Scannen und auch ein Zahlencode zum manuellen Hinzufügen angezeigt. Anschließend heißt es also nur kurz die Home-App öffnen, ein neues Gerät hinzufügen und den Code scannen oder eingeben.

Beim Hinzufügen wird übrigens nicht nur der Luftreiniger hinzugefügt, denn der Luftreiniger kommt ja zusammen mit einem Sensor zur Erkennung der Luftqualität, welcher ebenfalls innerhalb von HomeKit genutzt werden kann. Im Prinzip bekommt ihr also zwei Geräte in einem. Die LED-Beleuchtung lässt sich hingegen nicht per HomeKit ein- und ausschalten.

Bezüglich der Steuerungsmöglichkeiten bekommt ihr beim Luftreiniger einen Ein- und Ausschalt-Button, die Möglichkeit die Stärke einzustellen und ihn mit anderen HomeKit-Geräten zu automatisieren. Der Sensor zur Lufqualitätsmessung zeigt euch wie erwartet die Luftqualität an und kann natürlich auch in Automationen eingebunden werden. Was man jedoch beachten sollte ist, dass die Luftqualität immer erst gemessen wird, wenn man den Luftreiniger auch einschaltet. Von daher ist der Sensor nicht ganz so interessant und man kann den Luftreiniger besser mit einem externen Sensor der dauerhaft eingeschaltet ist verbinden, wie zum Beispiel dem Modell von QingPing (Testbericht) oder dem Onvis Smart Motion Sensor (Testbericht).

Bevor ich zu meinem Fazit komme dann noch kurz etwas zu den technischen Details. Der Sensibo Pure ist laut Hersteller für Räume mit bis zu 16 Quadratmeter (mit PureBoost bis zu 27 Quadratmeter) geeignet. Die maximale Lautstärke im Betrieb liegt bei etwa 53 dB. Der integrierte Filter ist ein Komplett-Filter und besteht aus Vorfilter (entfernt Staub, Tierhaare und ähnliche grobe Verunreinigungen), HEPA-Filter (entfernt 99,9% aller Partikel bis zu 0,1 Mikrometer Durchmesser) und Aktivkohlefilter (entfernt Chemikalien und Gerüche). Das hat seine Vorteile, sorgt aber leider auch dafür, dass man ihn komplett ersetzen muss wenn nur ein Teil des Filters nicht mehr zuverlässig arbeiten sollte. Ersatzfilter (Amazon-Link, Sensibo-Link) liegen aktuell bei 34,24 Euro, können aber auch per Abo halbjährlich automatisch zugestellt werden. Hierfür zahlt man direkt bei Sensibo 4,67 Euro pro Monat (bei jährlicher Zahlung).

So, jetzt wisst ihr eigentlich fast alles über den Sensibo Pure, außer, wie er denn letztendlich wirkt. Hierfür habe ich zwei Kriterien, und zwar einmal meine HomeKit-Sensoren zur Luftqualität und mein persönliches Empfinden. In beiden Fällen, hat er überzeugt. Da ich leider immer noch Raucher bin, war es auch gar nicht so schwer das festzustellen, denn bereits nach einer Zigarette und der damit verbundenen Luftverschmutzung fingen die Sensoren an, die Raumluft als schlecht anzugeben. Schaltete ich danach den Sensibo Pure ein, wurde die Qualitätsangabe stetig besser bis sie am Ende sehr gut war. Ich selber habe das ebenfalls so wahrgenommen und neben dem leichten Luftzug des Luftreinigers eine klarerer Luft festgestellt, in der es sich wieder besser Atmen lies.

Insgesamt finde ich den Sensibo Pure (Amazon-Link, Sensibo-Link) also durchaus gelungen, auch wenn man die App vielleicht hier und da noch etwas verbessern könnte. Letztendlich bin ich aber froh, einen HomeKit-Luftreiniger nutzen zu können, der hier und da doch einmal für frischere und angenehmere Luft sorgt und den ich jederzeit ganz einfach per Siri einschalten kann.

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