REVIEW: Bosch Twinguard und Rauchmelder mit HomeKit

Wie versprochen gibt es diese Woche dann auch noch Teil 2 des Bosch Smart Home Reviews. Diesmal geht es um den Twinguard und den Rauchmelder.

In der vergangenen Woche hatte ich in Teil 1 des Bosch Smart Home Reviews über den Smart Home Controller (der auch als HomeKit-Bridge dient), den Bewegungsmelder und den Tür- und Fenster-Kontaktsensor informiert. Diese waren zwar funktionell überzeugend, haben mich ansonsten aber nicht vom Hocker gerissen und wären für mich kein Grund, unbedingt auf das Bosch Smart Home-System zu setzen. Das es aber doch gute Grüne für das Bosch Smart Home-System gibt, zeigen die beiden heutigen Testprodukte, und zwar der Twinguard (Amazon-Link) und der Rauchmelder (Amazon-Link).

Kommen wir zuerst wieder kurz zum Lieferumfang. Der Rauchmelder kommt mit einer bereits integrierten Lithium-Ionen Batterie mit einer Lebenszeit von bis zu 10 Jahren. Die Batterie lässt sich nicht austauschen, weswegen ihr den Rauchmelder nach 10 Jahren ersetzten müsst. Dies sollte man aber prinzipiell bei allen Rauchmeldern machen.

Darüber hinaus umfasst der Lieferumfang noch eine passende Montageplatte inklusive Schrauben und Dübel, eine Klebefläche (falls ihr den Rauchmelder lieber ankleben als anschrauben wollt) sowie den üblichen Papierkram.

Der Twinguard, bei dem es sich um einen Mehrfachsensor inklusive Rauchmelderfunktion handelt, kommt mit sechs zum Betrieb notwendigen AA-Batterien sowie ebenfalls einer Montageplatte inklusive Schrauben und Dübel und der Gebrauchsanweisung (letztere fehlte bei mir, da ich ein Testpaket von Bosch bekommen habe, welches wohl vorher schon bei jemand anderem war der vergessen hat, die Gebrauchsanweisung wieder ins Paket zu packen).

Qualitativ würde ich sagen, ist der Rauchmelder ein handelsüblicher Rauchmelder, der jedoch aufgrund seiner smarten Funktionen zu etwas besonderem wird. Der Twinguard hingegen ist das erste Produkt von Bosch, bei dem ich mir gedacht habe, dass dieser die Qualität auch äußerlich zeigt, die man von Bosch erwartet. Im Gegensatz zu den anderen Produkten ist er nämlich auf Hochglanz poliert und fühlt sich wertiger an. Außerdem bietet er mit einer integrierten LED-Beleuchtung, die zum Beispiel bei der Erkennung von Rauch in Rot leuchtet, ein kleines optisches Feature.

Die Einrichtung der Geräte erfolgt wieder über die Bosch Smart Home-App, die ich euch beim ersten Test schon beschrieben habe. Hier müsst ihr also lediglich über das Menü das jeweilige Produkt hinzufügen, den QR-Code auf dem Gerät scannen und der Einrichtungsanleitung folgen.

Wie auch beim letzten Mal gesagt könnte man die Einrichtung etwas verkürzen, indem man nicht jeden Schritt erklärt sondern eine Möglichkeit zum Skippen der Einrichtungshinweise anbietet. Da smarte Rauchmelder aber vielleicht nicht so häufig zum Einsatz kommen, wie Kontaktsensoren oder Bewegungsmelder, sind die Hinweise schon hilfreich und man zieht die Einrichtung hier auch nicht so sehr in die Länge, wie zum Beispiel beim Bewegungsmelder.

Bezüglich der Funktionen gibt es eigentlich nicht viel zu vermelden. Der Rauchmelder ist ausschließlich zur Erkennung von Rauch zuständig und bietet darüber hinaus nur die Möglichkeit, mit anderen Geräten automatisiert zu werden. Zum Beispiel könnte man eine in die Bosch Smart Home-App integrierte Hue-Lampe aufleuchten lassen oder eine zusätzliche Sirene sowie weitere Rauchmelder verbinden, falls einem die integrierte Sirene mit einer Lautstärke von bis zu 85 dB bei 3m Entfernung zu wenig sind.

Beim Twinguard hat man die selben Möglichkeiten, da er eben auch ein Rauchmelder ist. Darüber hinaus bietet er aber noch einen integrierten Sensor zur Messung der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Auch diese lassen sich wieder für Automationen mit anderen Geräten nutzen. Zudem könnt ihr beim Twinguard in den Einstellungen noch Luftqualitätsprofile mit Grenzwerten festlegen, die Rauchsensitivität anpassen (Niedrig-Mittel-Hoch), einen etwas leiseren Voralarm und eine automatische Selbstdiagnose aktivieren.

Habt ihr den Smart Home Controller, der für den Einsatz des Rauchmelders und Twinguards zwingend notwendig ist, bereits in euer HomeKit-System eingebunden (siehe ersten Teil des Testberichts), tauchen beide Geräte automatisch auch in der Home-App auf. Der Rauchmelder als ein Gerät, der Twinguard als vier Geräte (Rauchmelder, Temperatursensor, Luftfeuchtigkeitsensor, Luftqualitätsensor). Anschließend besteht auch hier die Möglichkeit, die beiden Geräte mit anderen HomeKit-Geräten zu automatisieren. Außerdem könnt ihr natürlich die gemessenen Werte beim Twinguard einsehen oder per Siri abfragen. (Hinweis: Auf dem Bild sind die Twinguard-Geräte als nicht erreichbar zu sehen, das liegt an einem aktuellen HomeKit-Problem bei Bosch und tritt erst seit Kurzem auf. Bosch arbeitet bereits an der Behebung. Update: Das Problem lässt sich durch ein einfaches kurzes Trennen des Smart Home Controllers vom Strom beheben.)

Meiner Meinung nach haben beide Geräte bisher gut funktioniert, mit der gerade erwähnten Ausnahme. Bevor dieses Problem auftrat, lief aber alles reibungslos und eine Benachrichtigung per App sowie das akustische/optische Signal erfolgten schnell und zuverlässig (kleiner Test, es gab zum Glück keinen Brand bei mir). Auch die Sensoren im Twinguard scheinen (zumindest in der Bosch-App) korrekte Werte zu liefern, wenn ich sie mit meinen anderen Sensoren vergleiche. Bisher kam es außerdem noch nie dazu, dass ich den Sensor beim Twinguard zurücksetzen oder neu Kalibrieren musste, wie es zum Beispiel beim QingPing Air Monitor Lite hier und da der Fall ist.

Insgesamt bin ich daher schon zufrieden was den Rauchmelder und Twinguard angeht und gehe mal davon aus, dass Bosch die HomeKit-Probleme zeitnah wieder beheben wird. Bevorzugen würde ich bei den beiden Geräten aber auf jeden Fall den Twinguard, da dieser dank der Sensoren eben nicht nur ein HomeKit-Rauchmelder ist, sondern auch weitere Geräte ersetzen kann.

Preislich fällt beim Twinguard (Amazon-Link) dafür mit 105,82 Euro aber auch fast doppelt so viel an wie für den 56,99 Euro Rauchmelder (Amazon-Link). Dennoch finde ich, dass sich der Aufpreis lohnt, spart man sich hier doch den Kauf und die Einrichtung weiterer Sensoren. Aus diesem Grund macht für mich gerade der Twinguard einen sehr guten Grund aus, doch auf das Bosch Smart Home-System zu setzen. Insgesamt bekommt man bei diesem nämlich nicht nur einfache Standard-Geräte wie die in Teil 1 vorgestellten Kontaktsensoren oder Bewegungsmelder, sondern auch Heizkörper-Thermostate oder etwas spezielleres wie den Twinguard oder die Unterputz-Lösungen zur Licht- und Rollladensteuerung. Es ist also schon einiges dabei und wenn man dann noch die Produkte dazu zählt, die nicht über HomeKit-Support verfügen aber dennoch ins Bosch-System integriert werden können, wie zum Beispiel die neue Außensirene, wird das System immer umfangreicher und besser. Schön wäre natürlich, wenn noch mehr Bosch Smart Home-Geräte über HomeKit-Support verfügen würden damit man sie auch mit den anderen HomeKit-Geräten verbinden kann. Was aber nicht ist, kann ja noch werden, und selbst wenn nicht kann man hier und da auch zur Bosch-App greifen. Denn wie so üblich braucht man diese ja mindestens für die Firmware-Updates.

Kommentar verfassen