Die HomeKit-Neuerungen von iOS 16 & Co. (Update)

Gestern Abend hat Apple die neuesten Versionen seiner Betriebssysteme vorgestellt. Was diese in Sachen HomeKit an Neuerungen mit sich bringen, erfahrt ihr hier.

Gestern Abend um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist die WWDC22 (Worldwide Developers Conference) gestartet. Zu Beginn gab es dabei natürlich wieder die übliche Keynote, bei der Apple die neuen Versionen von iOS 16. & Co. erstmals der Öffentlichkeit präsentiert hat. Was sich mit den neuen Versionen in Sachen HomeKit verändert, habe ich euch nachfolgend einmal aufgelistet.

Überarbeitete Home-App
Allen voran hat Apple mit den neuen Betriebssystemen die Home-App verbessert und dieser ein frischeres Design spendiert, dank dem sie nun deutlich moderner und aufgeräumter wirkt als bisher. Auch die Sortierung der Startseite ist jetzt neu und listet nicht mehr nur die favorisierten Geräte (in anpassbaren Kachelgrößen), sondern sortiert diese ebenfalls nach Räumen und liefert direkt zu Beginn mehr Infos wie eine Klimaübersicht oder eine Info über laufende Lautsprecher und Fernseher. Auch die Darstellung von Kameras hat sich verändert, denn wer mehrere Kameras nutzt kann nun auf eine neue Ansicht zurückgreifen, in der bis zu vier Kamerabilder in der Größe von einem bisherigen Kamerabild angezeigt werden. Dadurch erhält der Nutzer eine schneller Übersicht. Zu guter Letzt verspricht Apple mit der neuen Home-App außerdem eine verbesserte Performance, bei der es auch bei sehr vielen HomeKit-Geräten nicht mehr zu Problemen kommen sollte.

Neue Widgets für den Sperrbildschirm
Mit iOS 16 führt Apple einen komplett überarbeiteten Sperrbildschirm ein, welcher jetzt auch die Möglichkeit bietet, Widgets anzuzeigen. Mit der neuen Home-App liefert Apple dann auch entsprechende Widgets, in denen zum Beispiel Temperaturen oder andere Sensor-Werte, der Status von Lampen, Türen usw. im Auge behalten werden können.

HomeKey-Schlüssel können geteilt werden
Mit iOS 15 hat Apple im vergangenen Jahr das neue HomeKey-Feature vorgestellt, mit dem sich kompatible Türschlösser per NFC mit dem iPhone oder der Apple Watch entsperren lassen. Dazu muss man die Schlösser lediglich dem Wallet hinzufügen. Auch wenn es bisher noch nicht allzu viele HomeKit-Tüschlösser mit HomeKey-Support gibt (hierzulande noch gar keins), arbeitet Apple schon an der Verbesserung der Funktion und ermöglicht mit iOS 16 & Co das Teilen der Schlüssel. Heißt auf gut deutsch, dass wenn ihr Besuch erwartet, ihr diesem über die Nachrichten-App einfach den Schlüssel zur Verfügung stellen könnt und dann nicht selber die Tür öffnen müsst, wenn der Besuch angekommen ist.

Siri arbeitet offline
Vor Kurzem hatte ich euch darüber informiert, dass Apple mehr Siri-Befehle direkt auf dem iPhone verarbeiten lässt und dafür keine Verbindung mehr zu den Apple Servern herstellt. Mit iOS 16 wird dies nochmal ausgebaut, denn auch die Steuerung des eigenen Zuhauses soll demnächst offline erfolgen. Vorausgesetz wird dazu jedoch mindestens der A12-Chip, der erstmals beim iPhone XR bzw. iPhone XS eingesetzt wurde.

Ausblick auf Matter
Zu guter Letzt ist Apple erneut auf den kommenden Smart Home-Standard „Matter“ eingegangen und hat davon gesprochen, wie man mit vielen weiteren Unternehmen daran arbeitet, das Thema „Smart Home“ zu vereinfachen. Wann Matter-Support eingeführt wird, wurde jedoch nicht genau bekanntgegeben. Geplant ist aber wohl ein Start mit einer späteren Version von iOS 16, denn bei Apple heißt es dazu „Ein Softwareupdate für iOS 16 bringt Unterstützung für den Matter Smart Home Verbindungsstandard, sobald er später in diesem Herbst verfügbar ist.“ Mit dem Matter-Support entfällt dann aber auch der Einsatz des iPads als Home-Hub, denn dazu lässt Apple uns wissen „Matter Zubehör erfordert ein Apple TV oder HomePod Gerät als Home Hub und alle Apple Geräte, die auf die Home App zugreifen, müssen die neueste Software installiert haben.

tvOS 16 und die HomePod-Software 16
Kein Wort hat Apple während der WWDC übrigens über tvOS 16 oder die kommende HomePod-Software verloren. Dennoch hat man zusammen mit den Beta-Versionen von iOS 16 & Co. auch die tvOS 16-Beta für Entwickler veröffentlicht. Mit der neuen Version liefert Apple eine verbesserte geräteübergreifende Konnektivität (zum Beispiel personalisierte Workouts auf Apple TV, die auf Bewegungssensordaten der Apple Watch basieren), eine verbesserte Systemintegration für mehrere Benutzerprofile und für Entwickler noch die Möglichkeit, benutzerdefinierte Schaltflächen-Stile und -Effekte in ihren Apps zu verwenden.

Update:

Public-Beta der HomePod-Software 16
Wie erwähnt hatte Apple während der WWDC22 Keynote kein Wort über die tvOS 16 und die kommende HomePod-Software verloren. Nachdem man erstere aber bereits für Beta-Tester zur Verfügung gestellt hat, gibt es auch erstmals die neueste HomePod-Software als Beta für jedermann. Bisher können zwar nur Nutzer mit einem Entwickler-Account auf die Software zugreifen, demnächst werden aber alle die Möglichkeit erhalten.

Apple TV-App erhält HDR10+ Support
Vielleicht auch noch ganz interessant ist die Ankündigung, dass Apple der Apple TV-App mit iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura Support für HDR10+ spendieren wird. Bisher wurde nur HDR10 unterstützt.

Hinweise auf neues HomePod-Modell
Wie die Kollegen von 9to5Mac berichten, findet sich im Code der ersten iOS 16-Beta ein Hinweis auf ein „AudioAccessory6“. Der HomePod mini, welcher aktuell der einzig angebotene HomePod von Apple ist, wird jedoch als „AudioAccessory5“ bezeichnet und der ursprüngliche HomePod trug die Bezeichnung „AudioAccessory1“. Die Hinweise verdichten sich also, dass die vor Kurzem aufgetauchten Infos zu einem kommenden HomePod-Modell der Wahrheit entsprechen könnten.

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