Amazon sendet Video-Dateien ohne Erlaubnis an die Polizei

Gerade groß in aller Munde ist ein US-Bericht, der aufdeckt, dass Amazon ohne richterlichen Beschluss oder Erlaubnis Video-Dateien an Behörden weitergibt. Hersteller von HomeKit-Kameras oder Apple selber sollen dies hingegen nicht machen.

Vor Kurzem hatte der US-Journalist Sean Hollister von The Verge mit einem Bericht für Aufsehen gesorgt, in welchem er darauf eingeht, dass Amazon seine privaten Video-Dateien ohne Erlaubnis und ohne richterlichen Beschluss abrufen und an Behörden weitergeben kann. Dies trifft sowohl bei den Aufnahmen mit den Kameras von Ring wie auch denen der Marke Blink zu, die beide zu 100% zu Amazon gehören.

Um an die Daten zu gelangen stellt Amazon den Behörden Formulare zur Verfügung, die diesen den Zugriff auf die privaten Video-Aufnahmen ohne richterlichen Beschluss oder die Einstimmung des Nutzers ermöglichen.

Bei cnet.com hat man sich daraufhin gefragt, wie es denn bei den Herstellern aussieht, die HomeKit bzw. HomeKit Secure Video-Kameras herstellen. Also hat man einfach mal bei Arlo und eufy nachgefragt und sich an Apple selber gewandt, denn letztere hätten als Betreiber der Cloud ja prinzipiell auch Zugriff auf Daten. Hier hat man jedoch überall Absagen erhalten. Apple gibt an, dass man aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung keinen Zugriff auf die HomeKit Secure Video-Daten hat. Bei der Anker-Tochter eufy heißt es, dass die Daten lediglich lokal gespeichert werden und auch hier keine Zugriffsmöglichkeit besteht. Arlo hingegen hätte Zugriff, gibt die Daten laut eigener Aussagen jedoch nur raus, wenn ein Gerichtsbeschluss vorliegt.

Quelle

Kommentar verfassen