REVIEW: Dreame L10s Ultra im Test

Wie ihr wisst, habe ich seit ein paar Wochen den Dreame L10s Ultra im Einsatz. Was ich von diesem halte, erfahrt ihr hier.

Vor ein paar Wochen ist ein relativ großes Paket bei mir angekommen. Der Inhalt: Der neue Dreame L10s Ultra Saug- und Wischroboter, der meinen bisher genutzten Dreame Z10 Pro ersetzen sollte. Warum er dies mit Leichtigkeit geschafft hat, erfahrt ihr folgend.

Zu Beginn des Tests schauen wir uns wie immer den Lieferumfang an. Zu diesem gehört neben dem 35 x 35 x 9,7 cm großen und in weiß gehaltenen Roboter außerdem noch die Kombistation (zum Laden, Absaugen und Reinigen), zwei Müllbeutel für die Station (einer ist vorinstalliert), zwei Wischmops und die Seitenbürste für den Roboter. Eine ausführliche Gebrauchsanleitung sowie eine Reinigungsbürste rundet den Lieferumfang ab.

In Sachen Qualität erhält man beim Dreame L10s Ultra wahrscheinlich aktuell das beste Modell auf dem Markt. Das gilt nicht nur für die hochwertige Verarbeitung, sondern auch für die Optik, die natürlich vorrangig die Station betrifft (Saugroboter-Modelle unterscheiden sich derzeit ja nicht wirklich stark). Verglichen mit der Ultra-Station von Roborock macht die Station des L10s Ultra meiner Meinung nach deutlich mehr her. Zwar ist sie natürlich nochmal größer als die Absaugstation des Z10 Pro, irgendwo müssen die enthaltenen Wassertanks aber ja auch Platz finden. Wirklich schöner habe ich eine Station lediglich beim Dreame X10 Ultra auf der IFA gesehen. Bei letzterem handelt es sich jedoch noch um einen Prototyp, der zwar vor Kurzem erstmals gezeigt wurde, bisher aber noch keinen Starttermin besitzt.

Warum sich der Dreame L10s Ultra aber nicht nur in Sachen Qualität und Optik von der Masse abhebt, sind die Ausstattung und die Features. Beim Saugrobtoer hätten wir hier zum Beispiel eine mit 5.300 Pa sehr hohe Saugkraft, Wischmops die sich bei Teppicherekennung automatische anheben, gleichzeitiges Saugen und Wischen während eines Durchgangs, eine integrierte Kamera, eine 3D-Lasernavigation mit zusätzlicher Objekterkennung oder einen 5.200 mAh Akku für eine Laufzeit von bis zu 160 Minuten (beim gleichzeitigen Saugen und Wischen).

Die Station überzeugt dadurch, dass sie neben einem Bereich für einen 3 Liter Staubbeutel (in den der im Saugrobtoer gesammelte Staub abgesaugt wird) außerdem auch einen Frischwassertank und Abwassertank bietet sowie den Einsatz eines Reinigungsmitteldosierers ermöglicht. Den Frischwassertank müsst ihr zwar von Hand befüllen, anschließend holt sich der Roboter je nach Einstellungen aber automatisch frisches Wasser (inkl. Reinigungsmittel) um den Boden zu wischen und bringt dreckiges Wasser wieder zur Station, um dieses im Abwassertank zu sammeln. Sobald letzterer voll ist, müsst ihr es dann nur noch entsorgen. Im Roboter selber befindet sich lediglich ein 350 ml Staubbehälter und ein 80 ml großer Wassertank.

Bezüglich der Einrichtung und Steuerung setzt man wie üblich auf eine App. Beim Dreame L10s Ultra hat man dabei die Wahl zwischen der Xiaomi Home- und der Dreame Home-App. Ich habe wie auch schon bei meinen vorherigen Saugroboter auf die Xiaomi-App gesetzt, wobei die Dreame-App sogar einen interessanten Vorteil bietet, doch dazu gleich mehr. Die meisten Leute werden wahrscheinlich auf die Xiaomi-App zur Steuerung setzen, da man über diese eben auch noch viele weitere Geräte steuern kann und nicht nur auf die Dreame-Geräte beschränkt ist.

Kommen wir also kurz zur Einrichtung in der Xiaomi-App, die relativ schnell erledigt ist. Nachdem man in der App einen Account angelegt hat, kann man den Dreame L10s Ultra über den Plus-Button und das Hinzufügen eines neuen Geräts (unter Roboter-Staubsauger zu finden) in die App integrieren. Nach dem anschließend startenden Einrichtungsprozess, bei dem unter anderem WLAN freigegeben wird, lässt sich der Roboter auch schon nutzen.

Innerhalb der Xiaomi-App sollte dann als erste eine Karte der eigenen vier Wände aufgezeichnet werden (für mehrere Etagen möglich). Dazu lässt man den Roboter erst einmal komplett ohne Reinigung durch die Wohnung fahren. Danach hat man dann die üblichen Einstellungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Anpassung der Saugkraft und Wischintensität, das Aktivieren einer Teppicherkennung (inkl. dem Einstellen einer erhöhten Saugkraft und dem Stopp des Wischvorgangs mit anheben der Wischmops) oder auch das Einrichten von Nicht-Wischen-Zonen, No-Go-Zonen und virtuellen Wänden.

Darüber hinaus bietet die Xiaomi-App dank der 3D-Objekterkennung auch noch eine 3D-Karte eures Zuhause. Natürlich handelt es sich hier nicht um ein wirkliches 3D-Bild eures Zuhause, es werden aber erkannte Tische mit vorgefertigten 3D-Modellen angezeigt, die quasi nur erkennen lassen, dass an dieser Stelle ein Tisch steht. Ansonsten lässt sich innerhalb der Xiaomi-App auch noch ein Haustiermodus aktivieren, bei dem der L10s Ultra besser Hinterlassenschaften eurer Haustiere umfahren soll. Das führt aber auch zu einer verschlechterten Reinigungsleistung wie Dreame angibt, da mögliche Hinterlassenschaften großräumiger umfahren werden.

Was man zuletzt ebenfalls noch erwähnen sollte ist, dass sich über die Xiaomi-App die Heißluftreinigung des Roboters in der Station einstellen lässt. Hier hat man die Auswahl zwischen der Trocknung in unterschiedlicher Zeit (2 bis 4 Stunden). Leider muss man aber auch sagen, dass die Reinigung und Trocknung nicht wirklich leise vonstatten geht. Man sollte daher gut Abwegen, wo man den Dreame L10s Ultra aufstellt.

Einen Punkt habe ich noch vergessen, denn genau wie bei anderen Dreame Modellen lässt sich auch der L10s Ultra dank der Xiaomi-App und Siri-Kurzbefehlen ganz einfach über Apples Sprachassistentin steuern. Zwar sind die Möglichkeiten auf das Starten, Pausieren und zur Station zurückkehren beschränkt, es ist aber besser als gar keine Steuerung per Siri. Wie ihr einen Saugroboter mithilfe der Xiaomi-App über Siri steuert, habe ich euch hier schonmal ausführlich erklärt. Ersetzt einfach den Dreame L10 Pro mit dem L10s Ultra, dann wisst ihr wie es geht. Für alle Alexa und Google-Nutzer sei zudem noch angemerkt, dass diese von Dreame im Gegensatz zu Siri offiziell unterstützt werden. Das Siri nicht offiziell unterstützt wird, liegt aber nicht an Dreame sondern an Apple.

Kommen wir dann nochmal kurz zur Dreame-App, denn diese bietet ja wie erwähnt noch interessante Vorteile. Aktuell ist es zum Beispiel nur in der Dreame-App möglich, auf die Kamera des L10s Ultra zuzugreifen. Dadurch lässt sich der Raum einsehen und man kann Fotos oder Videos aufnehmen. Die Xiaomi-App bietet diese Funktion bisher nicht. Damit der Kamerazugriff nicht für jeden möglich ist, sorgt ein PIN-Code für zusätzliche Sicherheit, der bei der Nutzung der Kamera eingegeben werden muss. Darüber hinaus bekommt man auch eine kurze Sprachansage, wenn auf die Kamera zugegriffen wird. Ansonsten bietet die Dreame-App prinzipiell die selben Funktionen wie die Xiaomi-App. Beide Apps lassen sich aber leider nicht parallel nutzen.

Kommen wir nun zu meinem Fazit. Ich bin begeistert. Zwar war ich auch schon mit dem Dreame Z10 Pro sehr zufrieden, die Wischfunktion des L10s Ultra setzt aber nochmal einen obendrauf. Das man sich dank der entsprechenden Tanks in der Station auch nicht allzu oft um neues Wasser bzw. das Entleeren des Abwassertanks kümmern muss, rundet das Ganze nochmal ab. Wem die Wischfunktion also wichtig ist, der findet aktuell nur schwer ein besseres Modell. Außerdem ist die Saugleistung natürlich auch sehr stark, hier halten andere Modelle aber ohne Probleme mit und es gibt keine großen Unterschiede wie ich finde.

Was meiner Meinung nach beim L10s Ultra aber etwas schlechter funktioniert hat als beim Z10 Pro, war die Objekterkennung. Also zumindest zum Teil, denn ich habe bei mir Stühle, die quasi nicht auf vier Beine, sondern auf eine gebogene Beinstruktur setzen (siehe Bilder). Diese werden vom L10s Ultra in aller Regelmäßigkeit nicht erkannt und mit ein wenig Aufwand einfach überfahren. Der Z10 Pro hat dort immer gestoppt und diese umfahren. Beim L10s Ultra bleibt mir also nur eine No-Go-Zone um die Stühle herum oder die Stühle immer an die Seite zu stellen, wenn er seiner Arbeit nachgeht. Ansonsten wurden Gegenstände wie Steckdosen oder sogar Ladekabel aber besser erkannt. Lediglich bei meinen Stühlen hatte ich Probleme.

Insgesamt ist der Dreame L10s Ultra trotz der kleinen Kritik aber ein absolutes Top-Modell und mit dem Roborock S7 MaxV Ultra oder Ecovacs X1 Omni ganz oben auf dem Treppchen anzusiedeln. Leider ist er aber auch nicht gerade preiswert. Mit einer UVP von 1.199 Euro zahlt ihr für ihn mehr als für ein neues iPhone 14. Aktuell bekommt ihr ihn aber immerhin vereinzelt auch für 999 Euro, unter anderem bei Cyberport. Bei Amazon ist er derzeit vergriffen. Zum Preis muss man aber auch sagen, dass dieser verglichen mit den Top-Modellen der Konkurrenz teils deutlich darunter liegt, von daher ist er am Ende dann vielleicht gar nicht so teuer, wenn ihr nach dem besten Saug- und Wischroboter auf dem Markt sucht. Gerade aufgrund des Preises würde ich nämlich sagen, dass man eher ihn als die Modelle von Roborock oder Ecovacs empfehlen sollte, wobei ich diese bisher auch selber noch nicht testen konnte. Das könnte sich aber schon bald ändern 😉

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2 Kommentare zu „REVIEW: Dreame L10s Ultra im Test

  1. Hallo,
    ich habe den Dreeme L10 ultra und die original App Dreeme Home.
    Allerdings finde ich keine Funktion um durch die Kamera zu gucken.
    Wie bitte soll das gehen?

    1. Hi. Mittlerweile nutze ich wieder die Xiaomi-App weil ich dort mehr Geräte habe und ich mir daher ein App spare. Aber auf der Übersichtsseite in der Dreame-App, also dort wo der Roboter in Groß angezeigt wird findest du neben den Punkten „Reinigung beginnen“ und „Aufladung beginnen“ auch den Punkt „Kameraüberwachung“. Letztere lässt dich die Kamera des Roboters zur Überwachung nutzen.

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