Meross Präsenzsensor MS600 mit Matter-Support ausprobiert

Ich hab den neuen Meross Präsenzsensor ausprobiert und verrate euch hier, was ihr von diesem zu erwarten habt.

Vor ein paar Wochen hat Meross den Smart Presence Sensor MS600 auf den Markt gebracht. Dieser setzt anders als handelsübliche Bewegungsmelder nicht auf PIR (passives Infrarot), sondern auf mmWave (Millimeterwellen). Dadurch lassen sich sogar kleinste Bewegungen wie die Atmung erkennen. Ich konnte den Sensor, der mittlerweile wieder in ausreichender Menge über den Meross Online-Shop* zur Verfügung steht, bereits ein bisschen ausprobieren und verrate heute mal die wichtigsten Infos dazu.

Als erstes werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang. Zu diesem gehören neben dem 75,4 x 34,7 x 38,4 mm großen Sensor außerdem auch ein kleine und Abdeckung, die den eigentlichen und kreisförmigen Sensor zur Hälfte bedeckt. Dadurch kann der Sensor so eingestellt werden, dass er nicht auf Haustiere oder flache und bewegliche Gegenstände wie Saugroboter reagiert. Darüber hinaus befinden sich noch die Gebrauchsanweisung, Klebestreifen zur Befestigung an der Wand, durchsichtige Kabelklammern, ein USB-C auf USB-A Kabel und ein entsprechendes USB-A Netzteil im Paket.

Die Rückseite des Sensors beherbergt den USB-C Port zur Stromversorgung. Aufgrund der dauerhaften Aktivität gibt es bisher auch keine mmWave-Sensoren, die eine Stromversorgung über Batterien ermöglichen. Diese würden sich ansonsten zu schnell entleeren. Freigelegt wird der USB-C Port durch das Umklappen der Rückseite, welche dem Sensor anschließend auch als Ständer dient. Alternativ kann der Sensor mit der beiliegenden Klebefolie aber auch an der Wand befestigt werden. Die durchsichtigen Kabelklammern sorgen dann für die gradlinige Kabelführung.

Bezüglich der technischen Details ist noch anzumerken, dass der Sensor für Temperaturbereiche von -10 bis +45 Grad und Luftfeuchtigkeiten von 20 + 95% RH, nicht kondensierend, geeignet ist. Die Erfassungsreichweite des Präsenzsensors liegt bei bis zu 6 Metern. Bewegungen kann er aber sogar im Bereich von bis zu 12 Metern erkennen. Außerdem verfügt der Sensor auch noch über einen Helligkeitssensor, der Bereiche von 0 bis 8000 Lux abdeckt.

Zur Verbindung setzt der Sensor auf Matter-over-WiFi. Eingerichtet wird er in der Meross-App. Dort müsst ihr wie üblich ein neues Gerät hinzufügen und der kurzen Anleitung folgen. Etwas besonderes fällt dabei nicht auf. Dank des Matter-Supports könnt ihr außerdem direkt bei der Einrichtung das Apple Home für eine Integration auswählen. Der Sensor ist dann anschließend sowohl über die Meross-App als auch über die Home-App nutzbar.

Innerhalb der Meross habt ihr als erstes die Möglichkeit, eine Raumkalibrierung vorzunehmen, welche innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Anschließend habt ihr die Wahl, zwischen zwei Modi zur Erkennung zu wechseln. Einer ist dabei für die Anwesenheitserkennung, einer für die Bewegungserkennung zuständig, wobei der Modus für die Anwesenheit auch Bewegungen über den Radius des Anwesenheitssensors erkennen kann. Er hat außerdem auch eine Funktion, die anzeigt, ob sich eine Person auf den Sensor zubewegt oder von ihm entfernt.

Darüber hinaus lassen sich in der Meross-App noch die Empfindlichkeiten der Sensoren anpassen, Protokolle einsehen oder Automationen und Szenen einrichten. Letztere aber nur mit anderen Meross-Geräten. Ein Export der Szenen ins Apple Home, wie er zum Beispiel bei Aqara möglich ist, wird hier nicht angeboten.

In der Home-App sind die Möglichkeiten wie immer ein bisschen begrenzter und beschränken sich auf die reine Anwesenheits- bzw. Helligkeitserkennung. Hier könnt ihr den Präsenzsensor oder den Helligkeitssensor aber auch für Automationen mit anderen Apple Home-Geräten verwenden.

Insgesamt macht der Meross Präsenzsensor MS600 bei mir bisher aber einen guten Job. Er erkennt zuverlässig, ob sich jemand im Raum befindet und löst entsprechende Automationen ebenfalls zuverlässig aus. Für den verhältnismäßig niedrigen Preis von nur 29,99 Euro gibt es daher wenig zu meckern. Von daher kann ein Blick in den Meross Online-Shop*, wo er weiterhin erst einmal exklusiv angeboten wird, sicherlich nicht schaden. Besonders, wenn ihr sowieso schon auf Meross setzen solltet. Als Alternative bieten sich die beiden Aqara-Präsenzsensoren FP1E und FP2 an, die zumindest im Fall von letzterem nochmal deutlich erweiterte Funktionen bieten, indem sie zum Beispiel mehrere Personen erkennen können oder diverse Zonen bieten. Zudem setzt der FP2 Sensor ebenfalls keinen Hub voraus.

Aqara Präsenzsensor FP1E
HomeKit-Sensor, Anwesenheitssensor (Bewegungsmelder), Matter over Zigbee, setzt Aqara Hub voraus

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