Sennheiser Momentum 4 Wireless ausprobiert

Ich habe den Sennheiser Momentum 4 Wireless ausprobiert. Auch wenn er mittlerweile nicht mehr das neueste Modell ist, macht der Over-Ear-Kopfhörer noch immer einiges sehr gut.

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Normalerweise gehöre ich zu den Menschen, die in Sachen Kopfhörer ganz klar auf die Apple AirPods setzen. Ich nutze sowohl die „Standard“-AirPods als auch die AirPods Max. Das Pro-Modell ist allerdings nicht so meins, denn ich mag diese Art der In-Ear-Kopfhörer irgendwie nicht. Die normalen AirPods haben für mich einen deutlich höheren Tragekomfort, aber das kann natürlich jeder anders sehen. Am Ende ist das auch nur eine Randbemerkung, denn heute soll es nicht um die AirPods, sondern um den Sennheiser Momentum 4 Wireless* gehen. Bei diesem handelt es sich um einen Over-Ear-Kopfhörer, von dem mit dem Momentum 5 Wireless zwar schon ein Nachfolgemodell erhältlich ist, der sich technisch aber dennoch nicht verstecken muss und dafür mit einem deutlichen Preisvorteil aufwarten kann. Aber der Reihe nach.

Der Lieferumfang besteht aus den Kopfhörern, einem Hartschalen-Case, einem USB-C- auf USB-A-Ladekabel, einem 1,2 Meter langen Audiokabel und einem Flugzeugadapter. Außerdem liegen entsprechende Unterlagen bei. Der Kopfhörer steht in verschiedenen Farben wie Schwarz, Weiß, Graphit, Braun oder Teal zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein paar Sondereditionen.

Qualitativ macht der Momentum 4 Wireless einen sehr guten Eindruck. Bei der Verarbeitung gibt es aus meiner Sicht ebenfalls nichts zu bemängeln. Im Vergleich mit den AirPods Max ist das Kopfband außerdem deutlich angenehmer, da es weich gepolstert ist. Die Ohrpolster sind ebenfalls weich und bequem, fallen im Vergleich zu den AirPods Max allerdings etwas kleiner aus.

Zur Steuerung besitzt der Sennheiser-Kopfhörer eine Touch-Oberfläche auf der rechten Ohrmuschel. Über diese lässt sich unter anderem die Wiedergabe starten und pausieren, zum vorherigen oder nächsten Titel wechseln und die Lautstärke anpassen. Auch die Stärke der aktiven Geräuschunterdrückung beziehungsweise des Transparenzmodus kann direkt über die Touch-Oberfläche angepasst werden. Dafür müssen zwei Finger aufeinander zu beziehungsweise auseinander bewegt werden.

Zusätzlich befindet sich an der rechten Ohrmuschel eine Multifunktionstaste. Über diese kann der Kopfhörer ein- und ausgeschaltet sowie der Sprachassistent des verbundenen Geräts aufgerufen werden. Bei einem verbundenen iPhone oder iPad ist das dementsprechend Siri.

Zur Nutzung kann der Momentum 4 Wireless einfach per Bluetooth mit iPhone, iPad, Mac und Co. verbunden werden. Dabei unterstützt er neben SBC und AAC auch aptX und aptX Adaptive. Über Bluetooth-Multipoint lassen sich zudem zwei Geräte gleichzeitig verbinden.

Deutlich umfangreicher wird der Funktionsumfang allerdings mit der Sennheiser Smart Control Plus App. Dort können unter anderem der Equalizer und verschiedene Sound-Modi angepasst sowie über Sound Personalization individuelle Klangeinstellungen erstellt werden. Mit Sound Check hilft die App außerdem dabei, eine passende EQ-Abstimmung zu finden. Über Sound Zones lassen sich wiederum abhängig vom Standort automatisch unterschiedliche Klang- und Kopfhörereinstellungen aktivieren. Darüber hinaus stehen Einstellungen für die aktive Geräuschunterdrückung und den Transparenzmodus, die Bedienung, Sprachhinweise und weitere Kopfhörerfunktionen zur Verfügung. Auch Firmware-Updates werden über die App installiert. Neuere App-Versionen ermöglichen zudem das Teilen von EQ-Einstellungen mit anderen Momentum-4-Nutzern.

Was dem Momentum 4 Wireless im Vergleich zum neuen Momentum 5 Wireless fehlt, ist unter anderem Spatial Audio inklusive Head Tracking. Außerdem muss man im Vergleich mit den AirPods Max auf die tiefe Integration in das Apple-Ökosystem verzichten. So verbinden sich die AirPods nach der einmaligen Einrichtung automatisch mit den eigenen Apple-Geräten und können je nach Nutzung selbstständig zwischen iPhone, iPad, Mac und Co. wechseln. Darüber hinaus bieten sie unter anderem personalisiertes 3D-Audio mit Head Tracking und eine Integration in „Wo ist?“. Inwieweit euch diese zusätzlichen Funktionen bei Kopfhörern wichtig sind, müsst ihr selber wissen.

Während der Nutzung fällt dann außerdem die integrierte Trageerkennung auf. Diese sorgt dafür, dass die Wiedergabe automatisch pausiert, wenn der Kopfhörer abgesetzt wird, und beim erneuten Aufsetzen fortgesetzt werden kann. Darüber hinaus unterstützt der Momentum 4 Wireless auch eine Auto-On/Off-Funktion und kann sich damit beim Aufnehmen automatisch einschalten beziehungsweise nach dem Ablegen wieder ausschalten.

Die Akkulaufzeit gibt Sennheiser mit bis zu 60 Stunden Musikwiedergabe per Bluetooth bei aktiviertem ANC an. Eine vollständige Ladung dauert etwa zwei Stunden. Dank Schnellladefunktion sollen bereits fünf Minuten am Ladekabel für bis zu vier weitere Stunden Wiedergabe ausreichen.

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Insgesamt macht Sennheiser beim Momentum 4 Wireless sehr vieles richtig. Persönlich finde ich physische Tasten zur Steuerung zwar angenehmer als eine Touch-Oberfläche, sobald man sich die verschiedenen Gesten aber einmal eingeprägt hat, funktioniert auch die Bedienung über die rechte Ohrmuschel sehr gut.

Die Wahrnehmung des Sounds ist am Ende von Person zu Person unterschiedlich und hängt außerdem von den vorgenommenen Einstellungen ab. Ausgehend von den Standardeinstellungen hat mir der Sennheiser Momentum 4 Wireless klanglich sehr gut gefallen. Der Sound ist klar und wird auch bei höheren Lautstärken nicht unangenehm grell. Der Bass ist ebenfalls zufriedenstellend, auch wenn es für meinen Geschmack immer etwas mehr sein darf.

Aktuell ist der Sennheiser Momentum 4 Wireless* bereits ab 179 Euro über Amazon erhältlich. Damit ist er deutlich günstiger als die AirPods Max, leistungstechnisch aber gar nicht so weit weg. Wer nicht auf die speziellen Funktionen des Apple-Ökosystems angewiesen ist, bekommt mit dem mittlerweile älteren Sennheiser-Modell daher weiterhin eine interessante Alternative.

Sennheiser Momentum 4 Wireless
Bluetooth, Over-Ear-Kopfhörer, Hartschalen-Case, aktive Geräuschunterdrückung (ANC)

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