Ab heute ist es offiziell erhältlich. Ich konnte das neue Aqara Heizkörperthermostat W600 auch schon ausprobieren.

Letzte Woche hatte ich passend zum Start des Presence Sensor FP300 einen Testbericht zu diesem veröffentlicht. Heute mache ich dasselbe mit dem Aqara Heizkörperthermostat W600*, welches ich ebenfalls schon eine Zeit lang ausprobieren konnte und das ab sofort über Amazon erhältlich ist. Die UVP liegt bei 49,99 Euro. Mit dem Code “AQARAW600” bekommt ihr aber einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent und zahlt nur noch 42,49 Euro (gültig bis 1. Dezember 2025).
Zum Lieferumfang gehört das 9cm lange und im Durchmesser 5,7cm breite Heizkörperthermostat inklusive zwei bereits eingesetzter AA-Batterien. Die Laufzeit der Batterien soll je nach Modus für bis zu 2 Jahre ausreichen (8 Monate Effektiv per Thread, wie Aqara mitteilt). Darüber hinaus gehören dann noch sechs Adapter (Danfoss RAV/RA/RAVL, Caleffi, Giacomini M28 × 1,5 und Oventrop M30 × 1,5) und der übliche Papierkram zum Paket.

Qualitativ ist das Thermostat gelungen. Im Vergleich zum Vorgänger unterstützt es nun nicht mehr nur eine Zigbee-Verbindung über einen Aqara Hub, sondern auch Matter-over-Thread. Außerdem ist die digitale Temperaturanzeige von der Front auf die Seite gewandert. Das ist in den meisten Fällen sicherlich sinnvoll, da die Heizkörperthermostate in der Regel seitlich von der Heizung platziert werden und man dann einen besseren Blick auf die Temperatur hat.




In meinem Fall habe ich das Thermostat aktuell an einer Heizung im Badezimmer befestigt, bei der das Ventil nach Vorne ausgerichtet ist. In dem Fall war die Anzeige zuerst etwas unpraktisch, da sie sich zur Wand hin ausrichtete. Für mich stand sie also auf dem Kopf. Durch fünfmaliges drücken der Taste auf der Front lässt sich die Anzeige aber um 180 Grad drehen. Dadurch kann man sie jetzt perfekt ablesen.


Montiert war das Thermostat relativ schnell. Zur Montage muss lediglich das alte Thermostat abgeschraubt und das neue Aqara Thermostat festgedreht werden. Das dürfte von jedem innerhalb weniger Minuten erledigt sein. In meinem Fall war dazu auch kein Adapter notwendig, was ebenfalls bei den meisten Heizungen in Deutschland der Fall sein dürfte.


Zur Einrichtung kommt die Aqara-App zum Einsatz. Nach dem Einsetzen der Batterien bzw. dem Entfernen der Batterieschutzfolie wird das Thermostat automatisch in der App angezeigt. Nach der Auswahl kann dann entscheiden werden, ob es im Thread- oder im Zigbee-Modus betrieben werden soll. Standardmäßig wird es per Thread hinzugefügt. So kann es direkt ins Apple Home eingebunden werden, ohne die Aqara-App zu nutzen. Im Zigbee-Modus bietet es über die Aqara-App aber wie immer ein paar Vorteile.
Bevor das Thermostat über die Aqara-App genutzt werden kann, muss man es übrigens einmal kalibrieren. Das funktioniert, indem man 3x auf die Taste in der Front des Thermostats drückt. Falls etwas nicht geklappt hat, kann man es durch längeres Drücken der Taste erneut in den Kopplungsmodus versetzen und den Einrichtungsprozess von vorne starten.

Hat die Einrichtung funktioniert, kann man das Thermostat in der Aqara-App Ein- und Ausschalten, die Soll-Temperatur in 0,5° Celsius-Schritten anpassen und die Ist-Temperatur und den Akkustand einsehen. Im Thread-Modus wird darüber hinaus noch über die Frostschutz-Einstellungen informiert (öffnet das Ventil, wenn die Umgebungstemperatur unter 5° Celsius fällt, um ein einfrieren der Leitungen zu verhindern) und die Kopplung mit anderen Matter-Systemen über die Aqara-App angeboten.
Im Zigbee-Modus bietet das Thermostat darüber hinaus noch die Möglichkeit, fünf voreingestellte Heiz-Modi zu nutzen, einen manuellen Modus zu aktivieren, eine nachträgliche Ventilkalibrierung vorzunehmen, die Anzeige auf dem Thermostat per App zu drehen, weitere Aqara Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren als externe Messgeräte zu verbinden, eine Fenster-offen-Erkennung zu aktivieren und die Temperatur für den Frostschutz manuell anzupassen.


Ins Apple Home wird das Thermostat dann entweder durch die Kopplung mit einem Aqara Hub (im Zigbee-Modus) oder über das Scannen des Matter-Codes bzw. das Koppeln über die Aqara-App hinzugefügt. Im Thread-Modus benötigt man wie immer ausschließlich einen Thread-kompatiblen HomePod oder Apple TV 4K für die Verbindung.
Unterschiede gibt es bei den Funktionen aufgrund der Verbindung nicht. Das heißt, das Thermostat bietet sowohl per Zigbee als auch per Thread die Möglichkeit zum Ein- und Ausschalten, zur Temperaturanzeige und -anpassung, zur Steuerung per Siri, zur Anzeige des Akkustands und zur Integration in Automationen und Szenen.

Funktionell bin ich zufrieden. Meine per Home-App eingerichteten Automationen setzt das Thermostat wie gewünscht um. Ich nutze es aktuell allerdings auch per Thread, was damit zu tun hat, dass mittlerweile alle meine Thermostate per Thread eingebunden sind. Wie es im Aqara Forum heißt, soll es in der Aqara App bei einer Zigbee-Einbindung aber noch ein paar Probleme mit den Zeitplänen geben. Davon bin ich allerdings nicht betroffen.
Bei mir erfüllt das Aqara Heizkörper-Thermostat W600* also seinen Zweck und setzt alles wie von mir gewünscht um. Mit einer UVP von 49,99 Euro ist es zudem deutlich preiswerter als die anderen Heizkörperthermostate mit Thread-Support, die von Bosch, Eve oder Tado angeboten werden. Diese liegen maximal im Angebot bei einem ähnlichen Preis. Von daher dürfte das Aqara Heizkörper-Thermostat W600 nicht nur für Aqara User, sondern auch speziell für Apple Home User mit einer Vorliebe für Thread eine sehr interessante Option sein.
