Seit heute ist er offiziell erhältlich. Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Aqara Kamera-Hub G350 in einem kurzen Testbericht.

Wie erwartet hat Aqara heute den Kamera-Hub G350* (Camera Hub G350) und die Doorbell Camera G400* offiziell auf den Markt gebracht. Nachdem sie gestern schon über Amazon bestellt werden könnten, will ich euch heute schonmal einen kleinen Überblick über den Kamera-Hub G350 liefern. Diesen habe ich seit etwas mehr als einer Woche bei mir im Einsatz.
Der Lieferumfang besteht aus dem Kamera-Hub, einem USB-C Kabel, der Gebrauchsanweisung und einer kleinen Silikon-Kappe. Letztere verleiht dem Kamera-Hub ein etwas niedlicheres Design.


Optisch gibt es zwischen dem Kamera-Hub G350 und dem Vorgängermodell (Kamera-Hub G3) keine großen Unterschiede. Man erkennt lediglich die doppelte Linse und den etwas breiteren Unterbau der Kamera. Die Hauptunterschiede sind dann vor allem von technischer Natur. Unter anderem bietet die Aqara G350 eine 4K UHD-Auflösung mit einem 133°-Weitwinkelobjektiv und einem 2,5K-HD-Teleobjektiv für einen besseren Zoom und 360°-Panoramaaufnahmen mit Hilfe der Schwenk- und Neigefunktion. Für eine farbige Nachtsicht sind außerdem 940-nm-Infrarot-LEDs verbaut.
Ein Alleinstellungsmerkmal des Kamera-Hub G350 ist die Unterstützung für Matter 1.5. Dadurch lässt sich nicht nur der Hub, sondern auch die Kamera in entsprechende Matter-Systeme einbinden. Fürs Apple Home gilt der Support für Matter-Kameras allerdings noch nicht, denn dazu fehlt es noch an einem Home-Update seitens Apple. Dementsprechend kann also nur der Hub per Matter ins Apple Home eingebunden werden. Für die Kamera steht allerdings eine offizielle HomeKit-Unterstützung bereit. Von daher lässt sie sich ebenfalls per Apple Home nutzen.


Zur Einrichtung der Kamera kommt als erstes die Aqara-App zum Einsatz. Nach dem üblichen Einrichtungsmenü stehen dort in erster Linie Funktionen zur Kamera-Steuerung zur Verfügung. Dazu gehören die Ausrichtung der Kamera über die Schwenk- und Neigefunktion, die Aktivierung eines Privatsphäre-Modus, bei dem sich die Kameralinsen ins Gehäuse rollen, die Möglichkeit voreingestellte Winkel auszuwählen, die Aktivierung einer Personen- oder Tierverfolgung, das Starten einer Zwei-Wege-Kommunikation, die Möglichkeit Video-Aufnahmen zu beginnen (Speicherung über SD-Karte oder kostenpflichtige Cloud) und Fotos aufzunehmen. Für ausgewählte KI-Funktionen wie eine KI-Videosuche oder eine KI-Zusammenfassung benötigt man das kostenpflichtige Aqara HomeGuardian-Abo.


In den Einstellungen der Kamera lassen sich diverse Detaileinstellungen vornehmen. Dazu gehören Geräteeinstellungen wie die automatische Aktivierung des Privatsphäre-Modus (Datenschutzmodus), das Ausschalten der Kontrollleuchte, die Anpassung Sprache und Lautstärke, die Grundposition für die Pan-Tilt-Einstellung (Schwenk-Neigefunktion) oder RTSP-Einstellungen. Außerdem stehen über die Videoeinstellungen Möglichkeiten zur Bildschirmdrehung, Infrarot-Nachtsicht und dem Anzeigen von Wasserzeichen zur Verfügung. Ebenso kann die Kamera in einen Verloren-Modus versetzt werden, um keine Verbindung mehr mit dem Aqara Konto herstellen zu können. Die Erkennungseinstellungen umfassen die bereits erwähnten KI-Funktionen, Benachrichtigungen und den Cloud-Upload bei bestimmten Ereignissen sowie das Gesichtsmanagement. Darüber hinaus sind dann auch noch die Speichereinstellung aufgeführt (kostenpflichtige Cloud oder SD-Karte).
Zum Ende der Einstellungen finden sich die Menüs zur Integration der Kamera und des Hubs ins Apple Home bzw. Matter-Systeme sowie eine Übersicht über Untergeräte und Infos zur Firmware. Die Integration ins Apple Home läuft nach dem üblichen Schema ab. Wie gesagt gilt der Matter-Support fürs Apple Home trotz des Firmware-Updates auf Matter 1.5 bisher nur für den Hub und nicht für die Kamera. Diese muss über die offizielle HomeKit-Integration eingebunden werden. Auch dort läuft die Einbindung aber nach dem üblichen Schema ab.



Per Apple Home bietet die Kamera die standardmäßigen Kamera-Features inklusive des Bewegungsmelders und Alarmsystems. Wie immer wird die Auflösung der Kamera leider auf 1080p reduziert. Warum Apple die zulässige Auflösung nicht deutlich erhöht, bleibt weiterhin offen. Möglicherweise hat es mit der Speicherung der Videos zu tun, die dank HomeKit Secure Video-Unetrstützung quasi kostenlos auf den gebuchten iCloud-Speicher dazu gegeben wird.
Der integrierte Hub dient per Apple Home hauptsächlich zum Hinzufügen von Aqara-Geräten, die per Zigbee mit dem Hub verbunden sind.


Bisher kann ich mich über den Kamera-Hub G350 nicht beklagen. Die Kamera funktioniert zuverlässig und liefert erstklassige Aufnahmen (besonders per Aqara-App), die Apple Home-Integration ist so groß wie möglich und obendrein würde es auch noch einen integrierten Hub geben, den ich persönlich allerdings aufgrund weiterer Aqara Hubs nicht brauche. Das bisherige “Aber” gilt eigentlich nur dem kurzen Einsatz. Ich nutze den Kamera Hub G350 wie erwähnt noch nicht lange. Mit dem Kamera-Hub G3 hatte ich immer wieder meine Probleme, was ich allerdings nicht auf das Gerät an sich schiebe, sondern mit einem Sonntagsmodell erkläre. Vielleicht war es einfach Pech, denn alle anderen Aqara-Geräten laufen und liefen bei mir immer zuverlässig. Aus dem Grund wird der Kamera-Hub G350 jetzt den G3 ersetzen und dann schauen wir mal, wie es in Zukunft aussieht.
Auf mich macht der Hub am Ende also einen rundum gelungenen Eindruck. Preislich liegt er bei einer UVP von 139,99 Euro. Einen Rabattcoupon gibt es zum Start leider nicht.
