Ich hab den Aqara Panel Hub S1 Plus EU ausprobiert und bin hin- und hergerissen. Wieso und warum, erfahrt ihr hier.

Schon vor meinem Umzug hatte ich den Aqara Panel Hub S1 Plus* (oder Paneel-Hub, wie er hierzulande heißt) bekommen. Leider hat sich der Test jedoch verzögert, da ich unter anderem mein komplettes Smart Home mit dem Umzug neu eingerichtet habe. Mittlerweile läuft der Panel Hub aber und ich habe auch einige Geräte verbunden. Von daher will ich euch heute mal ein bisschen darüber erzählen.
Zuerst einmal zum Panel Hub selber. Dieser besitzt eine Größe von 172 × 86 × 42,2 mm und ein 6 Zoll Touch-Display mit einer Auflösung von 1440 x 720 Pixeln. Damit ist die Auflösung aus meiner Sicht gelungen. Die auf dem Display angezeigten Geräte bzw. Widgets und Einstellungen werden klar und in einer guten Größe angezeigt.

Zur Stromversorgung setzt der Panel Hub wahlweise auf eine Verkabelung über eine Unterputzdose an der Wand, für die er auch an das europäischem Format angepasst wurde, oder auf eine Verbindung per USB-C. Für letzteres besitzt er in der Mitte der Unterseite einen USB-C Port. Ein passendes USB-C auf USB-A Kabel gehört zum Lieferumfang. Kabellos kann er leider nicht betrieben werden, da er über keinen eigenen Akku verfügt. Ich habe ihn bisher ausschließlich per USB-C genutzt und nicht fest verbaut. Das liegt unter anderem daran, dass ich in meinem neuen Zuhause nicht überall Neutralleiter habe, die zum Einbau zwingend vorausgesetzt werden. Von daher dient er mir als Steuergerät auf dem Tisch.

Die Einrichtung des Panel Hubs erfolgt über die Aqara Home-App. Dort muss wie immer ein neues Gerät hinzugefügt werden und nach dem Einschalten des Panel Hubs wird dieser auch direkt angezeigt. Mit einem Klick auf den Hub startet dann das übliche Einrichtungsmenü.
Nach der Einrichtung hat man innerhalb der Aqara-App die Möglichkeit, den Bildschirmschoner und das Hintergrundbild einzustellen. Außerdem können Fotos hochgeladen und die insgesamt sechs digitalen Schalter mit Funktionen belegt und umbenannt werden.
Darüber hinaus kann der Panel Hub per Matter als Hub zum Apple Home hinzugefügt werden und ihr könnt euch die genutzten Untergeräte (sprich, die mit dem Hub verbundenen Aqara-Geräte) anzeigen lassen. Außerdem stehen auch noch Firmware-Updates zur Verfügung.

Ist der Panel Hub per Matter zum Apple Home hinzugefügt (was wahlweise auch über die Einstellungen auf dem Panel Hub funktioniert), könnt ihr dort ebenfalls die sechs digitalen Tasten mit Funktionen belegen. Hier habt ihr den Vorteil, dass ihr dabei nicht nur die Geräte aus dem Aqara Home, sondern alle Geräte aus dem Apple Home nutzen könnt.
Darüber hinaus steht euch auch der manuelle Schalter bei der kabelgebundenen Verbindung über eine Unterputzdose zur Verfügung. Das heißt quasi, dass ihr nicht-smarte Deckenlampen ebenfalls smart steuern könnt. Ähnlich wie beim Aqara Lichtschalter H2 EU.
Neben den Schaltern besitzt der Panel-Hub auch noch die Hub-Funktion. Dadurch kann er verbundene Aqara-Geräte per Matter ans Apple Home weiterreichen. Außerdem steht euch ein Sicherheitssystem per Apple Home zur Verfügung. Ist dieses aktiviert, kann der Panel Hub ein Alarmsignal von sich geben, wenn andere Geräte ausgelöst werden.

Bezüglich der digitalen Tasten muss dann noch erwähnt werden, dass ihr diese in der Aqara Home-App entsprechend ihrer Funktion im Apple Home (oder wenn ihr sie über die Aqara Home-App mit Funktionen belegt) umbennenen müsst. Erst dann zeigen die Tasten auch die entsprechenden Namen auf dem Display des Panel Hub an und heißen nicht mehr Taste 1, Taste 2 usw.
Das Display des Panel Hubs bietet euch dann letztendlich das aus der Aqara-App bekannte Dashboard. Es können auch mehrere Dashboards eingerichtet werden, die dann je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Die Dashboards lassen nach euren Wünschen einrichten und zeigen die für euch wichtigen Geräte als eine Art Widget (Aqara nennt es Karten). Über diese Widgets können dann zum Beispiel Live-Videos der Kameras abgespielt, Lampen in ihrer Farbe und Helligkeit angepasst, Szenen aus der Aqara-App gestartet oder Türschlösser geöffnet bzw. geschlossen werden. Es können im Prinzip alle Geräte aus der Aqara Home-App gesteuert werden. Zusätzlich stehen eben die sechs digitalen Tasten als Widget zur Verfügung, so dass darüber dann auch zumindest ein paar Apple Home-Geräte gesteuert werden können.

Abgerundet wird der Panel Hub durch die Möglichkeiten, ein paar Einstellungen vorzunehmen. Dazu gehören die Einstellungen bezüglich der Helligkeit und Anzeige, des Tons, ein Schlafmodus (der das Display ab einer bestimmten Zeit abdunkelt) und ein paar erweiterte Einstellungen. Letztere ermöglichen auch die Anzeige des Matter-Codes zur Einbindung ins Apple Home. Ich habe es so hinzugefügt, indem ich dort den Code mit meinem iPhone gescannt habe.


Funktionell kann man beim Aqara Panel Hub S1 Plus EU* also eigentlich keineswegs meckern, man muss jedoch beachten, dass es hauptsächlich eben das Dashboard aus der Aqara Home-App anzeigt und dementsprechend auch hauptsächlich zur Steuerung der Aqara-Geräte (bzw. der über die Aqara Home-App genutzten Geräte) geeignet ist. Dementsprechend ist es in Sachen Apple Home-Unterstützung etwas eingeschränkt. Da ich persönlich aber einige Geräte im Einsatz habe, die nicht mit dem Aqara System kompatibel sind, sehe ich den Panel Hub nicht als die optimale Lösung für mein System.
Da der Preis mit einer UVP von 289,99 Euro gerade sogar höher ist, als der eines reduzierten iPads der 10.Generation* (aktuell für 279 Euro zu haben), stellt sich natürlich die Frage, ob man nicht lieber bei Apple zugreifen sollte. Prinzipiell würde ich sagen ja, da man vom iPad einfach viel mehr hat. Jetzt habe ich den Panel Hub aber schon bei mir und dementsprechend auch überlegt, wie ich ihn am sinnvollsten nutzen kann. Als Dashboard zum Hinstellen verliert er jedoch immer gegen das iPad, von daher hatte ich darüber nachgedacht, ihn im Schlafzimmer als Wandschalter einzurichten. Dort würde es mir reichen, wenn ich über das Display nochmal die wichtigsten Apple Home-Geräte steuern kann, um zum Beispiel die Tür abzuschließen, Vorhänge zuzuziehen und Steckdosen auszuschalten, bevor ich ins Bett gehe. Das würde aus meiner Sicht Sinn ergeben, nur musste ich leider feststellen, dass mir dort der Neutralleiter fehlt. Von daher hat es der Panel Hub bei mir gerade etwas schwer, da er wie gesagt als Dashboard auf dem Tisch, klar den kürzeren gegenüber einem iPad zieht. Hätte ich damit einen Lichtschalter ersetzen können, wäre er aber durchaus interessant gewesen.
Wie ihr das am Ende seht, müsst ihr selber wissen. Meine Meinung kennt ihr jetzt, von daher könnt gerne in den Kommentaren oder über Social Media nochmal eure Meinung lesen lassen. Vielleicht bringt mich ja jemand auf eine Idee, was ich sonst noch so mit dem Panel Hub S1 Plus machen könnte.
