Shelly Presence Gen4 Anwesenheitssensor ausprobiert

Ich habe den Shelly Presence Gen4 Anwesenheitssensor mit Matter ausprobiert.

KI-editiert

Seit einigen Wochen bietet Shelly seinen ersten Anwesenheitssensor mit Matter-over-WiFi und Zigbee-Support an. Ich konnte den Presence Gen4* jetzt ein bisschen ausprobieren und verrate euch heute die wichtigsten Details.

Der Lieferumfang besteht aus dem Anwesenheitssensor inklusive Standfuß bzw. Wandhalterung, einem USB-A auf USB-C Kabel, Montagematerial in Form von Schrauben und Dübeln, einer 3M-Klebefolie und der Gebrauchsanweisung.

Der Sensor misst etwa 64 x 41 x 26 mm und sitzt wie erwähnt auf einem ausklappbaren Standfuß, der gleichzeitig auch als Wandhalterung dient. Leider kann er in diesem ausschließlich vertikal im Winkel angepasst werden. Ein Kugelgelenk für eine etwas exaktere Ausrichtung wäre vielleicht etwas besser gewesen. Aber sei es drum. Dann muss man den Sensor halt etwas genauer platzieren.

Qualitativ ist der Sensor hingegen wirklich sehr gut. Das gilt nicht nur für die Verarbeitung, sondern auch für die Optik. Zudem liefert er Echtzeit-Daten mit einer hohen Genauigkeit. Die maximale Reichweite liegt bei 7 x 6 Meter (42 m²). Als einer der wenigen Sensoren erkennt er zudem mehrere Personen (bis zu sechs) gleichzeitig.

Zur Montage kann der Sensor aufgestellt oder an der Wand bzw. Decke befestigt werden. Da er per Kabel mit Strom versorgt wird, muss allerdings auch eine Steckdose bzw. ein USB-A-Port in der Nähe sein. Wer ihn kopfüber montiert, kann die Erkennungsrichtung per App anpassen.

Zur Ersteinrichtung setzt der Presence Gen4 auf Bluetooth, bevor er anschließend per Matter-over-WiFi oder per Zigbee über einen entsprechenden Hub ins Shelly-System und weitere Smart Home-Systeme eingebunden werden kann. Ich habe ihn bisher ausschließlich per Matter-over-WiFi genutzt. Obwohl das auch direkt über die Apple Home-App möglich ist, sollte man wie immer erst einmal die Shelly-App einsetzen, da der Sensor dort einen höheren Funktionsumfang bietet.

Die Shelly-App erkennt den Sensor selbständig sobald er mit Strom versorgt wurde. Anschließend folgt ein kurzes Einrichtungsmenü mit der Möglichkeit, den Sensor ins WLAN einzubinden, ihm einen Namen zu geben und den Raum auszuwählen, in dem er sich befindet. Die Einrichtung ist also schnell und einfach erledigt.

Innerhalb der Shelly-App sieht man auf der Hauptseite des Sensors die aktuelle Raumbelegung. Außerdem wird dort auch die Helligkeit in drei Stufen (dunkel, halbdunkel und hell) sowie die Anzahl an Zonen und erkannten Personen bzw. Objekten angezeigt. Bis zu 10 Zonen lassen sich manuell festlegen, so dass unterschiedliche Automationen je nach Zone eingerichtet werden können. Außerdem können Möbel zur exakteren Erkennung hinzugefügt werden. Speziell die Zonen- und Personen-Unterscheidung ist besonders praktisch, wenn zum Beispiel eine Person die TV-Couch belegt und entsprechendes Licht benötigt, die andere Person aber in der Leseecke sitzt und dort eine gute Beleuchtung haben möchte. So starten in beiden Fällen die Automationen über einen einigen Sensor.

Darüber hinaus bietet die Shelly-App dann noch diverse Einstellungsmöglichkeiten und Infos, zu denen eine Feinabstimmung, die Montage-Richtung (kopfüber/nicht kopfüber), die Helligkeitsanpassung der integrierten LED, die Benachrichtigungseinstellungen, ein Aktivitätsprotokoll, Zeitpläne und allgemeine Infos zum Netzwerk, der Bluetooth-Verbindung, Firmware usw. gehören. Zu guter lässt sich über die Einstellungen außerdem auch noch die Matter-Unterstützung aktivieren bzw. deaktivieren.

Um den Sensor ins Apple Home einzubinden, sollte man ihn bestenfalls direkt nach der Einbindung bei Shelly über die Home-App und den Matter-Code hinzufügen. Per Apple Home wird er per Matter ausschließlich als Anwesenheitssensor angezeigt, der Automationen und Szenen bei der Anwesenheitserkennung in einer Zone ausführen kann.

Alles in allem macht der Shelly Presence Gen4 einen sehr guten Job. Die Reichweite ist hoch und speziell die Mehrpersonenerkennung von Vorteil. Da er seinen gesamten Funktionsumfang aber nur per Shelly-App zur Verfügung stellt, kommt man um diese nicht herum und muss per Apple Home mit ein paar Einschränkungen leben. Speziell bei den Automationen in den verschiedenen Zonen ist das ein bisschen Schade, da ich außer der Shelly Power Strip 4 Gen4 und dem Presence Gen4 derzeit keine Geräte über die Shelly-App nutze. Umfangreichere Apple Home-Automationen wären da besser gewesen. Immerhin zeigt sich der Presence Gen4 aber absolut zuverlässig und hatte bisher nicht mit ausfällen zu kämpfen.

Der Preis für den Shelly Presence Gen4 liegt bei einer UVP von 69,99 Euro. Er ist wahlweise in Schwarz oder Weiß über den Shelly Online-Shop oder Amazon* erhältlich.

Shelly Presence Gen4
Apple Home-Sensor (Anwesenheit, Bewegung, Helligkeit), Erkennung von bis zu 6 Personen, 42 qm Abdeckung, Zigbee (setzt Hub voraus) und Matter-over-WiFi (2,4 GHz)

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