So schnell kann’s gehen. Ab sofort ist der Aqara Presence Sensor FP300 offiziell erhältlich und ich habe ihn auch schon ausprobiert.

Nicht erst seit heute, sondern schon seit mehr als einem Monat habe ich den Aqara Presence Sensor FP300* bei mir im Einsatz. Dieser ist offiziell ab heute zur UVP von 49,99 Euro über Amazon erhältlich. Zum Start bekommt ihr mit bei Amazon dem Rabattcode „FP300EU11“ einen Preisnachlass in Höhe von 15 Prozent. Damit sinkt der Preis auf 42,49 Euro. (Gültig bis 14. November 2025 für Europa, in den USA und Kanada gilt der Code FP300NA11). Was ihr vom Aqara FP300 erwarten könnt, will ich euch nachfolgend kurz erzählen.
Der Lieferumfang des FP300 besteht aus dem 42 x 50 x 42 mm großen Sensor inklusive Standfuß mit Kugelgelenk. Darüber hinaus liegen dem Paket noch eine Magnetplatte inklusive Schrauben und Dübeln sowie eine 3M-Klebefolie zur Befestigung an der Wand oder Decke bei.

Genau wie andere Präsenz- oder Anwesenheitssensoren setzt der Aqara FP300 auf eine Erkennung über Millimeterwellen (mmWave) und passives Infrarot (PIR). Dank ersterem ist er im Gegensatz zu herkömmlichen Bewegungsmeldern dazu in der Lage, selbst kleinste Bewegungen wie die menschliche Atmung wahrnehmen zu können. Im Vergleich mit dem Aqara FP2 und FP1E ist der FP300 zudem nochmal eine ganze Ecke kleiner geworden. Außerdem setzt er anders als die erstgenannten nicht auf WLAN, sondern wahlweise auf Thread oder Zigbee. Zur Stromversorgung kommen zwei bereits eingesetzte und austauschbare CR2450-Batterien zum Einsatz. Diese sollen für bis zu drei Jahre im Zigbee-Modus bzw. bis zu zwei Jahre im Thread-Modus ausreichen.
Die Erkennungsreichweite des FP300 liegt bei bis zu 6 Metern. Mit seinem 120 Grad Erfassungsbereich, sollte der Sensor bestenfalls auf Kopf-, mindestens aber auf Brust-Höhe montiert werden. So funktioniert die Erkennung am besten. Zudem eignet er sich vorrangig für kleinere Räume und bietet auch nur die Erkennung von einer Person bzw. einer Zone. Technisch ist ihm der Aqara Presence Sensor FP2 also einen Schritt voraus. Wobei das auch nur zum Teil gilt, denn der FP300 umfasst neben seinem Sensor zur Anwesenheits- und Bewegungserkennung außerdem auch einen Temperatur-, Luftfeuchtigkeit- und Helligkeitssensor. Alle Sensoren stehen zudem per Thread oder per Zigbee auch im Apple Home zur Verfügung. Bei der Zigbee-Verbindung wird zur Integration wie üblich ein Aqara Hub vorausgesetzt. Bei der Thread-Verbindung reicht ein HomePod oder Apple TV mit Thread-Support.






Der erste Anlaufpunkt zur Einrichtung des FP300 ist die Aqara-App. In dieser muss ein neues Gerät hinzugefügt, der Sensor ausgewählt und ein kurzes Einrichtungsmenü befolgt werden. Bei der Einrichtung lässt sich wahlweise der Thread- oder Zigbee-Modus auswählen. Standardmäßig ist der Thread-Modus aktiv, damit der Sensor direkt über Matter-Systeme wie das Apple Home eingebunden werden kann, ohne vorher die Aqara-App nutzen zu müssen. Wer jedoch auf Zigbee umstellet, bekommt innerhalb der Aqara-App ein paar zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel die Möglichkeit, einzelne Sensoren wie den Helligkeitssensor oder Temperatursensor zu deaktivieren und dadurch die Akkulaufzeit zu verlängern oder den Erkennungsmodus anzupassen und ausschließlich mmWave bzw. PiR zu nutzen.
Darüber hinaus kann in der Aqara-App neben der Anzeige der Anwesenheitserkennung und der gemessenen Sensor-Werte ein Protokoll der Anwesenheitserkennung aufgerufen und verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Zu letzteren gehören die Auswahl der Anwesenheitserkennung (mmWave und PiR, nur mmWave, nur PiR), ein Abwesenheitsverzögerungs-Timer (löst Automationen erst nach einer bestimmten Zeit der Abwesenheitserkennung aus), die Empfindlichkeitseinstellung (hoch, mittel, niedrig), die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Kontrolleuchte, weitere Sensoreinstellungen (Frequenz der Licht-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitserkennung anpassen oder gänzlich abschalten) sowie die Anpassung des Erfassungsbereichs und die Aktivierung des räumlichen Lernen mit KI.


Um den Sensor ins Apple Home einzubinden, muss bei der Zigbee-Verbindung lediglich der Hub integriert werden. Der Sensor steht nach der Kopplung mit dem Hub automatisch in demselben Raum zur Verfügung, in dem sich der Hub befindet. Der Raum und der Name des Sensors können anschließend angepasst werden. Um den Sensor per Thread ins Apple Home einzubinden, muss per Home-App ein neues Gerät hinzugefügt und der QR-Code (befindet sich auf dem Sensor) gescannt werden.
Innerhalb der Home-App gibt es keine Unterschiede zwischen der Nutzung per Zigbee oder Thread. Das heißt, es stehen insgesamt vier Sensoren zur Verfügung, zu denen der Anwesenheitssensor, der Temperatursensor, der Luftfeuchtigkeitsensor und der Helligkeitssensor gehören. Diesen Sensoren lassen sich anschließend zum Auslösen von Automationen und Szenen nutzen. So kann zum Beispiel ein Licht eingeschaltet werden, wenn sich jemand im Raum befindet, die Heizung aufgedreht werden, wenn die Temperatur sinkt oder die Rollos heruntergelassen werden, wenn es sehr hell ist.

Aktuell wird der Sensor bei mir im Badezimmer genutzt. Dort schaltet er je nach Anwesenheit das Licht ein, misst die Temperatur- und Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass mein Canisteo Rollo mit Thread-Support bei abends eintretender Dunkelheit automatisch geschlossen wird. Das macht er alles auch sehr zuverlässig. Mit den Abstrichen gegenüber dem Aqara FP2 wie der ausschließlichen Erkennung von einer Person und nur einer Zone, kann ich für meinen aktuellen Einsatzzweck sehr gut leben. Dort, wo sich öfter mehrere Personen aufhalten, würde ich dann aber doch eher auf den Aqara Presence Sensor FP2 setzen.
Preislich liegt der neue Aqara Presence Sensor FP300* wie erwähnt bei einer UVP von 49,99 Euro. Damit ist er quasi genauso teuer wie der Aqara FP1E und eine ganze Ecke preiswerter als der Aqara FP2. Für den Preis kann man meiner Meinung nach auch durchaus zugreifen, denn der Sensor ist wirklich sehr gut. Wie gesagt gibt es zum Start aber auch einen Rabattcode, mit dem man nur noch 42,49 Euro zahlt. Langfristig bietet Aqara seine Geräte zudem immer etwas unter der UVP an, von daher könnte sich der Preis bei den aktuell aufgerufenen 42,49 Euro einpendeln.

Ist bekannt, warum der FP300 aktuell nirgendwo verfügbar ist? So kurz nach dem Launch kann es kaum eine Knappheit sein