Ab heute ist er offiziell erhältlich und ich konnte ihn schon ein paar Tage ausprobieren, von daher kurz mal ein paar Worte zum neuen Aqara Präsenzsensor FP1E.

Letzte Woche hatte Aqara ein neues Produkt für den 6. August 2024 angekündigt. Seit gestern war dann offiziell klar, dass es sich dabei um den neuen Aqara Präsenzsensor FP1E handelt, sprich einen Sensor zur Anwesenheitserkennung, der auf mmWave (Millimeterwellen) statt PIR (passives Infrarot) setzt und damit selbst Atembewegungen erkennen kann. Ab heute ist der Sensor offiziell über Amazon* erhältlich und kann dank des Rabattcodes „FP1EEU20“ für nur 39,99 statt 49,99 Euro bestellt werden (In den USA und Kanada gilt der Code: FP1ENA20). Da Aqara so freundlich war und mir den Sensor schon ein wenig früher zugeschickt hat, kann ich euch zum heutigen Start auch schon einen kurzen Testbericht liefern.
Zuerst einmal kommen wir wieder zum Lieferumfang. Dieser besteht aus dem Sensor mit integriertem Kabel und USB-A Stecker, einer Magnetplatte inklusive Klebestreifen zur Befestigung an der Wand und der Gebrauchsanweisung. Das war es auch schon.

Von der Qualität her ist der FP1E Sensor mit dem bereits erhältlichen FP2 Anwesenheitssensor von Aqara zu vergleichen. Er ist von der Form her jedoch etwas dicker, dafür aber auch nicht ganz so breit in seinem Durchmesser.


Was die beiden Sensoren äußerlich ansonsten unterscheidet, ist das Kabel. Während der FP2 einen USB-C Port besitzt, an dem quasi jedes Kabel angeschlossen werden könnte, kommt der neue FP1E mit einem integrierten Kabel, welches besser nicht kaputt gehen sollte, da man sonst den gesamten Sensor ersetzen müsste. Einen ausklappbaren Standfuß haben hingegen beide Modelle, wobei dieser sich beim neuen FP1E-Modell auch drehen lässt.



Der FP1E Präsenzsensor wird über die mitgelieferte Magnetplatte an der Wand befestigt. Dazu liegt eine passende Klebefolie bei. Wahlweise könnte man die Magnetplatte aber auch an der Wand festschrauben. Die dazu notwendigen Schrauben gehören allerdings nicht zum Lieferumfang. Diese müsstet ihr also selber kaufen.

Anders als beim per WLAN verbundenen Anwesenheitssensor FP2 setzt Aqara beim FP1E erneut auf Matter over Zigbee. Dementsprechend wird auch ein Zigbee Hub von Aqara wie der Hub M3 oder Hub M2 vorausgesetzt. Über diesen lässt sich der Sensor wie üblich auch ins Apple Home einbinden. Dort aber wie immer mit einem geringerem Funktionsumfang, doch dazu gleich mehr.
Zuerst einmal habe ich den Sensor wie üblich in meine Aqara-App eingebunden. Das funktioniert, indem ihr in der App ein neues Produkt hinzufügt und anschließend den Sensor auswählt. Nach einem kurzen Einrichtungsmenü, bei dem ihr eventuell die Taste am Sensor zum Neustarten drücken müsst (sichtbar wenn man den Standfuß ausklappt), ist er dann auch schon einsatzbereit.

Innerhalb der Aqara App bekommt ihr anschließend Informationen zur Anwesenheit bzw. Präsenz angezeigt. Dabei ist aber nicht die genaue Position der Person sichtbar, wie es beim FP2 Sensor der Fall ist. Ansonsten könnt ihr in der App noch ein Protokoll zu der Anwesenheitserkennung einsehen, den Erfassungsbereich anpassen (bis zu 6 Meter), diverse Einstellungen zum Gerät aufrufen, Firmware-Updates laden oder zu guter Letzt auch ein „räumliches Lernen mit künstlicher Intelligenz“ starten. Letzteres soll dazu führen, dass der Sensor die Umgebung besser kennenlernt und die Genauigkeit der Erkennungen optimiert. Die Funktion solltet ihr starten, sobald sich keine beweglichen Objekte wie Menschen oder Tiere in dem Raum des Sensors befinden.
Ebenfalls möglich ist dann natürlich noch die Automation mit anderen Geräten. Zum Beispiel könnt ihr die Aqara Deckenleuchte T1M solange eingeschaltet lassen, wie eine Anwesenheit über den FP1E erkannt wird, und sie dann ausschalten lassen, sobald ihr nicht mehr im Raum seid.

Um den FP1E ins Apple Home einzubinden, müsst ihr nichts weiter tun, wenn ihr bereits euern Aqara Hub integriert habt. Der Sensor erscheint dann automatisch in der Home-App. Anschließend habt ihr dort aber wie erwähnt keine großen Möglichkeiten. Ihr könnt den Sensor ausschließlich zur Anwesenheitserkennung in einem Raum einsetzen und ihn auch dort mit anderen Apple Home Geräten in Automationen nutzen. Eine Einrichtung von mehreren Zonen, wie sie der Anwesenheitssensor FP2 ermöglicht, ist beim FP1E jedoch nicht möglich.

Funktionell kann ich insgesamt aber nur gutes über den Aqara Präsenzsensor FP1E* sagen. Er erkennt die Anwesenheit zuverlässig und ist eben deutlich genauer als ein handelsüblicher Bewegungsmelder, da er die Anwesenheit anhand solch normaler Dinge wie der Atmung feststellen kann. Ihr müsst euch also nicht bewegen, sondern könnt auch einfach nur still rumliegen, damit er euch erkennt. Leider verzichtet er im Gegensatz zum Aqara Anwesenheitssensor FP2* aber auch auf einige Features wie mehrere Zonen, eine Schlafüberwachung oder eine Sturzerkennung. Er ist eben eine leicht abgespeckte Variante des FP2. Dafür ist er mit seiner UVP von 49,99 Euro aber auch etwas günstiger als der 82,99 Euro teure FP2 Sensor. Am Ende müsst ihr euch also entscheiden, welchen Funktionsumfang ihr haben möchtet und wofür ihr ihn braucht. Aus meiner Sicht gibt es auf jeden Fall Argumente, die für ihn Sprechen, es gibt aber auch Argumente, die für den Einsatz eines „einfachen“ Bewegungsmelders oder des nochmal umfangreicheren FP2 sprechen.

Muss es denn ein Aqara Hub sein oder geht auch ein Home Assistant mit ZigBee-Stick?