Mit der Ultra 3 bietet Arlo eine noch relativ neue und kabellose Überwachungskamera mit 4K-Auflösung, großem Sichtfeld und Unterstützung für Apple Home an. Wir haben uns das Set mit zwei Kameras und SmartHub genauer angesehen.

Arlo bietet seit jeher hochwertige, aber leider auch etwas hochpreisige Kameras zum Kauf an. Ob diese halten, was sie versprechen, haben wir uns jetzt einmal genauer angeschaut. Dazu hat uns Arlo freundlicherweise einen Doppelpack der neuen Arlo Ultra 3 inklusive SmartHub zur Einbindung in Apple Home zur Verfügung gestellt. Dieses Set ist zum Preis von 599,99 Euro über Amazon* erhältlich.
Der Lieferumfang besteht aus den beiden Kameras, zwei Akkus, einer Halterung zum Verschrauben, einer magnetischen Halterung, einem USB-C-auf-USB-A-Ladekabel, dem SmartHub inklusive Stromkabel und EU- sowie US-Adapter, einem LAN-Kabel und dem üblichen Papierkram inklusive „Protected by Arlo“-Sticker. Nahezu jedes Teil ist dabei zusätzlich in Plastik eingeschweißt oder in einem eigenen Plastikbeutel verpackt.

Die Kameras bestehen größtenteils aus Kunststoff und sind gut verarbeitet. Angesichts des hohen Preises hätten wir uns bei der Materialwahl allerdings etwas mehr gewünscht. Die Arlo Ultra 3 misst rund 8,9 × 5,2 × 7,9 Zentimeter und bringt inklusive Akku 218 Gramm auf die Waage. Dank IP65-Zertifizierung kann sie sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Angeboten wird die Kamera in Schwarz und Weiß.
Aufnahmen sind mit bis zu 3.840 × 2.160 Pixeln und HDR möglich. Dazu kommt ein diagonaler Blickwinkel von bis zu 180 Grad, wodurch sich auch größere Bereiche mit einer einzelnen Kamera abdecken lassen. Die Bildqualität konnte während unseres Tests sowohl tagsüber als auch nachts überzeugen. Bei Dunkelheit stehen eine klassische Infrarot-Nachtsicht und eine Farbnachtsicht zur Verfügung. Für letztere besitzt die Kamera ein integriertes Spotlight, mit dem der überwachte Bereich zusätzlich beleuchtet werden kann.
Zur weiteren Ausstattung gehören Zwei-Wege-Audio, zwei Mikrofone, eine integrierte Sirene und ein bis zu 12-facher digitaler Zoom. Dank Auto-Tracking kann die Kamera erkannte Personen oder andere Objekte automatisch verfolgen und den entsprechenden Bereich vergrößert darstellen.









Mit Strom versorgt wird die Ultra 3 über einen austauschbaren Akku. Arlo gibt eine Laufzeit von bis zu sechs Monaten an, wobei die tatsächliche Laufzeit stark davon abhängt, wie häufig die Kamera aktiviert oder auf das Livebild zugegriffen wird. Zum Aufladen steht ein USB-C-Port zur Verfügung. Alternativ kann die Kamera mit einem optional erhältlichen Solarpanel verbunden werden.
Für die Montage liegen dem Set eine magnetische und eine klassische Halterung zum Verschrauben bei. Beide Varianten lassen sich einfach montieren und ermöglichen anschließend eine flexible Ausrichtung der Kamera.
Zur Einrichtung wird zunächst der mitgelieferte SmartHub per LAN-Kabel mit dem Router verbunden. Anschließend können die beiden Kameras über die Arlo Secure App hinzugefügt werden. Ein Arlo-Konto wird dafür vorausgesetzt. Die Einrichtung funktionierte während unseres Tests schnell und ohne Probleme.

Über die Arlo Secure App stehen anschließend die verschiedenen Funktionen der Kameras zur Verfügung. Neben dem Livebild gehören dazu Zwei-Wege-Audio, Spotlight, Sirene, Farbnachtsicht und Auto-Tracking mit digitalem Zoom. Darüber hinaus kann die Ultra 3 unter anderem zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen unterscheiden und entsprechende Benachrichtigungen verschicken. Über Aktivitätszonen lässt sich zudem festlegen, welche Bereiche des Kamerabildes überwacht werden sollen.
Durch die zahlreichen Funktionen und Einstellungen wirkt die App allerdings etwas unübersichtlich und benötigt gerade zu Beginn etwas Eingewöhnungszeit. Für Cloud-Aufzeichnungen und verschiedene erweiterte Funktionen wird nach dem Probezeitraum zudem ein kostenpflichtiges Arlo-Secure-Abonnement benötigt. Aufnahmen können alternativ auch lokal über den SmartHub und eine eingelegte SD-Karte gespeichert werden.



Dank des SmartHubs lässt sich die Arlo Ultra 3 auch in Apple Home einbinden. Dieser wird dafür als Bridge hinzugefügt und stellt die verbundenen Kameras anschließend automatisch in Apple Home zur Verfügung.
Der Funktionsumfang fällt im Vergleich zur Arlo Secure App allerdings deutlich geringer aus. Neben dem Livebild stehen Zwei-Wege-Audio und der integrierte Bewegungsmelder zur Verfügung. Letzterer kann in Apple Home auch für Automationen genutzt werden. HomeKit Secure Video wird dagegen nicht unterstützt, weshalb sich Aufnahmen nicht über Apple Home in der iCloud speichern lassen. Für die Speicherung muss weiterhin auf die Möglichkeiten von Arlo zurückgegriffen werden.


Im Alltag funktionierte die Arlo Ultra 3 während unseres Tests zuverlässig. Das Livebild wurde schnell geladen, Benachrichtigungen kamen ohne größere Verzögerungen an und auch die Bewegungserkennung funktionierte zuverlässig. Verbindungsabbrüche oder auffällig viele Fehlalarme konnten wir während des Tests nicht feststellen.

Insgesamt konnte uns die Arlo Ultra 3 mit ihrer guten 4K-Bildqualität, dem großen Sichtfeld und der zuverlässigen Bewegungserkennung überzeugen. Auch der austauschbare Akku, die verschiedenen Montagemöglichkeiten und das integrierte Spotlight haben uns gut gefallen.
Mit 599,99 Euro für das Set aus zwei Kameras und SmartHub ist das System allerdings alles andere als günstig. Dazu kommen die etwas unübersichtliche Arlo Secure App und zusätzliche Kosten, wenn man die Cloud- und erweiterten Funktionen dauerhaft nutzen möchte. Auch die fehlende Unterstützung für HomeKit Secure Video ist gerade bei einer Kamera dieser Preisklasse schade. Wer damit leben kann, bekommt mit der Arlo Ultra 3 allerdings eine gut ausgestattete und zuverlässige Überwachungskamera mit sehr guter Bildqualität.
