Smartwiz+ Art Bilderrahmen mit Matter ausprobiert

Ich habe einen genaueren Blick auf den Smartwiz+ Art geworfen. Den ersten Bilderrahmen mit Matter-Support.

KI-editiert

Seit ein paar Wochen habe ich Kontakt zu dem Unternehmen Disign aus Japan. Dieses bietet mit dem Smartwiz+ Art* den weltweit ersten Bilderrahmen mit Matter-Support an und hat mir diesen freundlicherweise für einen Test zukommen lassen. Der Bilderrahmen lässt sich hierzulande für 165,99 Euro über Amazon bestellen. Was er zu bieten hat, möchte ich euch heute etwas genauer erzählen.

Geliefert bekommt man einen Bilderrahmen mit einem 7,3 Zoll-Display, der sich optisch erst einmal nicht von einem handelsüblichen Bilderrahmen unterscheiden lässt. Schaut man ihn sich von hinten an, sieht man aber sofort, dass es sich nicht um einen normalen Bilderrahmen, sondern um ein smartes Modell handelt. Die Rückseite ist etwas dicker und beinhaltet verschiedenste Technik sowie einen 3.000 mAh Akku, der über das mitgelieferte USB-C Kabel aufgeladen wird. Darüber hinaus ist auf der Rückseite neben einer horizontalen und vertikalen Öse für die Befestigung an der Wand auch ein umklappbarer Standfuß zu finden. Somit kann der Bilderrahmen wahlweise quer und hochkant aufgestellt bzw. an der Wand befestigt werden.

Die Qualität des Rahmens ist aus meiner Sicht sehr gut. Da er technisch am ehesten mit dem SwitchBot AI Art Frame zu vergleichen ist, würde ich ihn sogar als etwas hochwertiger bezeichnen. Das merkt man unter anderem am Gewicht, wobei Smartwiz am Ende auch deutlich mehr Technik verbaut. Dazu aber gleich mehr. Erst noch einmal zu den äußeren Details. Auf der Vorderseite des Bilderrahmens befinden sich auf der oberen Seite (hochkant) ein kleines LED-Licht. Dieses signalisiert unter anderem den Verbindungsaufbau und die Kopplung mit dem WLAN. Außerdem zeigt es beim Aufladen durch ein grünes Licht an, wenn der Bilderrahmen vollständig geladen ist. Auf der Seite des Rahmens befindet sich dann noch eine Taste, deren Funktion ich gleich erläutere.

Das Display besitzt wie erwähnt eine Größe von 7,3 Zoll. Die Auflösung liegt bei 800 x 480 Pixeln (127ppm) und ist damit vollkommen ausreichend. Beim Display handelt sich um ein Spectra-6-Farbdisplay mit e-Ink-Technologie. Dadurch wirken die dargestellten Bilder nicht digital, sondern erwecken den Eindruck eines echten Fotos. Aus dem Grund verzichtet der Rahmen auch auf eine Hintergrundbeleuchtung. Im Dunkeln sind die Bilder also nicht sichtbar. Der Rahmen lässt sich daher sehr gut zwischen handelsüblichen Bilderrahmen platzieren, ohne wirklich aufzufallen. Besuchern muss man hier und da auch kurz erklären, dass er digital ist, denn nicht jeder kann das sofort glauben.

Zur Einrichtung des Bilderrahmens benötigt man die Smartwiz+ App. In dieser muss man sich einen Account anlegen und anschließend den ersten Bilderrahmen hinzufügen. Dazu versorgt man den Bilderrahmen mit Strom und schaltet ihn ein. Danach sollte er einen Code anzeigen und in der App zum Verbinden verfügbar sein. Ist das nicht der Fall, hält man die Taste am Rahmen für etwa 10 Sekunden gedrückt. Spätestens dann sollte er erkannt werden. Danach kann man ihn mit dem WLAN verbinden und anschließend auch schon nutzen. Bei mir wurde lediglich noch ein kleines Firmware-Update angezeigt, was ich kurz installiert habe.

Die Nutzung des Rahmens beinhaltet dann erst einmal gar nicht so viele Funktionen. Es kann lediglich ein einziges Foto hochgeladen und entweder als original, als Skizze oder als Ölgemälde angezeigt werden. Über die Smartwiz-App gibt es derzeit noch keine Möglichkeit, mehrere Bilder zu hinterlegen und diese zum Beispiel automatisch zu wechseln. Dank Matter-Support gibt es aber quasi eine „versteckte“ Möglichkeit, zumindest zwei verschiedene Bilder anzuzeigen.

Darüber hinaus legt die App auch einen starken Fokus auf das Teilen des Bilderrahmens und das Anzeigen von Nachrichten. Teilt ihr den Bilderrahmen zum Beispiel mit dem Partner oder der Partnerin, können diese Nachrichten senden, die wie ein “Post-it” auf dem Bilderrahmen angezeigt werden. Sie überdecken dann aber auch das Bild und verschwinden erst, wenn man auf die Taste am Rahmen drückt.

Um den Bilderrahmen mit einem Matter-System zu verbinden (in meinem Fall natürlich das Apple Home), muss man in der Smartwiz-App auf den Bilderrahmen klicken und die Matter-Einstellungen aufrufen. Macht man das, zeigt der Rahmen auf seinem Display den Matter-QR-Code an. Diesen kann man anschließend in der Home-App scannen und auf dem üblichen Weg ein neues Gerät hinzufügen. Erkannt wird der Bilderrahmen als Lampe zum Ein- und Ausschalten. Die Verbindung erfolgt per Matter-over-WiFi. Der Bilderrahmen unterstützt zwar Thread, allerdings nur als Thread-Border-Router ohne die Möglichkeit, ihn darüber ins Apple Home einzubinden. Er erweitert aber zumindest das Thread-Netzwerk.

Da der Bilderrahmen keine Beleuchtung besitzt, ist er trotz der Einbindung als Lampe am Ende keine Lampe. Er bietet aber trotzdem eine Einstellungsmöglichkeit, die beim Ein- und Ausschalten umgesetzt wird. Dazu geht man nach der Einrichtung erneut in die Smartwiz-App und öffnet die Matter-Einstellungen. Dort kann man nun ein Bild hinterlegen, das beim Ein- oder Ausschalten per Matter/Apple Home angezeigt wird. So hat man letztendlich doch die Möglichkeit, immerhin zwei Bilder zu hinterlegen. Vielleicht ein privateres Foto und eines, dass auch Besuchern angezeigt werden soll. Oder man nutzt ein Bild mit dem Texthinweis, dass der Raum “belegt” bzw. “frei” ist. So kann man den Bilderrahmen auch als Anzeige zur Raumbelegung nutzen.

Die Anzeige auf dem Rahmen kann man dann noch in Automationen oder Szenen einbinden. Außerdem kann sie per Siri geändert werden. Einen Haken gibt es allerdings. Die Verbindung bleibt nur bei aktiver Stromversorgung stabil. Kabellos ist er per Apple Home nicht mehr erreichbar, obwohl er mit dem Akku eigentlich für eine kabellose Nutzung vorgesehen ist. Der Matter-Support wird beim Trennen des Stromkabels jedoch deaktiviert.

Einen weiteren Hinweis dann noch zu der Möglichkeit, in den Matter-Einstellungen der Smartwiz-App ebenfalls Nachrichten einzuspeichern. Die dort hinterlegten Nachrichten werden anders als die Bilder nicht automatisch beim Ein- und Ausschalten angezeigt. Sie funktionieren ebenfalls wie die “Post-it” Nachrichten, die erst bei einem Tastendruck am Bilderrahmen verschwinden.

Am Ende bekommt man beim Smartwiz+ Art aus meiner Sicht also eigentlich einen sehr gut gemachten Bilderrahmen, der nicht digital wirkt, obwohl er digital ist. Die Bildqualität ist sehr gut und dank des farblichen e-Ink-Display papierartig und blendfrei. Die Matter-Einbindung ist zudem einmalig. Zumindest ist mir nach aktuellem Stand kein weiterer Bilderrahmen bekannt, der ebenfalls Matter unterstützt und sich ins Apple Home einbinden lässt. Es ist aber auch noch nicht alles Gold was glänzt. Die Smartwiz-App dürfte gerne um eine Möglichkeit erweitert werden, mehr als ein Foto zu hinterlegen und diese dann auch zeitlich zu wechseln. Der Matter-Support funktioniert außerdem nur wenn der Rahmen aktiv mit Strom versorgt wird. Die Einstellungsmöglichkeiten sind teilweise noch etwas verwirrend, da sie nicht so optimal erklärt werden. Es gibt also noch Luft nach oben, aber wie ich von Smartwiz erfahren habe, arbeitet man kontinuierlich daran, den Bilderrahmen und die Software zu verbessern. Außerdem bietet man auch eine tiefgreifende lokale Steuerung für Home Assistant-Nutzer an. Dafür stellt man auf GitHub offizielle Entwicklertools und eine API-Dokumentation zur Verfügung. Die lokale Nutzung als programmierbares E-Ink-Display richtet sich aber eher an fortgeschrittene Nutzer und deaktiviert den Rahmen auch in der Smartwiz-App.

Einen letzten Hinweis dann noch zum Schluss. Ich stand wie erwähnt mit dem Hersteller in Kontakt. Man sagte mir, dass man in Europa teilweise mit Problemen zu kämpfen hat, welche die Verbindung bei der Einrichtung unter bestimmten Routern betreffen. Bekannt ist zum Beispiel ein Problem mit Netgear Orbi Routern, wie man auch in der Amazon-Beschreibung erwähnt. Ich habe den Bilderrahmen daher unter verschiedenen Routern eingerichtet. Dazu gehörten FRITZ!Box- und eero-Modelle. Probleme gab es dabei nicht. In allen Fällen hat die Einrichtung problemlos funktioniert.

Smartwiz+ Art
smarter Bilderrahmen mit eInk-Farbdisplay, 7,3 Zoll, 3.000 mAh Akku, WLAN-, Thread- und App-Unterstützung, Matter-over-WiFi

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