ChatGPT läuft Siri & Co. den Rang ab

Haben Apple, Google und Amazon mit ihren Sprachassistenten aufs falsche Pferd gesetzt? Diese Frage darf man sich hinsichtlich des Funktionsumfangs von ChatGPT sicherlich stellen.

Sprachassistenten sind dumm, das ist zumindest die derzeit vorherrschende Meinung würde ich einmal sagen. Die Assistenten können zwar grundlegende Dinge wie die Smarthome-Steuerung oder das Eintragen von Erinnerungen und Terminen im Kalender übernehmen, wenn es darüber hinaus geht, dann ist jedoch schnell Ende. Ganz anders sieht es da bei künstlichen Intelligenzen wie ChatGPT aus, denn diese bieten die Möglichkeit, sehr komplexe und individuelle Aufgaben zu erledigen. Dabei kommunizieren sie zudem deutlich “realistischer” mit dem Menschen davor.

Nun darf man sich also die Frage stellen, ob die bekannten Hersteller von Sprachassistenten in den vergangenen Jahren aufs falsche Pferd gesetzt haben und die Zukunft künstlichen Intelligenzen gehört. Damit hat sich unter anderem jetzt auch die New York Times befasst und dabei folgendes festgehalten.

Aktuell ist es so, dass zum Beispiel Siri immer noch zum Großteil auf dem Stand von 2011 beruht. In diesem Jahr hatte Apple Siri der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, dabei jedoch auf eine quasi händisch eingepflegte Datenbank gesetzt, die anders als die Datenbank bei ChatGPT nicht automatisch erweitert wird, sondern gepflegt und aktualisiert werden muss. Dadurch gehen Entwicklungen natürlich langsamer voran, als sie es bei selbstlernenden Anwendungen machen. Zudem handelt Siri dabei auch immer in gleicher Art und Weise und kann anders als ChatGPT nicht richtig mit den Menschen interagieren, individuell antworten und auch mal kreativ sein.

Im Prinzip stehen die aktuellen Sprachassistenten den wirklich künstlichen Intelligenzen also schon jetzt deutlich nach, auch wenn man natürlich beachten sollte, das eine künstliche Intelligenz nicht zwingend auf die korrekten Daten zurückgreift, wenn sie nur lange genug mit falschen Informationen gefüttert wird. Dennoch sollten Apple & Co. ihre Assistenten schleunigst verbessern, damit der Abstand nicht zu groß wird. Bis es so weit ist, wird es laut der NYT aber noch ein wenig dauern.

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