Meross Presence Sensor MS605 mit Thread ausprobiert

Ich habe den Meross Presence Sensor MS605 mit Matter-over-Thread ausprobiert.

Vor einigen Wochen hat Meross den Presence Sensor MS605* auf den Markt gebracht. Bei diesem handelt es sich um den Nachfolger des Presence Sensor MS600*. Im Gegensatz zu diesem setzt der neue MS605 Sensor aber nicht mehr auf Matter-over-Wifi, sondern auf Matter-over-Thread. Darüber hinaus hat er außerdem noch ein bisschen mehr zu bieten.

Der Lieferumfang des Presence Sensor MS605 ist relativ gering. Er besteht lediglich aus dem Sensor mit integriertem Standfuß, einer CR123A-Batterie, zwei Klebestreifen mit Klett, einem Öffner für das Batteriefach und der Gebrauchsanweisung.

Qualitativ ist der Sensor in Ordnung. Im Prinzip handelt es sich um das selbe Modell wie beim MS600. Er ist also nicht ganz so hochwertig wie die Aqara-Modelle, für seine Zwecke dürfte er aber ausreichend sein. Im Vergleich mit dem MS600 hat sich beim MS605 im Inneren ein bisschen was verändert. Dazu gehört nicht nur die Veränderung bei der Verbindung (Thread statt WiFi), sondern auch der kabellose Betrieb. Der MS605 setzt auf eine austauschbare CR123A-Batterie. Diese soll für eine Laufzeit von bis zu drei Jahre ausreichen (das warten wir aber erstmal ab). Dank der Batterie hat er aber auf jeden Fall den Vorteil, dass er sich freier platzieren lässt und keine Steckdose in der Nähe sein muss. Zur Nutzung kann er über den ausklappbaren Standfuß wahlweise aufgestellt oder an der Wand befestigt werden. Dank eines IP67-zertifizierten Gehäuses eignet er sich für feuchtere Räume wie das Badezimmer oder den Keller.

Da es sich bei dem Sensor um einen Anwesenheitssensor handelt, setzt er sowohl auf eine Erkennung über passives Infrarot (PIR) als auch über Millimeterwellen (mmWave). Dank letzterem kann er selbst kleinste Bewegungen wie die menschliche Atmung oder Armbewegungen beim Scrollen mit der Maus wahrnehmen. In beiden Fällen kennzeichnet er die Räume dann als belegt. Die Erkennungsreichweite liegt bei 4 Meter (mmWave) bzw. 6 Meter (PIR). Er erkennt ausschließlich eine Person. Außerdem bietet er auch noch einen integrierten Helligkeitssensor.

Zur Nutzung kann der Sensor wahlweise über die Meross-App oder direkt per Apple Home eingebunden werden. Wie gesagt setzt er auf Matter-over-Thread und benötigt demnach keinen zusätzlichen Meross Hub. Über die Meross-App stehen wie üblich ein paar zusätzliche Funktionen zur Verfügung, weswegen man diese auch als ersten Anlaufpunkt auswählen sollte. Der Sensor lässt sich zwar prinzipiell direkt als Anwesenheitssensor und Helligkeitssensor ins Apple Home einbinden, ohne die Einrichtung über die Meross-App kann er allerdings nicht korrekt kalibriert werden.

Von daher zuerst zur Meross-App. Nach der Einbindung über ein mehrfaches Drücken der Taste auf der Oberseite folgt eine Installationsanweisung. In dieser wird beschrieben, wie der Sensor positioniert werden soll. Zu achten ist dabei auf den Winkel, Störquellen und den Aktivitätsbereich. Danach folgt die Kalibrierung, bei der man eine Reichweiteneinstellung auswählen muss (für kleinere oder größere Bereich) und den Sensor anschließend korrekt kalibrieren kann. Die Kalibrierung dauert wenige Minuten. Vor der Nutzung ist dann auch noch eine Integration ins Apple Home (oder andere Matter-Systeme) möglich. Diese kann aber auch nachträglich über die Einstellungen vorgenommen werden.

Über die Meross-App zeigt der Sensor die Helligkeit und die Anwesenheit an. Außerdem gibt es ein Protokoll zur Übersicht der Anwesenheitserkennungen. In den Einstellungen des Sensors finden sich dann noch diverse Menüs, die zur genaueren Erkennung des Sensor beitragen. Dazu gehört der Erkennungsmodus, die Reichweiten und Empfindlichkeits-Einstellung sowie die Sensorkonfiguration. Letztere bietet die Möglichkeit, drei Anwesenheitssensoren zu nutzen und bei diesen jeweils bis zu sieben Zonen inklusive Abwesenheits- bzw. Anwesenheitsdauer einzurichten. Dadurch verdreifacht sich der Sensor quasi und bietet genauere Einstellungsmöglichkeiten für Automationen anhand der Erkennung in den jeweiligen Zonen der drei Sensoren. Zum Beispiel kann der erste Sensor mehrere Zonen im Bereich von 0 bis 2 Meter abdecken und anhand dieser andere Geräte steuern, während der zweite Sensor sich um den Bereich von 2 bis 6 Meter kümmert und dort Automationen schaltet. Das ist wirklich praktisch.

Per Apple Home werden bei der Integration des Sensors ebenfalls drei Anwesenheitssensoren und ein Helligkeitssensor eingebunden. Die Anwesenheitssensoren orientieren sich dabei an den drei Sensoren in der Meross-App. Dank dieser können also auch über die Home-App drei Sensoren mit unterschiedlichen Automationen eingerichtet werden. Der Helligkeitssensor sorgt zudem für ein Automatisierungsmöglichkeit anhand der Helligkeit. Ohne die Einbindung in die Meross funktioniert der MS605 per Apple Home aber nur als einfacher Bewegungsmelder. Von daher sollte man ihn auf jeden Fall einmal über die Meross-App einrichten und kalibrieren.

Insgesamt macht der Meross Presence Sensor MS605* auf mich einen sehr guten Eindruck. Im Gegensatz zum MS600 ist er schon eine deutliche Weiterentwicklung. Man bekommt drei Anwesenheitssensoren plus Helligkeitssensor, Matter-over-Thread und eine kabellose Einsatzmöglichkeit. Das alles zu einem Preis von nur 34,99 Euro (aktuell im Angebot für 29,99 Euro). Erhältlich ist der MS605 bisher nur über den Meross Online-Shop. Demnächst dürfte er aber auch bei Amazon und Co. starten.

Meross Presence Sensor MS600 (Black)
Apple Home-Sensor (Anwesenheit, Bewegung, Helligkeit), Erkennung von einer Person, Matter-over-WiFi (2,4 GHz)
Meross Presence Sensor MS600 (White)
Apple Home-Sensor (Anwesenheit, Bewegung, Helligkeit), Erkennung von einer Person, Matter-over-WiFi (2,4 GHz)

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