SwitchBot Lock Ultra mit Keypad Vision ausprobiert

Ich konnte das SwitchBot Lock Ultra und das Keypad Vision ausprobieren.

Ein SwitchBot Keypad Vision steht auf einem Tisch, neben einem runden SwitchBot Lock Ultra. Beide Geräte sind schwarz und mit numerischen Tasten ausgestattet. Die Wand im Hintergrund ist hell und strukturiert.

Wie ich euch kürzlich gesagt hatte, teste ich aktuell den Hub 3*, das Lock Ultra* und das Keypad Vision* von SwitchBot. Heute möchte ich schonmal im Detail auf das neue Türschloss und Keypad eingehen.

Da ich die Geräte von SwitchBot für den Test bekommen habe, kamen sie bei mir etwas anders an, als es wahrscheinlich bei einer Bestellung der Fall sein wird. Mir hat man nämlich das Lock Ultra Touch Combo (mit dem Keypad Touch), das Keypad Vision und den Universal Lock Adapter zugeschickt.

Eine Zusammenstellung der SwitchBot Lock Ultra Touch Combo und Keypad Vision Produkte, abgebildet neben den Anleitungen auf einem Tisch.

Das Paket des Lock Ultra Touch Combo enthält die folgenden Teile: SwitchBot Lock Ultra, Akku und Ladekabel fürs Lock Ultra, drei farbliche Aufkleber (um das Schloss ans Interior anzupassen), Hub mini (Matter), Keypad Touch, Batterien für das Keypad Touch, eine SwitchBot NFC-Karte, Halterungen und Klebefolie zur Befestigung, diverses Montagematerial und ein wenig Papierkram. Zum Lieferumfang des Keypad Vision gehört das Keypad, ein Ladekabel für den integrierten Akku des Keypads, zwei Halterungen zum Festschrauben (gerade und schräg), Montagematerial und 3M-Klebefolie. Das Universal Lock Adapter Set enthält einen Schraubendreher, eine Klebefolie und eine Halterung für abweichende Türzylinder. Den Universal Lock Adapter habe ich bei meiner Tür aber nicht gebraucht.

Ein Überblick über den Lieferumfang des SwitchBot Lock Ultra Touch Combo, inklusive Schloss, Keypad, Akkus, Kabel, Halterungen und Montagezubehör auf einem Holzfußboden.

Das aus Aluminium gefertigte Lock Ultra ist im Gegensatz zum Lock Pro ein wenig erschlankt. Es misst 122 x 62,6 x 66 mm, während das Lock Pro auf 120 x 58 x 83 mm kommt. Außerdem besitzt das neue Lock Ultra eine neue Umrandung, die das Schloss komplett an der Tür auflegt und keinen Spalt mehr dazwischen freilässt. Darüber hinaus hat man es aber natürlich auch noch technisch verbessert. Zu den technischen Verbesserungen gehören unter anderem die dreistufige Stromversorgung (Akku, Batterie, Notfallversorgung), eine erhöhte Geschwindigkeit (mehr als 50% schneller als der Vorgänger) und eine höhere Drehstärke (etwa 10% stärker als der Vorgänger). Der Geräuschpegel liegt mit maximal 55 dB ebenfalls ein wenig unter dem des Vorgängers (56 – 59 dB). Zudem gibt es einen Nachtmodus, der bei unter 20 dB liegt. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 9 Monaten (bei 10 Nutzungen pro Tag).

Auf den Hub und das Keypad Touch werde ich an dieser Stelle dann nicht mehr eingehen. Das hatte ich in der Vergangenheit schon gemacht. Von daher direkt zum Keypad Vision. Dieses ist im Gegensatz zum Vorgänger ein wenig größer geworden und misst 131 × 65 × 30 mm (Keypad Touch: 112mm x 38mm x 36m). Dafür besitzt es nun aber auch ein 3D-Gesichtserkennungssystem, welches dank über 30.000 Infrarot-Lichtpunkten ein millimetergenaues 3D-Gesichtsmodell erstellen kann. Zudem setzt es auf ein eingebautes 850-nm-Infrarotlicht, um Gesichter auch bei schlechten Sichtverhältnissen zu erkennen. Die Daten speichert es lokal auf dem Gerät, was wiederum dabei hilft, die Privatsphäre besser zu schützen. Maximal können bis zu 100 Gesichter hinterlegt werden. Zusätzlich stehen aber auch anderen Entsperrmethoden wie Fingerabdruck (max. 90 Stück + 10 Notfall Fingerabdrücke), Codes, App, Apple Watch oder NFC-Karten zur Verfügung.

Nahaufnahme des SwitchBot Keypad Vision mit Tasten und Logo auf einer Holzoberfläche.

Die Montage des Lock Ultra und des Keypad Vision ist kinderleicht. Im Fall des Lock Ultra muss die Halterung mit drei kleinen Schrauben an einem etwas hervorstehenden Türzylinder fesgeschraubt oder mit der Klebefolie festgeklebt werden (festschrauben ist aus meiner Sicht immer besser). Anschließend setzt man das Schloss auf der Halterung auf und legt zwei kleine Schalter am Schloss um, damit es einrastet und nicht mehr abgenommen werden kann.

Nahaufnahme eines Türzylinders mit und ohne Schlüssel, auf der linken Seite der Zylinder mit einem Steckplatz und auf der rechten Seite der Zylinder mit einem eingefügten Schlüssel.

Das Keypad Vision wird auf ähnliche Art und Weise befestigt. Hier können die Halterung wahlweise festgeschraubt oder festgeklebt werden. Wie erwähnt sind zwei Halterungen dabei, die wahlweise eine gerade oder eine schräge Befestigung zulassen.

Zur Einrichtung des Lock Ultra und des Keypad Vision benötigt man einen Hub und die SwitchBot-App. In meinem Fall habe ich den Hub 3 eingesetzt und nicht den beiliegenden Hub mini (Matter). Ein Testbericht zum Hub 3 kommt demnächst noch. Von daher direkt zur SwitchBot-App. In dieser muss als erstes das Lock Ultra eingebunden werden. Das funktioniert, indem man ein neues Gerät hinzufügt, das Lock Ultra aus der Reihe der Geräte auswählt (es wird automatisch am oberen Rand angezeigt, wenn der Akku geladen ist) und anschließend das kurze Einrichtungsmenü befolgt.

In meinem Fall musste ich das Lock Ultra während des Einrichtungsprozesses leider zuerst mit dem beiliegenden Keypad Touch verbinden. Erst danach konnte ich das Keypad Vision hinzufügen. So wie ich das Set für den Test bekommen habe, wird es aber wohl keiner bestellen, von daher dürfte für die meisten an dieser Stelle direkt die Verbindung mit dem Keypad Vision erfolgen.

Bildschirmaufnahme der SwitchBot-App, die den Hinzufügungsprozess des Lock Ultra zeigt.

Nach der Einbindung erfolgt die Kalbrierung des Schlosses. Dazu muss man die Tür kurz öffnen und halten sowie überprüfen, ob die Riegel vollständig ausgefahren und die Türfalle gezogen ist. Das klappte auf Anhieb. Die Kalibrierung hat man aus meiner Sicht also sehr gut und einfach gelöst.

Nach der Kalibrierung des Schlosses muss man außerdem noch den Magnet kalibrieren. Dieser dient dazu, den Status der Tür (offen/geschlossen) zu übermitteln und euch bei einer offen gelassen Tür darüber zu informieren.

Maske von einer Smartphone-App zur Kalibrierung des SwitchBot Lock Ultra mit Anweisungen zur Türschloss-Auswahl und zur Kalibrierung.
Screenshot der SwitchBot-App mit den Anweisungen zur Kalibrierung des Lock Ultra und des Magneten. Die Schritte beinhalten das Entsperren und Öffnen der Tür sowie das Tippen auf 'Weiter'.

Nachdem das Schloss in der App hinzugefügt war, habe ich das Keypad Vision eingerichtet. Dazu musste ich dann auch wieder ein neues Gerät in der SwitchBot-App hinzufügen, das Keypad Vision aus der Liste auswählen und dem Einrichtungsprozess folgen. Danach konnte ich das keypad Touch vom Lock Ultra trennen und letzteres mit dem Keypad Vision verbinden. Das wäre übrigens auch der Weg, falls man sich das Keypad Vision als Nachrüstlösung kauft und schon ein eingerichtetes Keypad Touch besitzt. Kompatibel ist das Keypad Vision laut SwitchBot mit allen Smart Locks des Unternehmens. Aufgrund einer optimierten Always-On-Bluetooth-Verbindung beim neuen Lock Ultra soll es mit diesem aber am besten funktionieren.

Zwei Smartphone-Bildschirme zeigen die Einrichtung und Koppelung des Keypad Vision mit dem Lock Ultra, einschließlich Anweisungen zum Hinzufügen und Testen des Codes.

Im Anschluss habe ich mich dann um die Einrichtung verschiedener Entsperrmethoden gekümmert. Dazu gehören Codes die über das Tastenfeld eingegeben werden können (6-12 Stellen), Fingerabdrücke (müssen viermal in verschiedenen Positionen gescannt werden), NFC-Karten (müssen davor gehalten werden) und natürlich die Gesichter. Um ein Gesicht zu scannen, muss man sich etwa eine Armlänge (0,6 bis 0,9 Meter) vor das Keypad stellen. Danach läuft der Scan wie von alleine ab. Haustiere können übrigens nicht gescannt werden (getestet mit einem Mops). Gültig sind die Entsperrmethoden je nach Einstellungen permanent oder nur temporär/einmalig.

Das Entsperren klappte bei allen Entsperrmethoden auf Anhieb. Da es hier ein wenig rechts von der Tür hängt, klappte die Gesichtserkennung aber nicht, wenn ich nur auf die Tür schaue. Ich musste immer in Richtung Keypad gucken. Je nachdem wo man es aufhängt, kann man das aber bestimmt noch ein wenig optimieren. Dadurch sollte es dann auch wie von alleine klappen.

Die Reichweite der Gesichtserkennung liegt übrigens bei etwa einem Meter. Sie funktioniert also nicht von weitem. Außerdem kann sie auch nicht durch Bilder oder Videos überlistet werden.

Bezüglich der Funktionen vom Lock Ultra ist zu erwähnen, dass dieses über die SwitchBot-App aufgeschlossen, aufgesperrt (inkl. Falle ziehen) und zugesperrt werden kann. Darüber hinaus stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören die Verbindung mit einer Videotürklingel oder einer Remote-Steuerung (wie dem Hub 3), ein Protokoll der Nutzungen, Einstellungen zur Notentriegelung und allgemeine Einstellungen. Letztere umfassen Grundeinstellungen wie die Aktivierung der Status LED und eines Signaltons, die Belegung der Schnell-Taste am Schloss, das Festlegen von Alarmen bei offen gelassener Tür, die Aktivierung eines Auto-Lock-Modus, die erneute Kalibrierung, Einstellungen zur Falle-Haltedauer oder der Drehgeschwindigkeit, die Aktivierung eines Nacht-Modus, Übersichten zur Batterie usw.

Kurz dann noch zur Kombination mit dem Hub 3. Hat man diesen im Einsatz, kann man sich auf dem Display des Hubs den aktuellen Status der Tür (offen/geschlossen) anzeigen lassen und das Schloss über den On-Button aufsperren und über den Off-Button zusperren. Das Drehrad verfügt über keine Funktion. Man kann das Schloss also nicht wie am Schloss selber auf- und zudrehen. Das Schloss bietet aber ähnlich wie bei Nuki einen Power-Button, der es auf Knopfdruck jeweils auf- bzw. abschließt.

Über die Einstellungen des Hub 3 kann das Lock Ultra per Matter ins Apple Home eingebunden werden. Dazu muss man das Matter Menü aufrufen und das Lock Ultra als Sekundärgerät hinzufügen. Anschließend taucht es automatisch in der Apple Home-App auf. Dort wird es erst einmal in den selben Raum wie der Hub eingebunden. Das kann später manuell geändert werden.

Innerhalb der Apple Home-App wird das Lock Ultra wie jedes andere Türschloss behandelt. Das heißt, man kann es aufschließen (inkl. Falle ziehen) und abschließen. Außerdem kann es in Automationen und Szenen eingebunden oder per Siri gesteuert werden. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist trotz der Vom Schloss genutzten Bluetooth-Verbindung mit dem Hub recht schnell. Dennoch wäre es aus meiner Sicht schöner gewesen, wenn man Matter-over-Thread-Unterstützung hinzugefügt hätte.

Insgesamt funktioniert das SwitchBot Lock Ultra aus meiner Sicht aber sehr gut. Es ist zuverlässig und verhältnismäßig schnell. Das Türschloss ist in dem Fall aber auch gar nicht das Besondere, denn dieses Mal geht es eigentlich viel mehr um das Keypad Vision, welches als erstes seiner Art eine Gesichtserkennung bietet. Diese funktioniert bisher auch hervorragend. Das Keypad erkennt mich zuverlässig und leitet den Befehl zum Öffnen ans Lock Ultra weiter. Bei einem Fehler ertönt zudem eine (deutschsprachige) Stimme, die einen bittet etwas näher zu kommen. Fehlversuche kamen bei mir aber nur zustande, als ich es mit der Nutzung übertrieben habe. Bei einem normalen Ankommen gab es bisher keinen einzigen Fehlversuch.

Von daher bin ich aktuell auf jeden Fall überzeugt vom Lock Ultra und dem Keypad Vision. Ich werde jetzt mal testen, wie es sich in den nächsten Monaten macht und euch dann berichten, ob es auch dauerhaft gut oder schlecht läuft.

Erhältlich sind das Lock Ultra und Keypad Vision unter anderem über Amazon oder den SwitchBot Online.Shop. Amazon bietet aktuell aber nur die Lock Ultra Vision Combo* an, zu der neben dem Lock Ultra und Keypad Vision auch noch ein Hub mIni mit Matter-Support gehören. Der Preis liegt bei einer UVP von 299,99 Euro. Einzeln erhältlich oder im Set mit dem Hub 3* sind die Geräte bisher nur über den SwitchBot Online-Shop. der Preis vom Lock Ultra (einzeln)* liegt dort bei 159,99 Euro . Das Keypad Vision* kostet 149,99 Euro. Wie bei SwitchBot üblich dürften in Zukunft aber auch immer wieder mal Angebote gültig sein, bei denen man dann ein bisschen weniger zahlt.

SwitchBot Lock Ultra (inkl. Hub Mini (Matter) & Keypad Vision)
Apple Home-Türschloss, inkl. Keypad Vision und Hub mini (Matter), Matter-over-Hub, benötigt SwitchBot Hub mit Matter-Support (im Lieferumfang enthalten)
SwitchBot Lock Ultra (inkl. Hub Mini (Matter) & Keypad Touch)
Apple Home-Türschloss, inkl. Keypad Touch und Hub Mini (Matter), Matter-over-Hub, benötigt SwitchBot Hub mit Matter-Support (im Lieferumfang enthalten)
SwitchBot Hub 3
Apple Home-Bridge, bindet SwitchBot- und Infrarot-Geräte ins Apple Home ein, Matter

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