SwitchBot Lock Ultra Max Vision Pro Combo ausprobiert

Wie sich das SwitchBot Lock Ultra Max in Kombination mit dem Keypad Vision Pro gegenüber seinen Vorgängern schlägt, erfahrt ihr hier.

KI-editiert

Mit dem Lock Ultra Max hat SwitchBot zur IFA den Nachfolger des Lock Ultra präsentiert. Gemeinsam mit dem Keypad Vision Pro und dem Hub Mini ist es als Lock Ultra Max Vision Pro Combo zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 339,99 Euro über Amazon* oder den SwitchBot Online-Shop* erhältlich. Das Lock Ultra und das Keypad Vision hatte ich bereits getestet. Nun habe ich mir angeschaut, wie sich das neue Schloss und Keypad im Alltag schlagen und wo die Unterschiede zu ihren Vorgängern liegen.

Äußerlich unterscheiden sich die beiden Modelle nur wenig. Mit jeweils 122 × 62,6 × 66,8 Millimetern benötigt das Lock Ultra Max genauso viel Platz auf der Türinnenseite wie sein Vorgänger. Neu ist beim Lock Ultra Max das überarbeitete Metallgehäuse mit gebürstetem Finish und stärker strukturierter Front, das einen hochwertigen Eindruck macht. Das Gewicht steigt dadurch jedoch auch leicht von 367 auf 391 Gramm. Bei der Montage bleibt ebenfalls alles beim Alten. Beide Schlösser werden auf dem vorhandenen Schließzylinder befestigt, der bei einer kompatiblen Tür nicht ausgetauscht werden muss.

Der wesentliche Unterschied zwischen den Lock Ultra-Modellen steckt im Motor. Während der Antrieb des Lock Ultra mit 50 Umdrehungen pro Minute arbeitet, erreicht der bürstenlose UltraDrive-Motor des Ultra Max laut SwitchBot bis zu 160 Umdrehungen pro Minute. Die angegebene Entriegelungszeit verkürzt sich dadurch von rund 1,75 Sekunden auf bis zu 1,1 Sekunden im Fast Mode. Diese Werte sind jedoch Herstellerangaben. Im Test öffnete das Schloss im Fast Mode zügig, wobei der Motor hörbar lauter, aber noch akzeptabel war. Im Quiet Mode dauerte der Vorgang länger, lief dafür aber angenehm leise ab. Selbst ein schlafendes Baby wurde dabei nicht gestört.

Wie schnell und zuverlässig das Schloss öffnet, hängt allerdings auch vom Schließmechanismus und dessen Leichtgängigkeit ab. An einer schwergängigen Tür hatte der Motor im Test spürbar zu kämpfen. Im niedrigen und im Standardmodus ließ sich diese nicht zuverlässig öffnen. Mit der höchsten Einstellung funktionierte es besser, die Schwierigkeiten verschwanden jedoch nicht vollständig. Alter, Einstellung und witterungsbedingte Veränderungen der Tür können das Ergebnis daher beeinflussen.

Bei der Stromversorgung setzt SwitchBot weiterhin auf einen Hauptakku mit 4.200 mAh und nennt für beide Modelle eine Laufzeit von bis zu neun Monaten. Unterschiede gibt es bei der Absicherung gegen einen leeren Akku. Das Lock Ultra kombiniert eine CR123A-Backup-Batterie mit einer Micro-Power-Notentriegelung. Beim Ultra Max kommt neben der Backup-Batterie ein Superkondensator zum Einsatz. SwitchBot nennt bis zu 1.000 Backup-Entriegelungen für das Ultra und rund 500 für das Ultra Max. Im Test bereitete die Stromversorgung keine Probleme und die Backup-Batterie übernahm nahtlos.

Zum Set gehört neben dem Schloss außerdem auch das Keypad Vision Pro. Dieses übernimmt die Gesichtserkennung und das Entsperren per Fingerabdruck, PIN-Code und NFC vom bisherigen Keypad Vision und ergänzt diese um die Handvenenerkennung. Im Test reagierten alle Zugangsmethoden schnell und zuverlässig. Direkte Sonneneinstrahlung konnte allerdings sowohl die Gesichts- als auch die Handvenenerkennung beeinträchtigen. Mit Hut und Sonnenbrille kam die Gesichtserkennung hingegen problemlos zurecht. Der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger beschränkt sich damit auf die zusätzliche Handvenenerkennung.

Über die SwitchBot-App stehen unter anderem die Geschwindigkeitsmodi, Auto-Lock, der Akkustand und ein Ereignisprotokoll zur Verfügung. Die Steuerung per Bluetooth reagierte im Test sehr schnell, und das automatische Zuschließen funktionierte zuverlässig. Weniger überzeugend war die noch als Beta angebotene Auto-Unlock-Funktion: Sie löste trotz erfüllter Bedingungen nur bei einem von zehn Versuchen aus.

Für Apple-Home-Nutzer bietet das Lock Ultra Max keinen grundlegenden Funktionszuwachs. Beide Schlösser benötigen einen kompatiblen SwitchBot Hub, der sie über Matter in Apple Home einbindet. Der Hub Mini ist in der Lock Ultra Max Vision Pro Combo bereits enthalten. Über die Einbindung lässt sich das Schloss ver- und entriegeln, per Siri steuern oder in Automationen und Szenen einbinden. Einstellungen wie Fast und Quiet Mode sowie das Ereignisprotokoll bleiben jedoch der SwitchBot-App vorbehalten. Eine direkte Verbindung per Matter over Thread oder die Unterstützung von Apple Home Key bietet zudem keines der beiden Modelle.

Am Ende punktet das SwitchBot Lock Ultra Max gegenüber seinem Vorgänger vor allem mit dem schnelleren, bürstenlosen Antrieb und dem überarbeiteten Gehäuse. Ein Wechsel ist deshalb aber nicht zwangsläufig notwendig. Bei der Montage, der Akkukapazität und den Funktionen in Apple Home bleibt alles beim Alten. Die etwas unzuverlässige Auto-Unlock-Beta und die Schwierigkeiten an einer schwergängigen Tür bleiben zudem Schwachpunkte. Schade finde ich außerdem, dass für Apple Home weiterhin ein zusätzlicher Hub benötigt wird.

Das Keypad Vision Pro ist eigentlich das stärkere Argument für die mit 339,99 Euro nicht gerade günstige Combo. Gegenüber dem Keypad Vision kommt aber auch nur die Handvenenerkennung hinzu. Ob euch diese den Aufpreis wert ist, müsst ihr selbst entscheiden, denn die wichtigere Funktion ist am Ende die Gesichtserkennung, die wirklich hervorragend funktioniert und die ganze Combo zu einem gelungenen Set macht.

SwitchBot Lock Ultra Max Vision Pro Combo
Apple Home-Türschloss, inkl. Keypad Vision Pro und Hub mini (Matter), Matter over Hub, benötigt SwitchBot Hub mit Matter-Support (im Lieferumfang enthalten)

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