Ich habe die preiswerte Aqara Kamera G100 für den Indoor- und Outdoor-Bereich ausprobiert.

Vor kurzem hat Aqara mit der G100* eine neue Kamera für den Innen- und Außenbereich auf den Markt gebracht. Die Kamera zeichnet sich durch solide technische Details, aber auch durch einen ziemlich niedrigen Preis von nur 34,99 Euro aus (UVP, teilweise sogar für unter 30 Euro zu haben). Ob sie am Ende auch hält, was sie verspricht, kann ich euch heute in verraten.
Zuallererst ist bei der G100 wichtig zu wissen, dass diese ohne ein Netzteil ausgeliefert wird. Dieses muss man sich zusätzlich zulegen, falls man nicht zufällig noch eins bei sich herumliegen oder einen freien USB-C Steckplatz in der Nähe hat. Für den Outdoor-Einsatz sollte das Netzteil entsprechend zertifiziert oder geschützt sein.

Bezüglich der technischen Features ist ist vor allem die 2K-Auflösung mit einem 140° Sichtfeld, die integrierte Bewegungserkennung, die Möglichkeit zur Zwei-Wege-Kommunikation, der Scheinwerfer, der für eine Nachtsicht in Farbe sorgt, Unterstützung für SD-Karten (nicht per Apple Home) oder einige KI-Features wie die automatische Erkennung von Personen zu nennen. Bei den KI-Features wird aber zum Teil auch das Aqara HomeGuardian Abo vorausgesetzt.

Während die Kamera qualitativ in Ordnung ist, verfügt sie leider nur über einen manuell einstellbaren Standfuß. Die Form ist dabei von anderen Aqara-Geräten bekannt. Das bedeutet aber leider gleichzeitig auch, dass es keine App-gesteuerte Schwenk- und Neigefunktion gibt. So wie die Kamera bzw. der Standfuß ausgerichtet wird, bleibt er auch ausgerichtet.

Eingerichtet wird die Kamera wie üblich über die Aqara Home-App. Nur in dieser steht auch die 2K-Auflösung zur Verfügung. Wer die Kamera per Apple Home nutzt, kann sie wie immer nur mit maximal 1080p nutzen. Das gilt nach der Einbindung ins Apple Home aber auch für die Auflösung in der Aqara-App. Dort wird sie dann ebenfalls reduziert. Zur Verbindung setzt die Kamera auf WLAN. Es ist also kein Aqara Hub zur Einbindung notwendig. Innerhalb der Aqara-App bietet die G100 ansonsten die selben Feature, wie ich sie schon mehrfach bei anderen Aqara-Kameras erwähnt habe. Besonderheit sind nicht vorhanden.
Wer die Aqara G100 dann ins Apple Home einbindet, erhält dort neben der Kamera und dem Bewegungsmelder außerdem auch die Möglichkeit, den kleinen Scheinwerfer unabhängig von der Kamera zu steuern. Das hatte Aqara unter anderem auch schon beim Kamera-Hub G5 Pro ermöglicht. Was die G100 im Gegensatz zu dieser aber nicht besitzt ist, ist ein integrierter Hub oder ein Apple Home-Alarmsystem. Letzteres lässt sich aber durch Automationen mit dem Bewegungsmelder und anderen Geräten nachrüsten.
Darüber hinaus könnt ihr in den Einstellungen der Kamera in der Apple Home-App noch die Mitteilungseinstellungen, die Aufnahmeeinstellungen (Speicherung der Videos per iCloud setzt ein iCloud+ Abo voraus), die Einstellungen zur Gesichtserkennung oder das automatische Ein- und Ausschalten der Nachtsichtbeleuchtung vornehmen.


Am Ende würde ich festhalten, dass die Aqara Kamera G100* für ihren Preis auf jeden Fall eine gute Kamera ist. Da meine Kameras mittlerweile fast alle von Aqara stammen, macht es bei mir natürlich doppelt Sinn im Outdoor-Bereich ebenfalls auf Aqara zu setzen. So spare ich mir zusätzliche Apps. Für den Indoor-Bereich würde ich aber je nach Zweck doch lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben und mir die Kamera E1 von Aqara zulegen. Diese ist zwar nur für den Innenbereich, besitzt aber auch eine App-gesteuerte Schwenk- und Neigefunktion (per Aqara Home), mit der man von unterwegs einen Rundum-Blick erhalten kann. Das ist hier und da doch ganz praktisch. Ansonsten kann man aber wirklich wenig über die Aqara G100 meckern. Zumal sie auch noch wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich ist und wie gesagt für nur 34,99 Euro angeboten wird.

