Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation ausprobiert

Seit wenigen Wochen bietet Nuki das Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation zum Kauf an. Ich habs mir mal genauer angeschaut.

Nach meinem Umzug war es eigentlich so, dass ich erneut das Aqara Smart Lock U200 anschließen wollte. Jetzt konnte ich aber aber das Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation* ausprobieren und muss sagen, ich hab ein neues Lieblings-Türschloss. Aber der Reihe nach.

Zuerst einmal zum Lieferumfang. Zu diesem gehört das 57 x 57 x 70 mm große Türschloss, ein schwarzer und weißer Aussenring, der etwa 12 mm vom Schloss einnimmt (kann je nach Farbe der Tür oder Einrichtung selber ausgewählt werden), ein Kabel mit USB-C und Magnetanschluss (zum Laden des integrierten Akkus, der bis zu 6 Monate halten soll und innerhalb von 2 Stunden aufgeladen ist) sowie der übliche Papierkram inklusive des Matter-Codes.

Optisch orientiert sich das Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation am Nuki Smart Lock Ultra. Das ist natürlich schön, da dieses eine deutlich kompaktere Form besitzt als die bisherigen Modelle. Es ist aber auch nicht genauso groß, sondern genau 12,8 mm länger, damit es auf die meisten herkömmichen Türzylinder passt und kein Austausch von diesem notwendig ist.

Um das Nuki Pro zu montieren, sollte der Türzylinder um wenige Millimeter hervorstehen. Anschließend kann die beiliegende Halterung um diesen angeklebt oder festgeschraubt werden. Das Festschrauben ist genauso simpel wie das Festkleben und erfordert kein Bohren oder ähnliches. Es müssen lediglich drei kleine Schrauben von der Halterung mit dem beiliegenden Inbusschlüssel festgedreht werden.

Zur Einrichtung und Steuerung benötigt man die Nuki-App. In dieser wird das Schloss automatisch erkannt, sobald man den Button des Smart Locks 5 Sekunden gedrückt hält. Der Button befindet sich mittig auf dem Schloss Anschließend muss man einen (eigenen) Sicherheitscode eingeben und das Schloss wird auch schon hinzugefügt.

Danach geht es an die detaillierte Einrichtung des Schloss. Sprich, man könnte auch erst jetzt die Montage vornehmen, wozu es in der App die passende Anleitung gibt. Ist das Schloss bereits montiert, was quasi nur ein eindrehen in die Halterung voraussetzt, startet auch schon die Kalibrierung. Letztere ist schnell erledigt ist und man muss lediglich einmal kurz die Tür öffnen, damit das Nuki Smart Lock einmal abschließen und öffnen kann (inkl. Türfalle ziehen).

Im Anschluss kann man noch weitere Einstellungen vornehmen, die jedoch auch später in den App-Einstellungen vorgenommen werden können. Dazu gehören die Aktivierung des integrierten WLAN, das Verbinden von einem Keypad, das Einladen von weiteren Benutzern oder auch die Aktivierung von Matter und die Integration in die verschiedenen Smart Home-Systeme, wozu das Apple Home gehört. Letzteres habe ich also direkt ausgewählt und nach einem Klick auf das Menü und dem Scannen des Matter-Codes (liegt in der Verpackung) wurde das Schloss auch schon hinzugefügt.

Bevor wir zur Steuerung per Apple Home kommen, kurz noch ein Blick auf die Funktionen innerhalb der Nuki-App. Dort könnt ihr das Schloss bzw. die Tür öffnen, zusperren oder aufsperren. Der Unterschied zwischen öffnen und aufsperren liegt darin, dass beim Öffnen nicht nur aufgeschlossen , sondern auch die Türfalle gezogen wird. Außerdem gibt es auch noch einen Lock ’n‘ Go-Modus, bei dem das Schloss erst geöffnet wird und sich anschließend nach 5 bis 60 Sekunden wieder schließt. In der Zeit sollte man dann das Haus verlassen haben. Der Lock ’n‘ Go Modus kann außerdem auch durch doppeltes Drücken der Taste des Türschlosses aktiviert werden.

Darüber hinaus kann in den Einstellungen die Ersteinrichtung abgeschlossen werden, also zum Beispiel ein Keypad verbunden oder andere Benutzer eingeladen werden. Außerdem findet sich in den Einstellungen noch ein Protokoll aller Sperrvorgänge und es lässt sich ein Auto-Lock sowie Auto-Unlock-Modus aktivieren. Ein paar weitere Grundeinstellungen runden die Nuki-App ab.

In der Apple Home-App wird das Nuki Smart Lock Pro genau wie jedes andere Türschloss behandelt. Es unterstützt daher auch nur zwei Zustände (öffnen/schließen) und zieht beim Öffnen automatisch die Türfalle. HomeKey-Support gibt es leider nicht, wobei das soweiso noch ein verbundenes Keypad voraussetzen würde, was ich aktuell nicht habe. Ich nutze das Schloss zur Zeit aber auch noch nicht an der Haustür.

Neben dem Auf- und Zusperren unterstützt das Schloss natürlich auch noch die Einbidnugn in Automationen und die Steuerung per Siri. Beim Öffnen setzt die Nutzung von Siri aber eine Bestätigung auf dem iPhone voraus.

Am Ende muss ich sagen, die Einfachheit der Montage, die simple Einrichtung, die gute App, das kompakte Design und die (zugegebenermaßen auf wenige Tage beschränkte) Zuverlässigkeit haben mich absolut vom Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation überzeugt. So sollte ein smartes Türschloss aussehen und funktionieren. Die 269 Euro, die Nuki aufruft, sind daher gut investiertes Geld. Das sehe anscheinend auch nicht nur ich so, denn das Nuki Pro ist derzeit noch schwer zu bekommen. Aktuell ist es aber gerade wieder über den Nuki Online-Shop* erhältlich. Bei Amazon* ist es ebenfalls gelistet. Erhältlich war es dort aber noch nicht.

Update: Mittlerweile konnte ich auch das Nuki Keypad 2.0 ausprobieren und bin mit diesem sehr zufrieden. Es reagiert zuverlässig und hat mich bisher noch nicht im Stich gelassen, wenn ich meine Tür ohne Schlüssel öffnen wollte. Egal ob per Code oder per Fingerabdruck. Demnächst gibt es da nochmal ein paar ausführlichere Informationen.

Nuki Smart Lock Pro (5.Gen)
Apple Home-Türschloss, mit schwarzem und weißen Außenring, Akku, WLAN-Modul, Matter-over-Thread
Nuki Smart Lock Go
Apple Home-Türschloss, Matter-over-Thread
Nuki Smart Lock Ultra (inkl. Zylinder)
Apple Home-Türschloss, integrierter Akku, inkl. Nuki Türzylinder, WLAN-Modul, Matter-over-Thread
Nuki Keypad 2.0
Tastenfeld mit Fingerabdruck-Scanner für das Nuki Smart Lock (Pro/Ultra)

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