REVIEW: Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine mit App

Ich hab die Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine mit App-Support ausprobiert. Hier gibts meinen Testbericht.

Nahaufnahme des Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine, die das Logo "ACMER" auf dem Rahmen zeigt, vor einem strukturierten Untergrund.

Vor ein paar Wochen bin ich auf die Laser-Gravurmaschinen von Acmer aufmerksam geworden. Mit diesen lassen sich verschiedene Materialien gravieren und sogar schneiden. Das fand ich ganz interessant, weswegen ich mir das Einsteigermodell, den Acmer P1 S Pro* mit 6Watt Laser, mal genauer angeschaut habe.

Zuerst einmal zum Lieferumfang. Dieser besteht aus den Seiten- und Eckteilen, der Achse für den 6W Laser, dem eigentlichen 6W Laser, dem Motherboard, dem Motor, Verbindungskabeln, einem Stromkabel, einem USB-Kabel zur Verbindung mit dem Mac/Laptop, weiterem Montagematerial, einer Schutzbrille, der Gebrauchsanweisung und einem Kartenleser inklusive SD-Karte.

Lieferumfang der Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine, einschließlich 6W Laser, Holzplatten, Anleitung, Schutzbrille und Montagematerial auf einem Holzboden.

Bevor man die Gravurmaschine benutzen kann, muss man sie erst einmal zusammenbauen. Die dafür benötigten Schrauben sind passend zur Anleitung in gekennzeichneten Beuteln (Step 1, Step 2 usw.) vorsortiert. Insgesamt gibt es 7 Schritte, die mit dem Verbinden der Seitenteile und Standfüße beginnen. Anschließend montiert man die Laser-Achse (noch ohne den Laser) und die Vorderseite mit dem Motherboard. Danach passt man das Laufband entsprechend an, damit sich der Laser später auch bewegen kann. Zum Schluss muss man die ganze Maschine nochmal auf den Kopf stelle und ein paar Sicherungen festdrehen, bevor man den Laser von oben einsetzen soll.

Nachdem die Maschine ausgebaut ist, muss sie noch verkabelt werden. Die beiliegenden Verbindungskabel tragen dabei jeweils die Bezeichnung der Steckplätze, weswegen man bei der Verkabelung wenig falsch machen kann. Insgesamt ist der Aufbau aber schon etwas aufwendiger. Mit Hilfe der Anleitung (die jedoch leider nur in englsicher Sprache mitgeliefert wird), klappt es aber ohne Probleme. Zur Not stehen auf der Acmer Webseite außerdem auch Videoanleitungen für den Aufbau zur Verfügung.

Die Qualität ist aufgrund des Einsatzes von Metall recht hochwertig. Leider liefert Acmer aber keine Unterlage mit. Von daher muss man ein wenig vorsichtig sein, sonst könnte der Laser bei unbeabsichtigter Nutzung die Ablage oder den Tisch gravieren, auf dem die Maschine steht. Über den eigenen Online-Shop bietet Acmer aber Wabenplatten in verschiedenen Größen an. Diese dienen als Schutz für den Tisch und zur besseren Wärmeableitung. Alternativ gibt es aber auch genügend Pendants bei Amazon*, von daher habe ich mir dort eine Wabenplatte mit einer Größe von 40 x 40 cm bestellt. Die maximale Gravurfläche des P1 S Pro beträgt 38 x 37 cm. Von daher reicht die Wabenplatte komplett aus. Die Höhe des Lasers lässt sich auch entsprechend anpassen.

Die Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine auf einem Tisch mit einer Arbeitsfläche und einer orangefarbenen Laser-Einheit in der Mitte.

Sobald die Gravurmaschine zusammengebaut ist, kann diese über verschiedene Wege gesteuert bzw. mit Dateien zur Gravur versorgt werden. Unter anderem stehen dafür mehrere Mac- oder PC-Programme zur Verfügung (LaserGRBL, LightBurn, AcmerTool). Diese Programme sind teils kostenlos, teils aber auch kostenpflichtig. Sie sind aber auch deutlich umfangreicher als die ebenfalls verfügbare MKS Laser-App für iOS und Android“. In erster Linie will ich aber trotzdem erstmal einen Blick auf die iPhone-App werfen, denn auch mit dieser kann man schon einige interessante Dinge veranstalten.

Um die MKS Laser-App mit der Gravurmaschine zu verbinden, muss die beiliegende SD-Karte mit dem Kartenleser in dem Motherboard der Gravurmaschine eingesteckt werden. Danach öffnet man die App, wählt das Koppel-Symbol oben links und anschließend die Gravurmaschine aus. Letztere erstellt ein eigenes WLAN-Netz, welches über die iPhone Einstellungen ausgewählt werden muss. Danach ist die Verbindung hergestellt.

Innerhalb der App hat man dann die Möglichkeit, die Position des Laser auf der X- und Y-Achse sowie die Laserstellung einzusehen. Darüber hinaus gibt es vier Menüs, zu denen die Steuerung (stellt die Position des Lasers ein), Vorlagen zur schnellen Gravur (in der App als „Material“ bezeichnet), eine Übersicht der letzten Gravur-Dateien (Gravur) und die Erstellung von eigenen Gravuren gehören.

Screenshots der Benutzeroberfläche der MKS Laser App, die Funktionen wie Erstellung, Steuerung, Materialauswahl und Gravur anbietet, einschließlich der WLAN-Verbindung zur Gravurmaschine.
Screenshot der MKS Laser-App auf einem Smartphone, zeigt verschiedene Steuerungs- und Materialoptionen für die Laser-Gravurmaschine.

Zur Erstellung einer eigenen Gravur bietet die App die Möglichkeiten zum Schreiben von Texten, zum Malen per Finger oder zum Hochladen eines eigenen Fotos. Nachdem man das gemacht hat, kann man die Helligkeit, den Kontrast und den Modus anpassen (zum Beispiel als Skizze, was die Farben umkehrt). Auf der folgenden Seite hat man dann noch die Möglichkeit, der erstellten Datei einen Namen zu geben und die Größe sowie Laserstärke anzupassen. Über die unteren Symbole lässt sich der Laser dann manuell so positionieren, wie ihr das zu gravierende Material unter der Gravurmaschine platziert. Über eine weitere Taste fährt der Laser einmal die Umrandung ab, so dass man genau sehen kann, ob er nur auf dem entsprechenden Material graviert und nicht darüber hinaus geht. Die letzte Taste auf der Seite startet dann die Gravur.

Screenshots der MKS Laser-App zur Erstellung von Gravuren, einschließlich Texteingabe und Anpassung der Einstellungen.
Screenshots der MKS Laser-App auf einem iPhone, die Einstellungen und Fortschritte der Gravur von 'HomeKits' anzeigen.

Wie gesagt kann aus den Programmen für Mac oder PC noch ein bisschen mehr herausgeholt werden, da hier eine richtige Modellierung möglich ist. Bei dieser können dann auch spezielle Einstellungen fürs Laser-Cutting vorgenommen werden, denn wie gesagt lässt sich mit dem Acmer P1 S Pro nicht nur gravieren, sondern auch schneiden. Damit muss ich mich zukünftig aber nochmal genauer beschäftigen. Für den Anfang reicht jedoch die iPhone-App, um erste Erfolge zu erzielen. Ich habe zum Beispiel mein HomeKits-Logo auf Holz graviert. Das klappte einfach über das Hochladen der png- oder jpg-Datei (und in dem Fall der Gravur als Skizze, da die Farben umgekehrt werden mussten).

Die Dauer der Gravur ist in der Regel abhängig von der Größe, den Details der Gravuren und der vorgenommen Einstellung zur Geschwindigkeit. Pauschal kann man sie also schlecht angeben.

Screenshots der iPhone-App MKS Laser zur Steuerung der Acmer P1 S Pro Laser-Gravurmaschine, mit Einstellungen für Helligkeit, Kontrast und Skizzenmodus.

Neben Holz können mit dem Acmer P1 S Pro außerdem Acryl, Kork, Stein, Papier und Leder graviert werden. Ausprobiert haben ich es außerdem mit Edelstahl und Aluminium, was aber gar nicht geklappt hat. Mit einem stärkeren Laser, der bei etwas teureren Modellen oder auch nachrüstbar (20W) erhältlich ist, wäre es aber wohl möglich. Außerdem könnte man mit stärkeren Lasern auch Glas gravieren.

Meine weiteren Versuche bezogen sich daher Erstmal auf Schlüsselanhänger, weitere HomeKits-Logos und ein paar Versuche, ein aufgenommenes Foto von Hunden zu gravieren.

Detailaufnahme einer Holzgravur, die ein Bild oder eine Figur darstellt, mit deutlichen Kontrasten zwischen dunklen und helleren Bereichen.

Was ich demnächst noch testen möchte, ist unter anderem die Gravur von Türschildern. Möglicherweise brauche ich dazu aber noch einen stärkeren Laser. Seit ich jedoch auf die Türschilder für die Aqara Videotürklingel G4 aufmerksam geworden bin, hätte ich ja auch gerne sowas in einem eigenen Design. Mal schauen, ob ich das damit auch noch hinbekomme. Ich halte euch auf dem Laufendem.

Eine Person berührt eine silberne Türklingel mit dem Namen "Familie Gröver" auf einem modernen Türschild, das an einer weißen Wand montiert ist.

Insgesamt ist der Acmer P1 S Pro aber auf jeden Fall ein interessantes Produkt, das aber auch ein wenig Einarbeitung erfordert. Für kleinere Dinge wie Namen auf Frühstücksbrettchen, Schlüsselanhängern, Leder-Aufnähern oder was weiß ich, eignet er sich aber schon sehr gut. Auch Logos können ohne Probleme graviert werden. Je nachdem was man aber sonst noch damit anstellen möchte, sollte man sich im Vorfeld genau über den Laser und die Stärke bzw. die damit verbundenen Möglichkeiten informieren. Wer dann einen Sinn und Zweck in einer Gravurmaschine mit App sieht, findet bei Acmer bestimmt ein passendes Modell. Perfekt ist aber auch hier noch nicht alles. Gerade bei der Verbindung mit dem iPhone und der App könnte man sicherlich noch ein paar Dinge optimieren. Die Grundlagen funktionieren aber sehr gut und für alles andere gibt es dann eben auch noch die Profi-Software für Mac bzw. Windows.

Erhältlich ist der Acmer P1 S Pro über den Acmer Online-Shop, wo er für 179,00 Euro angeboten wird. Bei Amazon* lässt er sich ebenfalls bestellen, liegt dort aber bei 199 Euro. Modelle mit einem stärkerem Laser (10 Watt für 257,95 bei Acmer, 299 Euro bei Amazon oder 20 Watt für 346,95 Euro bei Acmer, 459 Euro bei Amazon) sind ebenfalls verfügbar. Außerdem gibt es auch noch umfangreichere Modelle in Form der P2- oder P3-Serie. Schaut sie euch bei Interesse mal an.

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