Ich hab mir jetzt auch mal den Proscenic M9 Saug- und Wischroboter angesehen und verrate euch hier meine Meinung dazu.

Nachdem ich euch zuletzt den Philips HomeRun Serie 3000 Saug- und Wischroboter vorgestellt hatte, wollte ich euch heute nochmal ein relativ ähnliches, aber wie ich finde im Preis-Leistungsverhältnis deutlich besseres Modell vorstellen. Und zwar den Proscenic M9.
Der Proscenic M9 Saugroboter kommt zusammen mit seiner Absaugstation, einer aus zwei Teilen bestehenden Unterlage für die Station, insgesamt vier Wischmops (von denen zwei als Ersatz dabei sind), zwei Staubsaugerbeuteln (einer als Ersatz), zwei Seitenbürsten (auch hier eine Ersatzbürste), einem HEPA-Filter, einer Fernbedienung, Batterien und der Gebrauchsanweisung.

Bezüglich der Qualität und besonders auch der Optik gibt es nichts zu bemängeln. Hier hat Proscenic wie ich finde ordentliche Arbeit geleistet und ein wirklich ansprechendes Saugroboter-Modell und eine schicke Station entwickelt.
Der Saugroboter selber besitzt eine Höhe von etwa 10 Zentimeter und einen Durchmesser von 35 Zentimetern. Auf der Oberseite zeigt sich ein Laserturm inklusive LiDAR 5.0-Lasersensor zur Navigation. Die Front zieren insgesamt 27 Sensoren, die jedoch nicht näher beschrieben werden. Sie dienen aber ebenfalls der Orientierung sowie der Hinderniserkennung oder auch dem Schutz vor Treppenstürzen.
Auf der Unterseite befinden sich die Gummirolle, die Seitenbürste und die beiden Wischmops. Letztere werden direkt am Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 175 ml angebracht, der gleichzeitig auch den Staubbehälter inklusive Filter und einem Fassungsvermögen von 268 ml beinhaltet.




Bei der Station handelt es sich um eine Absaugstation, die somit also ausschließlich Platz für einen 2,5 Liter Staubsaugerbeutel bietet. Je nachdem wie viel Schmutz bei euch anfällt, soll dieser für bis zu 60 Tage reichen. Zudem wird der Staubsaugerbeutel per UV-Licht sterilisiert, was unter anderem Keimbildung und schlechten Gerüchen vorbeugen soll . Einen Frischwasser- und Schmutzwassertank besitzt die Station hingegen nicht, weswegen ihr den Wassertank im Roboter leider per Hand füllen müsst.



Zur Einrichtung des Roboters wird auf die Proscenic-App gesetzt. Hier müsst ihr lediglich ein neues Gerät hinzufügen, den M9 aus der Liste der Saugroboter wählen oder warten bis er euch automatisch angezeigt wird (hierzu kurz beide Tasten auf dem Roboter gedrückt halten bis eine entsprechende Ansage kommt). Danach befolgt ihr die kurze Anleitung und versorgt den Roboter mit WLAN. Anschließend lässt er sich dann auch bereits nutzen.

In der Proscenic-App stehen euch die gängigen Saugroboter-Funktion zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel das Erstellen von insgesamt 5 Karten für mehrere Etagen, wodurch er auch in die zweite Etage getragen werden kann und dort seine Arbeit erledigt, obwohl die Station in einer anderen Etage ist. Darüber hinaus könnt ihr Reinigungspläne einrichten oder die Saug- und Wischeinstellungen anpassen (er kann in einem Durchgang saugen und wischen, lässt dann aber die Teppiche aus. Wer diese reinigen will, muss ausschließlich den Saugvorgang starten). Außerdem lässt sich natürlich auch eine Bereichs- oder Raumreinigung starten, bei der nur bestimmte Bereiche (zum Beispiel die beim Wischvorgang ausgelassen Teppiche) oder Räume gesaugt bzw. gereinigt werden. Zu guter Letzt könnt ihr in der App noch die Sprachansagen des Roboters auf deutsch einstellen oder das Licht am Roboter unter „Lichtschalter“ deaktivieren, da dieses sonst durchgängig in grün/blau leuchtet.
Besonderheiten gibt es also eher nicht zu erwarten. Alternativ zur App kann der Roboter aber auch über die beiliegende Fernbedienung gesteuert werden. Das ist besonders praktisch für alle, die nicht immer zu ihrem iPhone greifen wollen. Mit der Fernbedienung lassen sich prinzipiell die wesentlichen Funktionen nutzen wie zum Beispiel die automatische Reinigung, eine manuelle Steuerung oder das Zurückkehren zur Station.

Was man vielleicht aber doch noch als besonderes Feature bezeichnen kann, ist die Steuerung per Siri, denn diese wird ähnlich wie bei anderen Herstellern über eine einfach Einrichtung von Siri Kurzbefehlen ermöglicht. Hierzu müsst ihr in der Proscenic-App unter dem Reiter „Profil“ den Menüpunkt „Siri“ auswählen und könnt anschließend diverse Sprachbefehle zur Steuerung des Roboters per Siri einrichten. Unter anderem könnt ihr Befehle zum Starten/Stoppen des Roboters, zur Auswahl verschiedener Saugeinstellungen oder auch zum automatischen Staubabsaugen in der Station festlegen. Da Saugroboter (dank Apple) weiterhin auf HomeKit-Support verzichten müssen, schafft man so wenigstens eine einfache Alternative zur Sprachsteuerung per Siri.

Insgesamt kann man mit dem was die App bietet also auf jeden Fall zufrieden sein. Der Roboter selber erledigt seine Aufgabe ebenfalls sehr gut und wischt meiner Meinung nach aufgrund der beiden Wischmops auch deutlich besser als das eingangs erwähnte Philips-Modell. Die Saugleistung ist mit ihren 4.500 Pa zwar nicht im Top-Bereich, für die meisten Dinge aber ausreichend. Sollte es doch mal etwas stärker verschmutzt sein, dann kann man den Roboter notfalls ja auch zwei Mal reinigen lassen. Mit seinem 5.200 mAh starken Akkus bringt er es laut Proscenic auf eine Laufzeit von bis zu 250 Minuten (wobei das nur für die niedrigsten Einstellungen gilt).
Ein paar kleinere Verbesserungsmöglichkeiten gibt es aber dennoch, denn die Hinderniserkennung ist zum Beispiel nicht auf dem Niveau von aktuellen Top-Modellen und es wäre besser, wenn euer Zuhause nicht komplett unordentlich ist. Auch das umständliche Wechseln und Reinigen der Wischmops per Hand sowie das fehlende Anheben der Mops bei Teppicherkennung ist nicht unbedingt ein Plus-Punkt. Trotzdem halte ich den Proscenic M9 für eine gute Wahl, denn man muss auch einen Blick auf den Preis werfen. Während aktuelle Top-Modelle bei bis zu 1.500 Euro liegen, kostet der Proscenic M9 lediglich 549 Euro. Im Rahmen der Prime Deal Days bekommt ihr ihn aktuell sogar für nur 439 Euro. Dafür ist das gebotene dann wie ich find wirklich gut und konnte mich überzeugen. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt also.
