RingConn Gen 3 Smart Ring ausprobiert

Ich habe den RingConn Gen 3 Smart Ring mit seinen zahlreichen Gesundheitsfunktionen ausprobiert.

Nachdem mein Interesse an smarten Ringen geweckt wurde, hatte ich jetzt die Gelegenheit, mir den RingConn Gen 3* genauer anzuschauen. Der smarte Ring ist in den Farben Silver, Royal Gold und Matte Black für eine unverbindliche Preisempfehlung von 369 Euro erhältlich. Darüber hinaus lässt er sich in den Farben Brushed Silver und Brushed Rose Gold für jeweils 389 Euro bestellen.

Vor der Bestellung muss zunächst die passende Ringgröße ermittelt werden. Dafür bietet RingConn ein Sizing Kit mit Musterringen aus Kunststoff in den Größen 6 bis 15 an. Diese sollten idealerweise 24 Stunden getragen werden, um die richtige Passform zu finden. Schließlich soll der Ring weder zu locker noch zu eng sitzen. Anschließend kann der Ring dann in der gewünschten Größe bestellt werden.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Ring ein Ladecase, ein USB-C-Kabel und eine Kurzanleitung. Der Ring selbst besteht aus Titan mit einer PVD-Beschichtung und einer Innenseite aus medizinischem Epoxidharz. Außerdem ist er nach IP68 zertifiziert und wasserdicht bis zu 100 Meter. Je nach Größe wiegt er zwischen 2,5 und 3,5 Gramm und ist an der dünnsten Stelle nur 2,3 Millimeter dick. Komplett rund ist er von Außen allerdings nicht, da die „Ecken“ etwas dicker sind als der Rest.

Auf der Innenseite befinden sich unter anderem ein optischer Herzfrequenzsensor, ein Temperatursensor und ein 3-Achsen-Beschleunigungssensor. Diese erfassen verschiedene Gesundheitswerte, ohne dass dafür eine manuelle Messung gestartet werden muss. Erstmals ist außerdem auch ein Vibrationsmotor integriert.

Die Akkulaufzeit liegt offiziell bei bis zu 14 Tagen, kann sich je nach Aktivität und Nutzung der Vibrationsfunktion jedoch verkürzen. In meinem Test hielt der Akku in der Regel mindestens 10 Tage durch, bevor ich den Ring wieder aufladen musste. Zum Laden steht das mitgelieferte Ladecase mit einem 500-mAh-Akku zur Verfügung, das den Ring für mehr als 150 Tagen ohne aufgeladen zu werden mit Strom versorgen kann. Es ist mit sämtlichen Ringgrößen kompatibel und benötigt rund 90 Minuten, um den Ring vollständig aufzuladen.

Die Einrichtung erfolgt über die RingConn-App, in der sämtliche Funktionen kostenlos und ohne Abo zur Verfügung stehen. Nach der Anmeldung mit einem RingConn-Konto wird der Ring per Bluetooth mit dem iPhone gekoppelt und synchronisiert seine Gesundheitsdaten anschließend automatisch mit der App. Im Gegensatz zu einigen anderen Herstellern fallen auch für ausführliche Analysen und langfristige Auswertungen keine zusätzlichen Gebühren an.

Erfasst werden unter anderem Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoffsättigung, Hauttemperatur, Bewegung und Stress. Hinzu kommen Auswertungen zur Gefäßgesundheit sowie eine Zyklusprognose für Frauen. Die App beschränkt sich dabei nicht auf die Anzeige einzelner Messwerte, sondern bereitet die gesammelten Daten in verschiedenen Übersichten und zeitlichen Verläufen auf. So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, wie sich Schlaf, Belastung und Erholung über einen längeren Zeitraum entwickelt haben.

Ein Schwerpunkt der App liegt zudem auf der Schlafanalyse. Neben der Schlafdauer und den einzelnen Schlafphasen werden dabei weitere nächtliche Gesundheitswerte berücksichtigt. So entsteht ein umfassendes Bild von der Schlafqualität. Auch Hinweise auf mögliche Schlafapnoe-Muster sind möglich, ersetzen allerdings keine medizinische Diagnose. Ergänzt werden die Gesundheitsanalysen durch Informationen zur täglichen Aktivität, sodass sich neben dem Schlaf auch die körperliche Bewegung im Blick behalten lässt.

Mit dem neuen Vibrationsmotor kann der Ring zudem an längere Phasen ohne Bewegung oder das Schlafengehen erinnern. Damit lassen sich Hinweise erhalten, ohne dafür jedes Mal auf das iPhone schauen zu müssen. Benachrichtigungen über Anrufe und Nachrichten sowie eine Weckfunktion werden dagegen nicht unterstützt.

Über die Anbindung an Apple Health lassen sich die vom Ring erfassten Gesundheitsdaten auch in Apples Health-App übertragen. Dazu gehören beispielsweise Informationen zur Herzfrequenz, zum Schlaf und zur täglichen Aktivität. So können die Messwerte zusammen mit den Daten anderer Geräte, etwa einer Apple Watch, an einem zentralen Ort eingesehen werden. Für die ausführlichen Auswertungen und zusätzlichen Funktionen bleibt allerdings die RingConn-App erforderlich.

Im Alltag überzeugt der RingConn Gen 3 durch seine sehr gute Verarbeitung, das geringe Gewicht und den hohen Tragekomfort. Trotz der integrierten Sensoren trägt er sich angenehm unauffällig. Besonders beim Schlafen empfinde ich ihn zudem als deutlich angenehmer als eine Apple Watch, da ein Ring am Finger weniger stört als eine Uhr am Handgelenk. Dank der Akkulaufzeit von mehr als 10 Tagen muss er außerdem nur selten aufgeladen werden. Praktisch ist dabei, dass das dank des mitgelieferten Ladecase selbst unterwegs ohne direkten Stromanschluss funktioniert. Die neue Vibrationsfunktion ist eigentlich auch eine praktische Ergänzung. Allerdings dürften die Hinweise gerne deutlicher ausfallen, denn im Alltag nehme ich sie nicht immer wahr.

Die RingConn-App macht ebenfalls einen guten Eindruck, wobei sie stand heute noch nicht an das iPhone Duo angepasst ist. Sie stellt die erfassten Gesundheitsdaten aber dennoch übersichtlich dar und ermöglicht es, Entwicklungen über längere Zeiträume zu verfolgen. Vor allem die Schlafanalyse liefert gute Einblicke und gehört für mich zu den größten Stärken des Rings. Ähnlich wie beim Oura Ring lassen sich dadurch nicht nur einzelne Nächte betrachten, sondern auch Veränderungen der Schlafgewohnheiten erkennen. Die Werte erscheinen mir soweit auch plausibel. Wie erwähnt ersetzen sie aber keine medizinische Diagnose, denn der RingConn Gen 3 ist kein offizielles Medizinprodukt.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass der RingConn Gen 3 über umfangreiche Gesundheitsfunktionen verfügt und diese in ein kleines und leichtes Gehäuse presst. Vor allem die ausführliche Schlafanalyse, die lange Akkulaufzeit und der Verzicht auf ein kostenpflichtiges Abo sprechen für ihn. Gerade letzteres macht ihn vielleicht auch interessanter als den Oura Ring 5. Dieser ist optisch zwar etwas schicker und auch nochmal hochwertiger verarbeitet, er ist aber bereits in der Anschaffung teurer und sorgt anschließend für Folgekosten durch das kostenpflichtige Abo. Die Funktionen sind jedoch relativ ähnlich, weswegen man sich durchaus überlegen kann, den RingConn Gen 3 dem Oura Ring 5 vorzuziehen.

RingConn Gen 3
Smart Ring aus Titan zur kontinuierlichen Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten, in verschiedenen Farben erhältlich, Apple Health-Unterstützung, kein zusätzliches Abo

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