Ich habe die Shelly Power Strip 4 Gen4 Steckdosenleiste mit Matter-over-WiFi ausprobiert.

Shelly hat vor einigen Wochen die Power Strip 4 Gen4* mit Matter-over-WiFi auf den Markt gebracht. Bei dieser handelt es sich um die bisher einzige Steckdosenleiste mit Matter, die über eine Verbrauchsmessung bei jedem einzelnen Steckplatz verfügt. Was man bei ihr darüber hinaus noch bekommt, hab ich euch nachfolgend mal aufgeschrieben.
Zuerst wie immer ein Blick auf den Lieferumfang. Dieser besteht aus der 237 x 56 43 mm großen Steckdosenleiste, die wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich ist, einem 150cm langem Kabel und der Gebrauchsanweisung.

Optisch und technisch ist die Leiste einwandfrei. Sie besitzt vier unabhängig von einander steuerbare AC-Steckplätze mit einer Gesamtleistung von 3.680 Watt / 16 Ampere (12 Ampere pro Steckplatz). Diese können über einen jeweils eigenen Schalter direkt an der Steckdose ein- und ausgeschaltet werden. Darüber hinaus bietet jeder Steckplatz wie erwähnt unabhängig voneinander eine Verbrauchsmessung. Das ist bei Steckdosenleisten mit Matter-Support aktuell noch einmalig. Leider steht die Verbrauchsmessung aber (noch) nicht über die Apple Home-App zur Verfügung. Das liegt allerdings nicht an Shelly, sondern an Apple. Wer die Verbrauchsmessung nutzen möchte, muss also zur Shelly-App greifen (oder andere Matter-Systeme nutzen, die eine Verbrauchsmessung unterstützen).
Darüber hinaus kommt die Steckdosenleiste auch noch mit einer LED-Beleuchtung, die durch ein blaues Licht eine eingeschaltete Steckdose signalisiert und durch weitere Farben wie Grün den Stromverbrauch signalisiert.



Der erste Anlaufpunkt zur Einrichtung ist wie immer die Hersteller-App, sprich die Shelly-App. Diese ist vielleicht nicht unbedingt übersichtlich gestaltet, aber funktionell einwandfrei. Guckt man sich bei der Steckdosenleiste die Detail-Einstellungen an, weiß man, dass Shelly deutlich mehr Informationen und Möglichkeiten liefert, als manch andere Hersteller. Zu den unterstützen Funktionen innerhalb der Shelly App gehören neben dem Ein- und Ausschalten der einzelnen Steckplätze und der wie erwähnt unabhängig voneinander nutzbaren Verbrauchsmessung außerdem auch diverse Standard-Funktionen wie die Einrichtung von Zeitplänen (für jede Steckdose einzeln), Benachrichtigungen usw. Darüber hinaus bekommt man aber auch Features geboten, wie das automatische Ausschalten beim Erreichen einer ausgewählten Leistung, eine Einstellungsmöglichkeit des Spannungsschutz, diverse Netzwerkeinstellungen zur Einbindung in weitere Systeme, Details zur Gerätenutzung usw. Die Shelly-App bietet also einen sehr umfangreichen Leistungsumfang.



Ins Apple Home wird die Steckdosenleiste dank Matter-over-WiFi direkt über den Matter-Code oder nach der Einrichtung in der Shelly-App über den QR-Code im Web-Interface hinzugefügt. Über die Home-App besteht wie immer aber nur die Möglichkeit, die vier Steckplätze einzeln ein- und auszuschalten oder die Steckplätze in Automationen einzubinden und per Siri zu steuern. Außerdem kann man auswählen, ob man alle Steckdosen in einer Kachel angezeigt bekommt oder jede Steckdose einzeln (ich bevorzuge in der Regel letzteres).

Von der Zuverlässigkeit her kann ich mich absolut nicht beklagen. Die Steckdosenleiste ist immer erreichbar und schaltet die Steckplätze ohne Verzögerung ein- und aus. Automationen funktionieren ebenfalls zuverlässig. Der einzige Haken ist eigentlich nur, dass Apple bisher keine Verbrauchsmessung per Apple Home unterstützt. Hoffen wir mal, dass sich das in diesem Jahr ändert. Dann könnte man mit der 59,90 Euro teuren Shelly Power Strip 4 Gen4 sicherlich nochmal etwas mehr anfangen. Sie ist aber auch so schon eine sehr gute Wahl.
