SwitchBot hat ein neues Modell seines Mini-Saugroboters veröffentlicht, welches ich auch schon ausprobieren konnte. Hier erzähl ich euch ein bisschen was darüber.

Nachdem ich vor wenigen Tagen einen Blick auf die neue SwitchBot Outdoor-Spotlight Cam 2K geworfen habe, will ich euch heute kurz den neuen SwitchBot K10+ Pro vorstellen. Bei diesem handelt es sich um das Pro-Modell des bereits erhältlichen K10+ Mini-Saugroboters. Er ist ab sofort über den SwitchBot Online-Shop* oder Amazon* erhältlich.
Wie immer werfen wir als erstes einen Blick auf den Lieferumfang. Zu diesem gehören neben dem Saugroboter inklusive Staubbehälter und einer Seitenbürste außerdem auch eine Absaugstation mit Platz für einen 4 Liter Staubsaugerbeutel (welcher bereits eingesetzt ist). Zudem ist noch ein weiterer Beutel, eine Seitenbürste und ein Filter für den Staubbehälter als Ersatz mit im Paket enthalten. Zu guter letzt umfasst das Paket dann auch noch 30 Wischtücher, die per Hand angebracht werden müssen, sowie die Gebrauchsanweisung.


Äußerlich hat sich beim neuen Modell erst einmal nicht viel zum Vorgänger getan. Er misst nach wie vor 248 x 248 x 92 mm und ist damit deutlich kleiner als die meisten handelsüblichen Saugroboter-Modelle. Die Verarbeitung ist ebenfalls gelungen, von daher gibt es bis auf die Größe keine sichtbaren Unterschiede zu anderen Modellen. Das gilt auch für die Anti-Tangle Bürste und die Seitenbürste, die zwar nicht ausfahrbar sind, aber soweit ihren Zweck erfüllen und auch Ecken etwas besser säubern als es der Vorgänger gemacht hat.

In Sachen Features überzeugt der SwitchBot K10+ Pro ansonsten noch mit einem PSD Distanzsensor, einer Saugleistung von 3.000 Pa (Vorgänger ohne Distanzsensor und mit nur 2.500 Pa), oder einer Laufzeit von bis zu 150 Minuten. Außerdem kommt er wie erwähnt mit einer Absaugstation, die einen 4 Liter Staubsaugerbeutel enthält und laut SwitchBot dadurch für bis zu 90 Tage ausreichen soll. Erst dann müsst ihr den Staubsaugerbeutel austauschen.

Zur Navigation setzt SwitchBot auf einen LiDAR-Sensor und den PSD Distanzsensor, die sich in einem Turm auf dem Roboter bzw. in der Front befinden. Auf der Oberseite des Roboters sind außerdem noch zwei Tasten, die für eine manuelle Steuerung genutzt werden können. Sie starten bzw. stoppen den Saugroboter oder lassen ihn zur Station zurückkehren. Neben den Tasten lässt sich der Saugroboter aber wie üblich auch per App steuern.

In der SwitchBot-App könnt ihr den Saugroboter wie jedes andere Gerät hinzufügen. Das heißt, ihr wählt ihn aus einer Liste aus, befolgt die kurzen Anweisungen zum Einschalten und zur Platzierung und danach ist er auch schon einsatzbereit.
In der App stehen euch dann die üblichen Saugroboter-Features zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel die Kartierung des eigenen Zuhauses, eine Bereichsreinigung, eine Raumreinigung, die Anpassung der Reinigungsleistung in vier Stufen, die Einrichtung von No-Go Zonen, die Möglichkeit Zeitpläne zu erstellen oder die Einstellung bezüglich der automatischen Leistungserhöhung bei einer Teppicherkennung vorzunehmen. Im Prinzip also alles so wie bei den meisten Modellen, nur das man gegenüber der aktuellen Top-Modelle ein paar Abstriche machen muss. Dazu gehört eben, dass die Station keine Wasserbehälter besitzt und sich somit auch keine automatische Wischfunktion aktivieren lässt. Eine Kamera zur Heimüberwachung besitzt der SwitchBot K10+ Pro ebenfalls nicht.



Eine Besonderheit der SwitchBot Saugroboter ist zum aktuellen Zeitpunkt dafür aber der Apple Home-Support. Zwar unterstützt Apple bisher noch keine Saugroboter (erst ab iOS 18), bis dahin behilft sich SwitchBot aber eines kleinen Tricks und bindet seine Saugroboter über SwitchBot Hubs mit Matter-Support (z.B den Hub 2) als Steckdosen ein. Dadurch könnt ihr den Reinigungsvorgang zwar nur starten und stoppen (inklusive zurückkehren zur Station), immerhin lässt er sich aber überhaupt per Apple Home steuern und somit auch mit anderen Apple Home-Geräten in Automationen verwenden. Vor ein paar Wochen hatte ich euch daher schon eine Anleitung zur Einbindung von SwitchBot Saugrobotern ins Apple Home geliefert. Also an dieser Stelle nur nochmal ganz kurz, ihr müsst den Saugroboter über die Einstellungen des SwitchBot Hubs mit Matter (zum Beispiel Hub 2) in der SwitchBot-App zu den unterstützten Geräten hinzufügen. Anschließend taucht er dann auch automatisch in der Home-App auf.

Zur Reinigungsleistung kann ich dann noch sagen, dass diese ok ist. Sicherlich hätte dem Saugroboter eine noch höhere Saugleistung nicht geschadet, sie ist aber vielleicht auch der kompakten Größe geschuldet. Aus meiner Sicht ist er für die üblicherweise anfallenden Aufgaben, wie die Beseitigung des Straßendrecks unter den Schuhen, anfallendem Staub usw. aber auf jeden Fall sehr gut geeignet. Technisch spielt sich hier jedoch alles im Mittelfeld ab. Genauso ist es auch bei der Navigation oder bei der Wischfunktionen, wobei letztere aufgrund eines fehlenden Wassertanks wirklich nicht zu den besten gehört. Außerdem empfand ich ihn trotz seiner von SwitchBot beworbenen SilentTech-Technologie zur Lärmreduzierung als nicht ganz so leise wie die Modelle der Konkurrenz. Letztendlich ist das aber aufgrund der dann auch deutlichen Preisunterschiede zu „besseren“ Modellen wieder alles im Rahmen.

Im Vergleich mit seinem direkten Vorgänger unterschiedet sich der SwitchBot K10+ Pro am Ende funktionell auch nur sehr wenig. Die Unterschiede liegen jedoch im Detail und haben dann auch schon eine Auswirkung auf die Leistung. Das macht das neue Pro-Modell am Ende aber in diesem Vergleich auch nochmal teurer. Die UVP liegt bei 599,99 Euro (Vorgänger 399,99 Euro). Zum Start bekommt ihr das Pro-Modell über den SwitchBot Online-Shop* oder über Amazon* jedoch im Angebot für nur 419,99 Euro. Das ist dann wiederum auch ein Unterschied von über 1.000 Euro zu aktuellen Top-Modellen, weswegen man insgesamt schon von einem guten Modell zu einem fairen Preis sprechen kann.

