Nuki Smart Lock Go ausprobiert

Nach dem Nuki Smart Lock Pro hab ich jetzt auch mal das Nuki Smart Lock Go ausprobiert.

Nuki Smart Lock Go, montiert an einer Tür, in weißer Farbe, mit einem runden Knopf oben und dem Nuki-Logo sichtbar.

Seit ein paar Wochen hab ich das Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation im Einsatz. Wie im Testbericht erwähnt, bin ich von diesem auch ziemlich begeistert. Nicht nur die Qualität, sondern auch die Funktionalität überzeugen mich komplett, von daher hab ich jetzt auch mal einen Blick auf das preiswertere Nuki Smart Lock Go* geworfen, welches für vergleichsweise günstige 149 Euro zu haben ist. Dafür muss man jedoch auch ein paar Abstriche gegenüber dem Pro-Modell machen.

Einer der Hauptunterschiede zwischen den Modell ist die Form. Während das Nuki Pro 5 im Design des Nuki Ultra daher kommt, besitzt das Nuki Go noch das alte, etwas klobigere Format. Außerdem ist es auch ausschleißlich in Weiß erhältlich und aufgrund der eingesetzten Materialien nicht ganz so gochwertig. Im Vergleich mit dem Pro-Modell fehlt beim Nuki Go zudem der wiederaufladbare Akku. Die Stromversorgung erfolgt hier über vier austauschbare AA Batterien, die für eine Laufzeit von mehreren Monaten ausreichen sollen und zum Lieferumfang gehören. Wer die Batterien nicht regelmäßig austauschen und die Laufzeit auf bis zu 6 Monate erhöhen möchte, kann sich optional aber auch das Nuki Power Pack* zulegen, einen wiederaufladbaren Akku der bei 49 Euro liegt.

Nuki Smart Lock Go Set mit Verpackung, Zubehör und Quick Start Guide auf einem Holzfußboden.
Ein Nuki Smart Lock Pro auf der linken Seite und ein Nuki Smart Lock Go auf der rechten Seite, auf einem Holzfußboden.
Nuki Smart Lock Go mit sichtbarem Batteriefach und herausnehmbarer Plastikhalterung auf einem Holzfußboden.

Die Montage des Nuki Go und Nuki Pro unterscheidet sich gar nicht groß. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass beim Pro-Modell eine hochwertige Metallhalterung über drei kleine Schrauben an einem etwas überstehenden Türzylinder festgeschraubt werden muss. Beim Go-Modell kommt hingegen eine Kunststoffhalterung zum Einsatz. Diese muss man aber ebenfalls nur über drei kleine Schrauben an einem etwas herausstehenden Türzylinder befestigen. Danach steckt man den Schlüssel in das Schloss und montiert das Türschloss auf der Halterung.

Bei der Einrichtung über die Nuki-App gibt es ebenfalls erstmal keine Unterschiede zwischen dem Go- und dem Pro-Modell. Das heißt, man muss lediglich den Button des Nuki Go für mehr als 5 Sekunden drücken und im Anschluss daran wird das Schloss automatisch erkannt. Danach muss man noch einen eigenen Sicherheitscode eingeben und kann die Kalibrierung starten. Letztere verläuft aus meiner Sicht bei Nuki von allen Herstellern am besten. Man muss lediglich die Tür öffnen und das Schloss schließt automatisch ab und auf. Dabei merkt es sich die entsprechenden Positionen (abgeschlossen, aufgeschlossen, Türfalle ziehen) und stellt diese auf Tastendruck über die App zur Verfügung. Mehr ist zur Kalibrierung nicht nötig.

Screenshot der Nuki App zur Einrichtung des Smart Locks, zeigt den Prozess zur Verbindung und Eingabe eines Sicherheitscodes.
Screenshots der Nuki-App, die den Kalibrierungsprozess für das Nuki Smart Lock Go zeigen, einschließlich Auswahl des Türgriffs und Statusanzeigen.

Nach der Kalibrierung zeigt sich ein Menü, über das verschiedene Grundeinstellungen vorgenommen werden können. Bei diesen gibt es aber Unterschiede zum Pro-Modell, da das Go-Modell keine WLAN-Funktion und keinen Remote Zugriff bietet. Diese Funktionen kann man jedoch für 49,99 Euro über die App freischalten, wodurch dann auch ein Fernzugriff über die Nuki-App möglich wäre. Das heißt, die entsprechenden Chips sind integriert, aber die Funktionen sind werksseitig deaktiviert. Ob man den Fernzugriff benötigt, muss man jedoch selber wissen. Er ist auch lediglich für die Nutzung per Nuki-App notwendig, für den Fernzugriff per Apple Home spielt er keine Rolle, aber dazu gleich noch mehr..

Zu den weiteren Grundeinstellungen die vorgenommen werden können, gehört dann außerdem noch die Integration ins Apple Home. Zur Verbindung setzt das Nuki Go genau wie das Nuki Pro oder Nuki Ultra auf Matter-over-Thread. Dementsprechend wird ausschließlich ein HomePod oder Apple TV mit Thread-Unterstützung benötigt. Die Nuki Bridge oder die Freischaltung des Remote Zugriffs bzw. der WLAN-Funktion ist nicht notwendig.

Zu guter Letzt kann man über die Grundeinstellungen noch weitere Benutzer einladen, ein Keypad oder einen Door Sensor verbinden, sich Demo-Videos anschauen und bei Bedarf dem Nuki Club beitreten. Alle Grundeinstellungen lassen sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt über die Einstellungen der Nuki-App vornehmen.

Screenshots der Nuki Smart Lock Go App, die verschiedene Einstellungen und Optionen zur Aktivierung von Funktionen wie Remote Access und integriertes WLAN zeigen.
Screenshots eines Smartphones, das die Einrichtung eines Nuki Smart Locks über die Matter Plattform zeigt. Die Bilder enthalten Anweisungen zum Aktivieren des Smart Locks und Scannen des QR-Codes.

Ist das Nuki Go in der Nuki-App hinzugefügt, kann es genau wie das Pro-Modell zum Zusperren, Aufsperren oder Tür öffnen (aufsperren inkl. Türfalle ziehen) genutzt werden. Außerdem bietet es auch einen Lock ’n Go-Modus, der dafür sorgt, dass das Schloss automatisch abschließt, sobald man die Tür hinter sich zugezogen hat. Die Zeit bis zum Abschließen lässt sich manuell über die App einstellen (5 bis 60 Sekunden). Aktiviert wird der Lock ’n Go Modus durch doppeltes Drücken des Buttons am Nuki Go.

In den Einstellungen der Nuki-App können dann wie erwähnt die Grundeinstellungen vorgenommen werden, ein Protokoll aller Sperrvorgänge eingesehen werden oder ein Auto-Lock und Auto-Unlock Modus aktiviert werden. Dank letzterer schließt bzw. Öffnet sich das Türschloss, sobald man in Reichweite ist.

Screenshots der Nuki-App, die verschiedene Funktionen und Einstellungen für das Nuki Smart Lock zeigt, darunter Statusanzeigen und Optionen zum Auf- und Abschließen sowie zur Konfiguration von Benutzerkonten.

Hat man das Nuki Go zum Apple Home hinzugefügt, wird es dort wie jedes andere Türschloss behandelt. Das heißt, es unterstützt per Apple Home das Abschließen und Aufschließen (inkl. Türfalle ziehen). Es kann hier also nur zwischen zwei Zuständen unterschieden und nciht wie bei Nuki zwischen drei.

Darüber hinaus lässt sich das Nuki Go natürlich auch in Automationen und Szenen einbinden oder per Siri steuern. HomeKey-Support besitzt das Nuki Go aber nicht, wobei das für alle Türschlösser von Nuki gilt. Auch das Pro 5 oder Ultra bieten keine HomeKey-Unterstützung.

Screenshots der Nuki Smart Lock Go App mit verschiedenen Einstellungen und Automatisierungsoptionen auf einem Smartphone.

Als Fazit bleibt aus meiner Sicht festzuhalten, dass das Nuki Go funktionell, besonders bei der Nutzung per Apple Home, gar keine großen Unterschiede zum Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation bietet. Die Unterschiede die es über die Nuki-App bietet, kann man zudem jederzeit nachträglich freischalten. Wer dann aber auch noch den wiederaufladbaren Akku dazu kauft, kommt preislich schon relativ nah ans Nuki Pro 5. In dem Fall würde ich dann lieber direkt beim Pro-Modell zugreifen. Dieses ist am Ende von der Optik und der Qualität doch nochmal eine Klasse besser, wodurch das Go aber auch nicht zu einem schlechten Gerät wird. Für die jeweiligen Preise von 149 Euro für das Nuki Smart Lock Go und 269 Euro für das Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation, kann man in beiden Fällen nicht meckern. Wer also ein paar Abstriche machen kann, der fährt auch mit dem Nuki Smart Lock Go sehr gut.

Erhältlich ist das Nuki Smart Lock Go zum Beispiel über den Nuki Online-Shop*, Amazon* oder Mediamarkt*.

Nuki Smart Lock Go
Apple Home-Türschloss, Matter-over-Thread
Nuki Smart Lock Pro (5.Gen)
Apple Home-Türschloss, mit schwarzem und weißen Außenring, Akku, WLAN-Modul, Matter-over-Thread
Nuki Smart Lock Ultra (inkl. Zylinder)
Apple Home-Türschloss, integrierter Akku, inkl. Nuki Türzylinder, WLAN-Modul, Matter-over-Thread

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